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Professur Soziologie mit Schwerpunkt Arbeit, Wirtschaft und Organisation
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Professur Soziologie mit Schwerpunkt Arbeit, Wirtschaft und Organisation 

Professur Soziologie mit Schwerpunkt Arbeit, Wirtschaft und Organisation

Willkommen auf der Website der Professur Soziologie mit Schwerpunkt Arbeit, Wirtschaft und Organisation. Auf unseren Seiten finden Sie Informationen zur Forschung an der Professur, zu Publikationen, den angebotenen Lehrveranstaltungen sowie den Personen und Kontaktmöglichkeiten.

Foto von Anna Bräunig, Instagram: https://www.instagram.com/annabraeunig/, LinkedIn: www.linkedin.com/in/anna-bräunig-ba1ba7226

Arbeit, Wirtschaft und Organisationen sind zentrale Themen der Soziologie, sie sind als gesellschaftliche Teilbereiche konstitutiv für die Herausbildung und Reproduktion von Macht- und Ungleichheitsverhältnissen, für die Entstehung von Ordnung und Konflikten, für Mechanismen der Differenzierung und Bewertung sowie für Teilhabe, Zusammenhalt und Ausgrenzung. 
Die Analyse von Arbeitsteilungen und Arbeitsorganisation, Dynamiken kapitalistischer Gesellschaften und Funktionsweisen von Organisationen ermöglicht, gesellschaftliche Sphärentrennungen und Grenzziehungen – wie Betrieb/Zuhause, Produktion/Reproduktion, Öffentlichkeit/Privatsphäre – ebenso zu verstehen wie die alltäglichen Praktiken von Subjekten und deren Ringen um Handlungsfähigkeit.
Zugleich befinden sich Arbeit, Wirtschaft und Organisation in dynamischen und widersprüchlichen Wandlungsprozessen. Aktuelle Digitalisierungsprozesse verschieben Berufsbilder und Tätigkeiten, Arbeit wird mobiler und entgrenzter, Organisationsgrenzen werden undeutlicher. Ungleichheiten, Konflikte und Solidaritäten verändern sich, Sozialpartnerschaft ist neu herausgefordert. Auch die Anforderungen an die Subjekte werden komplexer, Belastungen und Erschöpfung nehmen in vielen Bereichen der Arbeitswelt seit Jahren zu. Dies betrifft wesentlich auch die Bereiche häufig unbezahlter und weniger sichtbarer Care-Arbeit. 
Angesichts weiterhin dynamischer technologischer Entwicklungen, des demographischen Wandels sowie langfristiger Folgen der Corona-Pandemie, die u.a. zu einer räumlichen Neuordnung von Arbeit geführt haben, beschäftigen wir uns an der Professur theoretisch und empirisch mit verschiedenen Fragen der Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationssoziologie. Besondere Schwerpunkte sind: 

  • Digitalisierung von Arbeit (u.a. Künstliche Intelligenz, Homeoffice, Social Media)
  • Arbeits- und Geschlechterverhältnisse
  • Anforderungen, Subjektivierung und Handlungsfähigkeit im digitalen Zeitalter
  • Diskurse zur Zukunft von Arbeit und Technik
  • Kapitalismustheorie, Theorien des digitalen Kapitalismus
  • Soziologie der Gewerkschaften, Industrielle Beziehungen, Mitbestimmung, Arbeitskonflikte
  • Care/Sorgearbeit, das Verhältnis von bezahlter und unbezahlter Arbeit, unsichtbare Arbeit
  • Qualitative Sozialforschung

Team und Kontakt

Das Team der Professur Soziologie mit Schwerpunkt Arbeit, Wirtschaft und Organisation besteht aus Prof. Dr. Tanja Carstensen als Professurinhaberin; den wissenschaftlichen Mitarbeitenden Franziska Baum, Luzia Schmittmann, Jorin vom Bruch und Oliver ThünkenSandra Speiser als Sekretärin sowie den wissenschaftlichen Hilfskräften Dylan Göpfert und Joline Lohse

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie unter den verlinkten Namen.

Aktuelles

Für weitere aktuelle Informationen und Neuigkeiten zu Veranstaltungen siehe hier.

Frühjahrstagung der Sektion Arbeits- und Industriesoziologie 2026 an der TU Chemnitz 
Die Informationen zur AIS-Frühjahrstagung am 11./12. Juni 2026 sind online. Hier können Sie sich das Programm zur Tagung mit dem Thema "Das ‚Andere‘ der Arbeit. Soziologische Perspektiven auf informelle, irreguläre und unbezahlte Arbeit" sowie organisatorische Hinweise ansehen.

Kolloquium "Kritische Perspektiven auf Arbeit" (Universität Hamburg/TU Chemnitz)
Auch im Sommersemester wird das gemeinsame Kolloquium "Kritische Perspektiven auf Arbeit" (Universität Hamburg/TU Chemnitz) weitergeführt. Für weitere Informationen siehe hier.

Wissenschaft gegen Faschismus
Als Professur beteiligen wir uns an der Aktion Wissenschaft gegen Faschismus und wenden uns gegen autoritäre, menschenfeindliche und wissenschaftsfeindliche Tendenzen. Im Rahmen der Aktionswoche vom 01.–07.06. führen wir zwei Veranstaltungen durch:
1. Umkämpfte Deutungshoheit – Wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern
01. Juni | 19:00 Uhr | Thüringer Weg 9 C34.013 | Prof. Dr. Susanne Rippl, Prof. Dr. Tanja Carstensen, Jun.-Prof. Dr. Andreas Bischof
2. Internet, Digitalisierung, KI und Faschismus
03. Juni | 13:45 Uhr | Brühl 40 | Prof. Dr. Tanja Carstensen, Jun.-Prof. Dr. Andreas Bischof

Weitere Informationen finden Sie im TUC-Kalender und unter: https://wissenschaft-gegen-faschismus.de/index.php/veranstaltungen/ (im obersten Suchfeld ‚Chemnitz‘ eingeben).

Publikation zu Fachkräftemangel und Machtressourcen erschienen
In der aktuellen Ausgabe der WSI-Mitteilungen ist der Artikel "Knappe Arbeitskraft - eine Machtressource?" von Klaus Dörre und Jorin vom Bruch erschienen. Die Leitthese des Beitrags lautet, dass sich die Akteure der organisierten Arbeitsbeziehungen auf einen neuen Zyklus sozialer Auseinandersetzungen einstellen müssen, der von einer Gleichzeitigkeit des Ungleichen geprägt wird. Zur kollektiven Machtressource wird Arbeitskräfteknappheit nur, sofern gewerkschaftliche Handlungsfähigkeit im betrieblichen Alltag neu begründet wird.

Neues Forschungsprojekt untersucht Gesundheitsrisiken digitaler Plattformarbeit
Am 1. Mai 2026 startete das Projekt „GIGG - Gig- und Crowdwork gesundheitsförderlich gestalten“, gefördert von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in der Förderlinie „Forschung zur Gesundheit in der Arbeitswelt (FOGA)“. An der Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Arbeit, Wirtschaft und Organisation (Prof. Dr. Tanja Carstensen) werden in Kooperation mit der Hochschule Aalen (Prof. Dr. Regina Kempen/Prof. Dr. Kerstin Rieder) in den nächsten drei Jahren die Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit hinsichtlich ihrer Effekte auf die Gesundheit der Arbeitenden untersucht. 

Publikation zur Ausstellung „unvereint / vereint“ erschienen
Nach der Ausstellung „unvereint / vereint“ im Herbst 2025 ist nun die Publikation mit den künstlerischen und wissenschaftlichen Beiträgen erschienen. Gemeinsam mit Susanne Rippl und Ulf Bohmann hat Tanja Carstensen hierfür den Beitrag "Vereint und geschieden? Soziologische Befunde über Zustand und Zukunft der deutschen Einheit aus der Sicht junger Menschen" verfasst. In: Bergelt, Sven/Jaschnow, Juliane/Daniels, Dieter (Hg.): ununited/united, Leipzig, https://www.marian-arnd.de/unvereint-vereint/