Professur Soziologie mit Schwerpunkt Arbeit, Wirtschaft und Organisation
Willkommen auf der Website der Professur Soziologie mit Schwerpunkt Arbeit, Wirtschaft und Organisation. Auf unseren Seiten finden Sie Informationen zur Forschung an der Professur, zu Publikationen, den angebotenen Lehrveranstaltungen sowie den Personen und Kontaktmöglichkeiten.
Foto von Dominik Intelmann
Arbeit, Wirtschaft und Organisationen sind zentrale Themen der Soziologie, sie sind als gesellschaftliche Teilbereiche konstitutiv für die Herausbildung und Reproduktion von Macht- und Ungleichheitsverhältnissen, für die Entstehung von Ordnung und Konflikten, für Mechanismen der Differenzierung und Bewertung sowie für Teilhabe, Zusammenhalt und Ausgrenzung.
Die Analyse von Arbeitsteilungen und Arbeitsorganisation, Dynamiken kapitalistischer Gesellschaften und Funktionsweisen von Organisationen ermöglicht, gesellschaftliche Sphärentrennungen und Grenzziehungen – wie Betrieb/Zuhause, Produktion/Reproduktion, Öffentlichkeit/Privatsphäre – ebenso zu verstehen wie die alltäglichen Praktiken von Subjekten und deren Ringen um Handlungsfähigkeit.
Zugleich befinden sich Arbeit, Wirtschaft und Organisation in dynamischen und widersprüchlichen Wandlungsprozessen. Aktuelle Digitalisierungsprozesse verschieben Berufsbilder und Tätigkeiten, Arbeit wird mobiler und entgrenzter, Organisationsgrenzen werden undeutlicher. Ungleichheiten, Konflikte und Solidaritäten verändern sich, Sozialpartnerschaft ist neu herausgefordert. Auch die Anforderungen an die Subjekte werden komplexer, Belastungen und Erschöpfung nehmen in vielen Bereichen der Arbeitswelt seit Jahren zu. Dies betrifft wesentlich auch die Bereiche häufig unbezahlter und weniger sichtbarer Care-Arbeit.
Angesichts weiterhin dynamischer technologischer Entwicklungen, des demographischen Wandels sowie langfristiger Folgen der Corona-Pandemie, die u.a. zu einer räumlichen Neuordnung von Arbeit geführt haben, beschäftigen wir uns an der Professur theoretisch und empirisch mit verschiedenen Fragen der Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationssoziologie. Besondere Schwerpunkte sind:
- Digitalisierung von Arbeit (u.a. Künstliche Intelligenz, Homeoffice, Social Media)
- Arbeits- und Geschlechterverhältnisse
- Anforderungen, Subjektivierung und Handlungsfähigkeit im digitalen Zeitalter
- Diskurse zur Zukunft von Arbeit und Technik
- Kapitalismustheorie, Theorien des digitalen Kapitalismus
- Soziologie der Gewerkschaften, Industrielle Beziehungen, Mitbestimmung, Arbeitskonflikte
- Care/Sorgearbeit, das Verhältnis von bezahlter und unbezahlter Arbeit, unsichtbare Arbeit
- Qualitative Sozialforschung
Team und Kontakt
Das Team der Professur Soziologie mit Schwerpunkt Arbeit, Wirtschaft und Organisation besteht aus Prof. Dr. Tanja Carstensen als Professurinhaberin; den wissenschaftlichen Mitarbeitenden Franziska Baum, Luzia Schmittmann, Jorin vom Bruch und Oliver Thünken; Sandra Speiser als Sekretärin sowie den wissenschaftlichen Hilfskräften Dylan Göpfert und Joline Lohse.
Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie unter den verlinkten Namen.
Aktuelles
Für weitere aktuelle Informationen und Neuigkeiten zu Veranstaltungen siehe hier.
Kolloquium "Kritische Perspektiven auf Arbeit" (Universität Hamburg/TU Chemnitz)
Auch im Wintersemester wird das gemeinsame Kolloquium "Kritische Perspektiven auf Arbeit" (Universität Hamburg/TU Chemnitz) weitergeführt. Für weitere Informationen siehe hier.
DGS-Kongress 2026 in Mainz
Vom 26.09.–02.10. findet in Mainz der DGS-Kongress "Zukünfte der Gesellschaft" statt. In der Ad-Hoc-Gruppe "Arbeitsräume der Zukunft", veranstaltet von Annika Becker, Frank Kleemann und Timo Leontaris, halten Franziska Baum, Andreas Bischof, Tanja Carstensen, Luzia Schmittmann und Oliver Thünken einen Vortrag zum Thema "Der Haushalt als Arbeitsraum der Zukunft". Zudem veranstaltet Tanja Carstensen die Sektionssitzung "Sektion Arbeits- und Industriesoziologie: Aktuelle Forschungen zur Zukunft von Arbeit und der Arbeit an Zukünften". https://kongress2026.soziologie.de/programm
17th Conference of the European Sociological Associaton
Auf der diesjährigen ESA-Konferenz "Strengthening Democracies: Social Action, Solidarity, and Sustainable Futures", 25.–28.08. in Warschau, hält Tanja Carstensen einen Vortrag mit dem Titel "The Digital and Spatial Reorganization of Gender, Work, and Care in the Post-Pandemic World: Agency Between Individualized Practices and Invisible Inequalities".https://www.europeansociology.org/conference/2026
Gastvortrag an der TU Dresden
Am 1. Juli hält Tanja Carstensen einen Gastvortrag am institut für Soziologie der TU Dresden. Der Titel lautet: "Von Stereotypen in Gesprächen mit Chatbots und Vätern, die mehr Zeit für ihre Kinder haben: Mediale Thematisierungsweisen von KI, Arbeit und Gender"
https://tu-dresden.de/gsw/phil/iso/aktuelles/personalien/gastvortrag-tanja-carstensen-von-stereotypen-in-gespraechen-mit-chatbots-und-vaetern-die-mehr-zeit-fuer-ihre-kinder-haben-mediale-thematisierungsweisen-von-ki-arbeit-und-gender