Qualifikationsziele
Fachwissenschaftliche und berufsfeldbezogene Kompetenzen der Absolventinnen und Absolventen
Die TU Chemnitz steht für Absolventinnen und Absolventen, die sich durch eine umfassende fachwissenschaftliche Bildung auszeichnen. Sie denken und handeln akademisch kompetent, d. h. eigenständig, ethisch sowie kritisch und reflektiert in den beruflichen und gesellschaftlichen Handlungsfeldern. Die TU Chemnitz ermöglicht den Studierenden, sich lebenslang weiterzuentwickeln und an der Gesellschaft aktiv teilzuhaben.
Diese übergeordnete Zielstellung des Leitbildes Lehre wird durch die studiengang-spezifischen Qualifikationsziele konkretisiert.
Der Masterstudiengang Entrepreneurship & Innovation ist ein vorwiegend deutschsprachiger, konsekutiver Masterstudiengang, der sich an deutsche und ausländische Studierende richtet, die ein besonderes Interesse an den Themen Unternehmensgründung und Innovationsmanagement haben. Der Masterstudiengang verbindet beide Themen und bietet darüber hinaus komplementäre Kompetenzen, um in diesen Bereichen sowohl als Gründerin und Gründer als auch in etablierten Organisationen oder unterstützenden Funktionen tätig zu werden. Die Absolventinnen und Absolventen des konsekutiven Masterstudiengangs Entrepreneurship & Innovation haben nach erfolgreichem Abschluss die Fähigkeit, unternehmerische Möglichkeiten zu erkennen, zu bewerten und kommerziell zu erschließen. Da dies in einem komplexen und unsicheren Marktumfeld geschieht, haben sie auch die notwendigen persönlichen Fähigkeiten erworben, um in mehrdeutigen Situationen ressourcenschonend agieren zu können. Kreative Problemlösung, d. h. die Fähigkeit, bisher zusammenhangslose Elemente zu verknüpfen, um neuartige und nützliche Ergebnisse zu erzeugen, wird im Rahmen des Innovationsmanagements trainiert. Auch Planungs- und Managementkompetenzen, der Umgang mit Unsicherheit, Mehrdeutigkeiten und Risiko sowie ethisches und nachhaltiges Denken werden im Masterstudiengang vertieft.
Im Rahmen der Vermittlung dieser Kompetenzen wird auch auf aktuelle Problemlösungs- und Gründungsmethoden eingegangen und deren Anwendung an Gründungs- und Innovationsbeispielen im Team erprobt (u. a. Design Thinking, Lean-Startup, Effectuation). Durch die starke Betonung von Projekt- und Teamarbeit werden die Studierenden in ihren persönlichen Kompetenzen gestärkt. Im Studiengang sind zwei Module vorgesehen, in denen transdisziplinäre Anwendungsprojekte in den Bereichen Entrepreneurship, Intrapreneurship oder Forschung im Team sowie bei Bedarf auch disziplinübergreifend und/oder in Kooperation mit Praxispartnerinnen und Praxispartnern (in- und extern) auf Englisch oder Deutsch bearbeitet werden. Gründungsinteressierte bekommen so auch die Gelegenheit, bereits im Rahmen des Studiums an ihren Ideen zu arbeiten und mögliche Mitgründerinnen und Mitgründer zu identifizieren. So werden Praxispartnerinnen und Praxispartnern ein leichterer Zugang zu Kooperationsmöglichkeiten und interessierten Studierenden die frühe sowie aktive Integration in praxis- bzw. forschungsbezogene Fragestellungen ermöglicht. Gleichzeitig erhalten die Studierenden wertvolle Einblicke in das Berufsleben, die sie bei der Definition ihrer beruflichen Interessen und Ziele und dem Aufbau von Kontakten in die Praxis unterstützen. Sie entwickeln außerdem ein Verständnis für die Rolle jedes Mitgliedes im Team, lernen, Verantwortung für sich und das Team zu übernehmen, und können ihr Verhalten und Handeln unter Berücksichtigung von kulturellen Aspekten, Moral und Ethik kritisch reflektieren und erweitern.
Mithilfe der konsequenten Ausrichtung der Studieninhalte an der von den Vereinten Nationen unterstützten Initiative „Principles for Responsible Mangagement Education (PRME)“ mit ihren sieben Prinzipien Zweck, Werte, Lehre, Forschung, Partnerschaften, Praxis und Teilen legt der Masterstudiengang Entrepreneurship & Innovation besonderen Wert auf ethische Ausbildung und bezieht neben den PRME die „Sustainable Development Goals (SDG)" der Vereinten Nationen und andere wirtschaftsethische Aspekte in die Ausbildung ein. Damit beinhaltet der Masterstudiengang auch Anforderungen an Innovationen und Unternehmertum, die sich aus nachhaltiger Entwicklung ableiten lassen und z. B. in Konzepten wie sustainable, responsible, social, und frugal Innovation und Entrepreneuship umgesetzt werden.

Neben dem Erwerb von Fachkompetenzen, interdisziplinären Qualifikationen und (Fremd-) Sprachkompetenzen trägt der Masterstudiengang zur Stärkung des Selbstbewusstseins, des sozialen Bewusstseins und der Persönlichkeitsentwicklung der Absolventinnen und Absolventen bei. Durch ein optionales Auslandsstudium oder im Rahmen der internationalen Summer School können die Studierenden ihre Fähigkeiten festigen und wertvolle internationale Erfahrungen sammeln. Sie erlangen Schlüsselqualifikationen wie Selbstständigkeit, Selbstorganisation, Teamarbeit, Verantwortung und Medienkompetenz und entwickeln sich zu selbsteffizienten Fach- und Führungskräften oder Entrepreneuren. Sie haben ein grundlegendes Verständnis der methodischen und ethisch-moralischen Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften erworben und können dadurch die gesellschaftliche Relevanz ökonomischen Wissens und Handelns beurteilen. Darüber hinaus verstehen die Absolventinnen und Absolventen ihre Verantwortung und die Rolle der Wirtschaft in der Gesellschaft und können die Herausforderungen und Veränderungen in ihrer Tätigkeit ethisch und moralisch steuern.
Die studiengangbezogenen Qualifikationsziele werden durch die Lernziele der einzelnen Module untersetzt. Diese werden mit der Studienordnung auf der Webseite des Zentralen Prüfungsamtes veröffentlicht.