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Weltweit erstes LTE-Kundenlabor wurde an der TU Chemnitz eröffnet

E-Plus Gruppe und Nokia Siemens Networks investieren in universitäre Kundenforschung - TU Chemnitz entwickelt zusammen mit der MUGLER AG neue Methoden und Mittel zur Qualitätsmessung beim mobilen Netz

  • Sie drückten gemeinsam den Startknopf für das weltweit erste LTE-Kundenlab (v.l.): Dr. Eberhard Alles, Kanzler der TU Chemnitz, Prof. Dr. Albrecht Mugler, Vorstand der MUGLER AG, Prof. Dr. Ulrich Heinkel, Inhaber der Chemnitzer Professur Schaltkreis- und Systementwurf, Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer (CTO) der E-Plus Gruppe, sowie Dr. Ingo Goldenberg, Head of Customer Team der E-Plus Gruppe bei Nokia Siemens Networks. Foto: Mario Steinebach
  • Daniel Kriesten (r.) von der Professur Schaltkreis- und Systementwurf der Technischen Universität Chemnitz und Ekke Uhr von der Halle 5 Media GmbH München bereiten die Testfahrt eines "Mobilen Reporters" vor. An einem Segway wurd eine 3D-Kamera installiert, deren Signal in Echtzeit an einen Monitor im Konferenzraum übertragen wurde. Derartige Szenarien sind Bestandteil der künftigen Forschung an der TU Chemnitz. Im Hochgeschwindigkeitsnetz LTE, das künftig heutige Netze wie UMTS ablösen soll, werden Wissenschaftler der Chemnitzer Universität fakultätsübergreifend gemeinsam mit Industriepartnern die Kundenbedürfnisse in diesem modernen Mobilfunknetz untersuchen. Foto: Mario Steinebach
  • Eine der drei LTE-Basisstationen befindet sich auf dem Dach des Rühlmann-Baus an der TU Chemnitz. Während der LTE-Kundenlaboreröffnung erlebten die Gäste eine Live-Schaltung zu einer dieser Stationen. Foto: Mario Steinebach
  • Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer (CTO) der E-Plus Gruppe: "Die Qualität der Datenübertragung wird mit LTE enorm zunehmen. Ich bin gespannt auf die Forschungsergebnisse der TU Chemnitz und auf die neuen Methoden zur Qualitätsmessung." Foto: Mario Steinebach
  • Dr. Eberhard Alles, Kanzler der TU Chemnitz, erhofft sich im Ergebnis der Forschungskooperation eine Verbesserung der mobilen Kommunikation für alle Handynutzer. Foto: Mario Steinebach

Ein neuartiges Mobilfunk-Testnetz der 4. Generation von Nokia-Siemens-Networks (NSN) wurde am 13. Oktober 2011 auf dem Gelände der Technischen Universität Chemnitz in Betrieb genommen. Es soll ab sofort belastbare Forschungsergebnisse über die Sicht der Kunden auf die Nutzung des Hochgeschwindigkeitsnetzes LTE ( Long Term Evolution) liefern. E-Plus und NSN investieren im Rahmen der Kooperation mehr als zwei Millionen Euro in die Forschungsarbeiten an der TU Chemnitz.

"Wir möchten genau wissen, welche Aspekte beim Netzausbau für ein positives Kundenerlebnis entscheidend sind. Die Forscher der TU Chemnitz entwickeln für uns neue Methoden zur Qualitätsmessung und werden dabei erstmals die tatsächliche Kundensicht detailliert abbilden", erklärt Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer (CTO) der E-Plus Gruppe. "Wir erwarten uns grundlegende Erkenntnisse über die Kundenrelevanz moderner Mobilfunknetze. Denn erstmals stehen die aktuellen Kundenbedürfnisse im Mittelpunkt netztechnischer Forschungen." Die Forschungsergebnisse möchte E-Plus in die künftige Netzgestaltung einfließen lassen - für das aus ihrer Sicht "beste Datennetz aus Kundensicht".

Live-Untersuchungen mit bis zu 300 Nutzern geplant

Welche Chancen der LTE-Standard den Mobilfunk-Nutzern von morgen bietet, werden die Forschungen an der TU Chemnitz zeigen. "Unser Ziel ist es, möglichst viele Erkenntnisse zur Verbesserung von nutzerzentrierten Mobilfunknetzen und -diensten zusammenzutragen. Dazu entwickeln wir unsere Untersuchungs- und Messmethoden weiter, die wir bereits auf den Grundlagen der bisherigen Forschungsergebnisse aufsetzen können", sagt Prof. Dr. Ulrich Heinkel, Inhaber der Chemnitzer Professur Schaltkreis- und Systementwurf. Geplant sind unter anderem Live-Untersuchungen mit bis zu 300 Nutzern. E-Plus und NSN unterstützen die TU Chemnitz mit dem LTE-Testnetz und weiteren Forschungsprojekten für die nächsten vier Jahre mit insgesamt mehr als zwei Millionen Euro.

LTE-Testnetz ist Basis für langfristige Forschungsarbeit

Wichtiges Element des Kooperationsvertrags ist das eigenständige Testnetz, das von der MUGLER AG und E-Plus entwickelt und mit der LTE-Technik ausgestattet wurde. Es besteht aus mehreren Antennenstandorten um das TU-Gelände und einem Vermittlungsnetz von Nokia Siemens Networks. "LTE als neueste Generation der Mobilfunktechnologie befindet sich gerade erst in der Einführung", erklärt Prof. Dr. Albrecht Mugler, Vorstand der MUGLER AG, die weltweite Bedeutung des neugeschaffenen LTE-Forschungsstandorts Chemnitz. Die hohen Übertragungsraten von LTE würden zurzeit als reines Datennetz vor allem für einen schnellen Zugriff auf das mobile Internet genutzt. "Daneben zeichnet sich LTE durch die schnellere Verarbeitungsgeschwindigkeit und größere Kosteneffizienz aus. Und zusätzlich zu Daten wird LTE auch bald Sprache übertragen", erläutert Dr. Ingo Goldenberg, Head of Customer Team der E-Plus Gruppe bei Nokia Siemens Networks.

Weitere Informationen: Technische Universität Chemnitz, Professur Schaltkreis- und Systementwurf, Prof. Dr. Ulrich Heinkel, Telefon 0371 531-33175, E-Mail ulrich.heinkel@etit.tu-chemnitz.de; E-Plus Gruppe, Unternehmenskommunikation, Klaus Schulze-Löwenberg, Telefon 0211 448-3402, E-Mail Klaus.Schulze.Loewenberg@eplus-gruppe.de; MUGLER AG, Prof. Dr. Albrecht Mugler, Telefon 03723 7470, E-Mail albrecht.mugler@mugler.de

Einen Videobeitrag von "Sachsen-Fernsehen" finden Interessenten hier.

Mario Steinebach
13.10.2011

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