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"Ein Erlebnis, das mich den Rest meines Lebens begleiten wird"

Kenianischer Masterstudent besucht Chemnitz für erfolgreichen wissenschaftlichen Austausch - Forschungsergebnisse auf Konferenz präsentiert

Von Anfang Februar bis Ende April 2014 besuchte Mechatronik-Masterstudent James Wamai, der an seiner Heimatuniversität, der Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology (JKUAT) in Nairobi auch als Lehrassistent arbeitet, die Technische Universität Chemnitz. An der Professur Mikrofertigungstechnik führte er Versuche für seine Masterarbeit durch.

Für seine Leistungen war er vom Deutschen Akademischen Austauschdienst mit einem Stipendium ausgezeichnet worden, das ihm auch die Möglichkeit gab, zur Durchführung von Experimenten nach Deutschland zu kommen. "Ich habe mich sofort nach einer Universität umgesehen, in der ich meine Forschung durchführen könnte. Wegen ihres guten Rufes als Uni mit exzellenter Ingenieurausbildung und wissenschaft war es einfach, mich für die Technische Universität Chemnitz zu entscheiden", so Wamai. "Ich kontaktierte Dr. Henning Zeidler, Oberingenieur der Professur Mikrofertigungstechnik, und zusammen mit Prof. Dr. Andreas Schubert, dem Inhaber der Professur, vereinbarten wir einen Titel für meine Forschungsarbeiten basierend auf meiner Masterarbeit, "Optimierung von Leistungsparametern bei der Funkenerosion von Metall-Matrix-Compositen".

Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, kam James Wamai am 3. Februar 2014 in Chemnitz an. Das Wetter war kalt, aber die Kollegen der Professur empfingen ihn herzlich und machten das Ankommen und Einleben leichter. "Ich kam in Chemnitz an und war beeindruckt von der Stadt, der Willkommenskultur und der Disziplin der Menschen und auch von der Vielfalt deutschen Essens, das ich in der Mensa kaufen konnte."

In den ersten Tagen wurde der Versuchsplan für die nächsten drei Monate erstellt, wobei zunächst erste Versuche zur Bearbeitung von Aluminium-Siliziumkarbid (AlSiC)-Metallverbunden zum Finden von grundsätzlichem Einfluss verschiedener Parameter durchgeführt wurden. Der nächste Schritt der Prozessoptimierung umfasste dann zusätzlich Werkzeugrotation, Schwingungsunterstützung und geeignete Parameterwahl, um hohe Oberflächengüten und Abtragraten bei geringem Werkzeugverschleiß zu erzielen.

Die exzellenten Ergebnisse dieser Untersuchungen führten zu einer Veröffentlichung "Effect of Dielectric Fluid and Low Frequency Vibration in Electrical Discharge Machining of AlSiC Metal Matrix Composites" und einer Präsentation während der Sustainable Research and Innovation (SRI) Konferenz an der JKUAT vom 7. bis 10. Mai 2014.

"Neben meiner Forschung konnte ich ein bisschen Deutsch lernen, etwas vom Land sehen und viele neue Freunde treffen", sagt Wamai. "Ich bin Dr. Henning Zeidler dankbar für die Möglichkeit, von ihm zu lernen, der Technischen Universität Chemnitz dafür, dass sie ihre Türen für mich öffnete und meinen Kollegen für ihre Freundlichkeit und Unterstützung. Selbstredend ist das ein Erlebnis, das mich den Rest meines Lebens begleiten wird."

Kontakt: Professur Mikrofertigungstechnik: http://www.tu-chemnitz.de/mb/MikroFertTech/

(Autor: Dr. Henning Zeidler)

Katharina Thehos
11.05.2014

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