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Preisgekrönte Masterarbeit

Frank Simchen, der an der TU Chemnitz Maschinenbau studierte, erhielt den Nachwuchsförderpreis der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik

Frank Simchen, Absolvent der Technischen Universität Chemnitz, erhielt am 21. September 2016 während der „ZVO Oberflächentage“ in Garmisch-Partenkirchen den mit 1.000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik (DGO). Gewürdigt wird damit seine herausragende Masterarbeit zum Thema „Mechanismen der Schichtbildung bei der plasmaelektrolytischen Oxidation von Magnesiumwerkstoffen“, die er im vergangenen Jahr zum Abschluss seines Maschinenbaustudiums vorlegte. Frank Simchen ist diesem Forschungsthema treu geblieben. Seit November letzten Jahres ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Werkstoff- und Oberflächentechnik der TU Chemnitz tätig und beschäftigt sich mit Mechanismen der plasmaelektrolytischen Oxidation (PEO) von Ventilmetallen.

Worum geht es in der preisgekrönten Arbeit? Magnesiumwerkstoffe werden wegen ihrer geringen Dichte auch im Leichtbau zunehmend eingesetzt. Nachteilig sind jedoch ihr stark negatives Standardelektrodenpotential und die mangelnde Stabilität ihrer Oxide. Bauteile aus Magnesiumwerkstoffen müssen daher durch zusätzliche Maßnahmen vor allem vor Korrosion geschützt werden. Bewährt hat sich das PEO-Verfahren. Durch starke anodische Polarisation in wässrigen Elektrolyten wird hierbei eine stabile oxidkeramische Schutzschicht erzeugt, wobei die genauen Mechanismen des Verfahrens für Magnesiumwerkstoffe bisher unzureichend erforscht sind. Frank Simchen hat im Rahmen seiner Studienabschlussarbeit durch systematische elektrochemische Untersuchungen in verschiedenen Elektrolyten unter Einsatz organischer Additive die Schichtbildung verfolgt und die Schichten bezüglich ihres Aufbaus, der mechanischen und vor allem korrosionstechnischen Eigenschaften untersucht. „Dabei hat Frank Simchen sein analytisches Talent gepaart mit experimentellem Geschick sehr gut anwenden und weiterentwickeln können“, sagt Prof. Dr. Thomas Lampke, Inhaber der Professur für Werkstoff- und Oberflächentechnik der TU. Nach Ansicht der Jury des Nachwuchsförderpreises habe Simchens Arbeit zu einem wesentlich erweiterten Verständnis zwischen den Wechselwirkungen der Prozessparameter, der Schichtbildung und der Schichteigenschaften geführt. Zudem würden die Untersuchungsergebnisse neue Einsatzmöglichkeiten der plasmaelektrolytischen Oxidation von Magnesiumwerkstoffen im Leichtbau eröffnen.

Prof. Lampke freut sich über den Erfolg seines Mitarbeiters: „Trotz starker Konkurrenz ist es innerhalb von vier Jahren bereits zum zweiten Mal gelungen, diese Auszeichnung für eine Forschungsarbeit aus dem wissenschaftlichen Nachwuchs der Professur für Werkstoff- und Oberflächentechnik zu erhalten.“ Dies unterstreiche auch die hohe Qualität des Maschinenbaustudiums an der TU Chemnitz.

Weitere Informationen erteilt Frank Simchen, Telefon 0371 531-30115, E-Mail frank.simchen@mb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
26.09.2016

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