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Ehrendoktorwürde für herausragenden Unternehmer

Am 21. März 2016 verleiht die Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz die Ehrendoktorwürde an Friedhelm Loh, Inhaber und Vorsitzender der Friedhelm Loh Group

Im Rahmen eines Akademischen Festakts verleiht die Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz am 21. März 2016 die Ehrendoktorwürde an Friedhelm Loh, Inhaber und Vorsitzender der Friedhelm Loh Group im hessischen Haiger sowie Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung des Schaltschrank- und Systemanbieters Rittal in Herborn. Das Engagement von Friedhelm Loh überspannt den Bereich von Wirtschaft über Wissenschaft bis hin zum öffentlichen Leben, was sich auch in seinen vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten widerspiegelt. So war der heute 69-Jährige bis 2014 Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und ist heute Ehrenpräsident des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), dem er ebenfalls bis 2014 als Präsident vorstand. Für seine erfolgreichen Innovationsleistungen verlieh das Deutsche Institut für Erfindungswesen (DIE) Friedhelm Loh 2010 die Dieselmedaille, die als Oscar der Erfinder gilt.

Friedhelm Loh übernahm 1974 die Geschäftsführung für die von seinem Vater 1961 gegründeten Firmen Rittal und Ritto und damit die Verantwortung für 200 Mitarbeiter. Seit 1989 ist er Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group. Heute beschäftigt das Familienunternehmen in 78 Tochtergesellschaften und 18 Produktionsstätten weltweit mehr als 11.500 Mitarbeiter und erreichte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von über 2,2 Milliarden Euro. Mit ca. 2.500 patentierten Entwicklungen ist der Global Player internationaler Markt- und Technologieführer in vielen Branchen.

„Die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Friedhelm Loh würdigt seine herausragenden Leistungen und besonderen Verdienste um die Wissenschaft und Technik – insbesondere auf dem Gebiet des Maschinen- und Anlagenbaus“, sagt Prof. Dr. Lothar Kroll, Dekan der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz. Er fügt hinzu: „Friedhelm Loh betrachtet in strategisch exzellenter Weise den Einsatz von Technik und Technologien. Dabei setzt er die erreichbare Zuverlässigkeit und Qualität sowie die entstehenden Kosten immer ganzheitlich in Verbindung mit der Umwelt, dem Lebensumfeld und der Verantwortung für Nachhaltigkeit. Durch seine hervorragende Expertise ist es ihm gelungen, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen nachhaltig zu stärken und damit einen Beitrag zum Wachstum, verbunden mit der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, zu leisten.“ Friedhelm Loh gelte als höchst anerkannte Persönlichkeit und fördere mit hoher Effizienz den interdisziplinären und praxisorientierten Wissens- und Technologietransfer zwischen Forschung und Wirtschaft.

Friedhelm Loh hat auch für den sächsischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort besondere Verdienste erworben. So ist die von Friedhelm Loh geführte Firma Rittal Mitglied im MTC Lightweight Structures e.V., ein parallel zum Bundesexzellenzcluster MERGE der TU Chemnitz gegründeter Verein, um den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sicherzustellen. Zudem ist es maßgeblich ihm zu verdanken, dass im Juni 2014 an der TU Chemnitz am Institut für Strukturleichtbau der Fakultät für Maschinenbau die Stiftungsprofessur Systemtechnik und Schaltmodule für die Dauer von sechs Jahren eingerichtet wurde. Diese Stiftungsprofessur beschäftigt sich einerseits mit Produktentwicklungen wie Kunststoffgehäusen, Oberflächentechnologien und Funktionsintegration und andererseits mit der Prozessentwicklung und der Systemtechnik wie neuartigen Bearbeitungsmaschinen, Robotik in Montage und Verdrahtung sowie durchgängigen Engineering-Konzepten. Damit unterstützt die Stiftungsprofessur die strategische Ausrichtung im Kompetenzfeld „Ressourceneffiziente Produktion und Leichtbau“ der TU Chemnitz.

Der Akademische Festakt findet ab 15 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße 90, Raum N115, statt. Nach der Begrüßung durch den Kommissarischen Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Andreas Schubert, folgen Grußworte von Frank Heinrich, Mitglied des Bundestages, von Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., sowie von Dr. Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. Die Festansprache hält Prof. Dr. Lothar Kroll, Dekan der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz. Anschließend spricht Prof. Dr. Stephan Holthaus, Rektor der Freien Theologischen Hochschule Gießen, in seinem Festvortrag zum Thema „Ora et labora, oder warum es sich lohnt, mit Werten in Führung zu gehen“. Hierin hebt er mit „bete und arbeite“ die beiden Pole der Arbeitsethik hervor, die Friedhelm Loh besonders auszeichnen. Die Laudatio hält Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Nach der akademischen Ehrung spricht der Laureat selbst. Die Veranstaltung wird musikalisch gestaltet vom Kammerorchester der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz.

Wichtiger Hinweis: Interessenten können an der Festveranstaltung am 21. März 2016 um 15 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße 90, Raum N115, gern teilnehmen. Um vorherige Anmeldung an event@tu-chemnitz.de wird gebeten.

Mario Steinebach
15.03.2016

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