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"Schicke Ideen"- Wettbewerb feierte zehnjähriges Jubiläum

Live-Jury und Publikum hatten am 20. April 2015 die Qual der Wahl, aus 48 innovativen und kreativen Bewerbungen von Vertretern aller südwestsächsischen Hochschulen die Preisträger zu küren

Bereits zum zehnten Mal suchte das Gründernetzwerk SAXEED an den vier südwestsächsischen Hochschulen innovative und kreative Ideen von Studierenden und Wissenschaftlern. An der Preisverleihung am 20. April 2015 in der Mensa auf dem Campus der TU Chemnitz nahmen 140 Gäste teil, die gemeinsam mit der Live-Jury die präsentierten Ideen bewerteten und die besten auswählten.

Gewinner in der Kategorie "Wissenschaftler" wurde das Team „Innostrukt 3D“ um Ingolf Leithoff, Peter Huster und Ronny Kubik von der Westsächsischen Hochschule in Zwickau. Sie überzeugten Jury und Publikum mit der Software "smarttrass“. Diese wurde speziell für die Planung von Verkehrs-, Energie- und Rohrleitungstrassen entwickelt und ermöglicht eine räumliche Planung mit 3D-Echtzeitdarstellung. Im Ergebnis werden Planungsverfahren deutlich beschleunigt, die Planungsqualität verbessert und Planung selbst deutlich anschaulicher. „Wir sind wirklich sehr überrascht, gerade weil die Konkurrenz so stark war. Ohne die Unterstützung von SAXEED hätten wir unsere Idee nicht so weit entwickeln können“, betonte Leithoff. Das Team kann sich über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro freuen. Gestiftet wurde der Preis vom Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS).

Den ersten Preis in der Kategorie "Studenten" gewann das Team „É-cole“ von der TU Bergakademie Freiberg. Nicole Müller und Korbinian Hohenadl gehören zu der studentischen Organisation Enactus, die sich insbesondere nachhaltigen Projekten widmet. Die vorgestellte Idee entwickelte sich aus einem Besuch an einer Schule im afrikanischen Benin. Vor Ort fiel auf, dass neben Strom an vielen Schulen auch Sanitäranlagen fehlen. Ziel des Projektes ist es, an einer Partnerschule in Benin sanitäre Anlagen zu installieren und diese mit einer einfach konzipierten Biogasanlage zu koppeln, um Strom zu erzeugen. Durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten soll sich das System selbst finanzieren. „Wir waren sehr beeindruckt von den anderen Präsentationen und freuen uns über den Gewinn. Unserer Partnerschule in Benin werden wir so schnell wie möglich davon berichten – die Freude wird sicherlich auch dort groß sein“, ist Hohenadl überzeugt. Der Preis ist ebenfalls mit 1.000 Euro dotiert und wurde von der Volksbank Chemnitz eG gestiftet.

Darüber hinaus vergab das Chemnitzer Unternehmen chemmedia AG im Rahmen des Wettbewerbs erneut einen Sonderpreis. Über ein mietfreies Start-up-Büro für ein Jahr im Chemnitzer Co-Working-Space "kabinettstueckchen" kann sich das Team „Naventik“ freuen. Das dreiköpfige Gründerteam setzt sich zusammen aus den zwei Wissenschaftlern Robin Streiter und Sven Bauer Professur Nachrichtentechnik der TU Chemnitz und Peter Kalinowski, der in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen arbeitet. Für die Automobilindustrie wollen sie eine Technologie zur sicheren Lokalisierung von Fahrzeugen entwickeln. Das System basiert auf Satellitennavigation – GPS und dem europäischen Galileo-System – und ist besonders vor dem Hintergrund der steigenden Automatisierung des Straßenverkehrs von großer Bedeutung. „Es war nicht einfach, unsere Idee in drei Minuten zu präsentieren, da es eine sehr komplexe Thematik ist. Wir freuen uns aber sehr über den Gewinn des Sonderpreises und werden uns im nächsten Schritt auf die Akquise von Partnern für unser Forschungsvorhaben konzentrieren“, so Streiter. Das Team war zudem auch in der Kategorie "Wissenschaftler" als Finalist nominiert und gewann im Finale mit Platz drei 100 Euro Preisgeld.

Den 2. Platz in der Kategorie "Studenten" und 500 Euro Preisgeld, gestiftet vom Technologie Centrum Chemnitz, erhielt der Chemnitzer Student Titus Theiß. Mit seiner Idee „HYLASTIX – On-Site-Cloud“ möchte er mittelständischen Unternehmen schlüsselfertige und maßgeschneiderte IT-Komplettlösungen zur On-Site-Virtualisierung zur Verfügung stellen. Die Idee entstand bereits 2012, seit 2013 existiert ein funktionstüchtiger Prototyp. „Ich werde mein Projekt nun weiterentwickeln und mich mit Unterstützung von SAXEED um ein EXIST-Gründerstipendium bewerben“, so der glückliche Gewinner.

Mit der Einreichung „brinkovation“ konnten Jennifer Brade und Sven Winkler überzeugen. Beide studieren ebenfalls an der TU Chemnitz und haben sich Gedanken zu einem Fahrassistenzsystem für PKW-Türen gemacht. „Wir stehen mit unserer Idee noch ganz am Anfang und freuen uns natürlich umso mehr, dass unser Konzept bei der Jury Gefallen gefunden hat. Das motiviert uns, weiter an der Idee zu arbeiten. Also nächstes werden wir ein Gebrauchsmuster und einen Prototyp herstellen“, so Brade. Beide können sich über 300 Euro Preisgeld freuen.

„PARFORCE“ heißt die Idee, die es auf Platz zwei unter den wissenschaftlichen Einreichungen geschafft hat. Mit der in Freiberg entwickelten PARFORCE-Technologie zeichnet sich eine Trendwende im Bereich der Phosphatgewinnung aus primären und sekundären Phosphatquellen ab. Es handelt sich um ein vollintegriertes Zero-Waste-Verfahren, das für verschiedenste phosphathaltige Primär- und Sekundärrohstoffe einsetzbar ist und ohne Abfall zu marktetablierten Produkten führt. Der zweite Platz ist mit 100 Euro dotiert.

Stichwort: Wettbewerb "Schicke Ideen"

Das Gründernetzwerk SAXEED der südwestsächsischen Hochschulen macht es sich mit dem Wettbewerb "Schicke Ideen" zur Aufgabe, unter allen Einsendungen die innovativsten Geschäftsideen zu finden. Zur Teilnahme aufgerufen waren alle Studenten, Mitarbeiter und Professoren der vier SAXEED-Standorte: TU Chemnitz, TU Bergakademie Freiberg, Hochschule Mittweida sowie Westsächsische Hochschule Zwickau. Ganz egal, ob verrückt, gewagt oder völlig normal – in einem zwei- bis fünfseitigen überzeugenden Konzept sollte die Idee dargestellt werden. Nicht auf einen detaillierten Businessplan, sondern vielmehr auf eine kurze Beschreibung des zu erwartenden Kundennutzens, der Marktsituation, des geschätzten Marktpotenzials sowie den ersten Vorstellungen zur Umsetzung kam es dabei an.

Insgesamt wurden in diesem Wettbewerbsjahr 48 innovative und kreative Bewerbungen aus unterschiedlichen Bereichen wie Software und IT, Automobil, Nachhaltige Produktion, Gesundheitswesen und Freizeit eingereicht. Über 30 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft/Banken und Existenzgründerförderung bewerteten die Ideen in den vergangenen Wochen. Dabei kristallisierten sich acht Finalisten aus den Jurybewertungen heraus. Diese präsentierten im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 20. April 2015 ihre Geschäftsidee in einem dreiminütigen Pitch. Sowohl das Publikum als auch eine Live-Jury bestehend aus sieben Experten entschieden auf Basis der Kurzpräsentationen über Sieger und Platzierte.

Weitere Informationen inklusive Fotos von der Veranstaltung: http://www.saxeed.net

Kontakt: Jana Mitschke, Telefon 0371 531-19998, E-Mail jana.mitschke@saxeed.net.

(Autorin: Jana Mitschke)

Mario Steinebach
22.04.2015

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