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Am 12. November 2014 widmet sich eine Fachtagung dem Thema „Gesund älter werden im Arbeitsprozess“ – Mit dabei ist ein an der TU Chemnitz entwickelter Alterssimulationsanzug

  • Um Jahre gealtert: Studentin Julia Eberlein erprobt den Alterssimulationsanzug MAX in der Laborarbeit. Foto: Wolfgang Thieme

Es gilt als ein gesellschaftliches Symptom des demografischen Wandels: Die Menschen werden älter und arbeiten länger. Was bleibt, ist die Frage nach einer altersgerechten Arbeitsumgebung, die sich mit uns entwickelt. Um dem nachzugehen, findet am 12. November 2014 eine Fachtagung im Sächsischen Industriemuseum in Chemnitz statt. Unter dem Titel „Gesund älter werden im Arbeitsprozess – Ergonomie im Betrieb“ sind Fachleute eingeladen, sich über Aktuelles aus Forschung und Praxis zu informieren. Dabei werden sowohl Experten aus der Wissenschaft, als auch betriebliche Praktiker zum Thema Ergonomie in der Arbeitsgestaltung zu Wort kommen. Sie präsentieren aktuelle Erkenntnisse aus Neurowissenschaft und Entwicklungspsychologie gleichauf mit den eigenen Erfahrungen aus den Unternehmen. Ein fester Bestandteil des Tagungsprogramms sind Diskussionen, um den Diskurs weiter zu schärfen.

Um die möglichen Einschränkungen im Alter greifbarer zu machen, erwartet die Fachbesucher ein besonderer Höhepunkt. Mit Hilfe des an der TU Chemnitz konstruierten Alterssimulationsanzuges MAX ist es möglich, die sich verändernden Fähigkeiten älterer Menschen zu simulieren. Grundlage dafür sind über 200 wissenschaftliche Studien aus Medizin, Gerontologie sowie den Sport- und Arbeitswissenschaften. Damit wurde es möglich, in drei unterschiedlichen Beeinträchtigungsgraden Einschränkungen des Seh-, Hör- und Tastsinns sowie des muskulären Kraftverhältnisses und Bewegungsapparates nachzuempfinden. Ziel ist es, die Bedürfnisse der älteren Generation „am eigenen Leib“ zu erfahren und mit diesem erweiterten Sichtfeld, neue Ideen für einen altersgerechten Arbeitsplatz zu entwickeln.

Vorgestellt wird diese Innovation in einem Vortrag von Prof. Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann, die die Professur für Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der TU Chemnitz leitet, an der einst in Kooperation mit dem Volkswagen-Konzern der Anzug entwickelt wurde. Dabei geht es nicht nur um dessen Entwicklung und Einsatzmöglichkeiten, sondern auch um die allgemeinen Facetten des Alterns, die wissenschaftlich fundierte Simulation von Alter und die Bewertung und Gestaltung alters- und alternsgerechter Arbeitsplätze. „Gesunde Arbeit bis zur Rente. Diese menschlich wie ökonomisch zu ermöglichen, muss das Ziel von Arbeitsgestaltung sein“, fasst die Professorin zusammen. Für Besucher bleibt in der Mittagspause Zeit, den Anzug selbst zu testen.

Fachleute und Interessierte können sich noch bis zum 30. Oktober 2014 für die Fachtagung anmelden.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular unter: http://www.arbeitsschutz.sachsen.de/download/Einladung_und_Anmeldung.pdf

(Autor: Andy Schäfer)

Katharina Thehos
21.10.2014

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