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Habilitation mit Auszeichnung

Dr.-Ing. habil. Verena Kräusel erhielt den 2. Preis der Stiftung Industrieforschung in Königswinter

Anlässlich des Petersberger Industriedialogs 2014 wurden drei Wissenschaftler für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet. Dr. Verena Kräusel, Abteilungsleiterin an der Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, errang mit ihrer Habilitationsschrift den 2. Preis. Ihre Habilitation entstand in enger Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU.

Die „Stiftung zur Förderung der Forschung für die gewerbliche Wirtschaft“, kurz auch unter dem Namen „Stiftung Industrieforschung“ bekannt, besteht bereits seit 1974 und hat es sich laut ihrer Satzung zur Aufgabe gemacht „die Forschung auf den die gewerbliche Wirtschaft, namentlich die kleinen und mittleren Unternehmen, besonders interessierenden Gebieten der Betriebswirtschaft, der Organisation und der Technik zu fördern“.

Die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Kräusel mit dem Titel „Gestaltung und Bewertung einhubiger Scherschneidverfahren mit starren Werkzeugen unter besonderer Berücksichtigung der Schnittflächenqualität an Blechbauteilen“ gibt einen Überblick über die vielfältigen Anwendungen des Scherschneidens. Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal ist die erstmalige Untersuchung zur Quantifizierung einer Druckspannungsüberlagerung beim Genauschneiden. Im Rahmen der sechsjährigen Arbeit entwickelte Dr. Kräusel eine neuartige Technologievariante zum Genauschneiden mit definiert einstellbarer, radial wirkender Vorspannung, die sich auf konventionellen Umformmaschinen mit relativ einfacher Werkzeugtechnik anwenden lässt. Dadurch ergibt sich eine große Praxisrelevanz für kleine und mittelständische Unternehmen, insbesondere für die Automobilzulieferindustrie.

Jährlich werden bis zu drei wissenschaftliche Arbeiten von der Stiftung ausgezeichnet, darunter Diplomarbeiten, Dissertationen, Habilitationsschriften sowie sonstige wissenschaftliche Veröffentlichungen. Insgesamt stehen der Stiftung dafür 15.000 Euro Prämie zur Verfügung. Die Jury der Stiftung Industrieforschung hat von insgesamt 34 eingegangenen Bewerbungen Dr. Kräusel den mit 5.000 Euro ausgestatteten 2. Preis für wissenschaftliche Arbeiten des Jahres 2013 zuerkannt.

Zur Person: Dr. Verena Kräusel

Verena Kräusel wurde am 9. April 1964 in Riesa geboren und absolvierte ihr Studium an der TH Karl-Marx-Stadt (heute TU Chemnitz) in der Fachrichtung Fertigungsprozessgestaltung mit der Vertiefungsrichtung Informationsverarbeitung. Anschließend war sie für vier Jahre als Forschungsstudentin am Lehrstuhl Umformtechnik tätig. 1994 wurde sie zum Thema “Entwicklung eines wissensbasierten Systems für das Metalldrücken” promoviert. Nach einer achtjährigen Berufspraxis als Vertriebsingenieurin in der CADsys GmbH in Chemnitz fand Dr. Kräusel im Mai 2000 ihren Weg zurück in die Forschung und arbeitete zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Blechbearbeitung am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, später als Leiterin dieser Abteilung. In dieser Zeit entstand auch größtenteils die Habilitationsschrift, die sie im Mai 2013 erfolgreich verteidigte. Im März 2014 übernahm sie die Leitung der Lehr- und Forschungsabteilung Umformen an der Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik der Fakultät für Maschinenbau, nachdem sie zuvor seit 2012 bereits im Rahmen ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin die stellvertretende Leitung der Abteilung inne hatte.

Kontakt: Dr. Verena Kräusel, Telefon 0371 531-32195, E-Mail verena.kraeusel@mb.tu-chemnitz.de

(Autorin: Beatrix Behrendt)

Katharina Thehos
03.07.2014

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