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  • Arthur Schnitzler (1862 - 1931) war ein österreichischer Erzähler und Dramatiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne. Foto: Ferdinand Schmutzer (Quelle: commons.wikimedia.org)
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"Wien 1914"

Die Sprachdozenten Eske Bockelmann und Burkhard Müller von der TU Chemnitz setzen ihre beliebte Lesereihe fort - am 25. November wird der Autor und Mediziner Arthur Schnitzler präsentiert

17 Jahre haben die Dozenten für Latein Dr. Eske Bockelmann und Burkhard Müller das studentische und bürgerliche Publikum mit ihrer kostenfreien Lesereihe in Chemnitz gut unterhalten. In diesem Winterhalbjahr bieten die beiden eine neue Reihe an: "Wien 1914". Es ist die Zeit unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg. Innerhalb weniger Wochen wird sich alles auf der Welt ändern, aber das kann in diesen schönen Sommertagen noch niemand wissen.

Vier Autoren haben diesmal "ihren Auftritt". Bereits am 4. November 2013 war Heimito von Doderer mit seinem Roman "Die Strudlhofstiege" dran, einer Heimatkunde der Stadt Wien und ihrer Bewohner vor und nach dem Krieg. Am 25. November wird Arthur Schnitzler von den beiden Philologen Bockelmann und Müller präsentiert. Schnitzler war Mediziner und wichtigster Autor des "Jungen Wien", in dessen Novellen und Dramen Wiener Vorort-Schönheiten, ehrbewusste Offiziere und unglückliche Lebemänner die Hauptrolle spielen und die zugleich verzweifelte und heitere Atmosphäre der alten Kaiserresidenz erstehen lassen.

Am 16. Dezember folgt der Wiener Satiriker Karl Kraus, der in den 37 Jahrgängen seiner Zeitschrift "Die Fackel" ein Panorama seiner Stadt und seines Zeitalters entwarf. Den Ersten Weltkrieg erlebte er als die "Letzten Tage der Menschheit" - so heißt auch das riesenhafte Drama mit Tausenden von Akteuren, in dem er die Erfahrung dieses Zivilisationsbruchs darstellt. Den Abschluss bildet am 20. Januar 2014 Robert Musil mit seinem Hauptwerk, dem Fragment gebliebenen Roman "Der Mann ohne Eigenschaften", einer Art ironischer Enzyklopädie aller geistigen und kulturellen Strömungen der Epoche - und wo hätte er sie besser studieren können als in Wien?

Alle Lesungen der beiden Literaturliebhaber aus der TU Chemnitz finden jeweils an einem Montagabend um 20 Uhr im "Weltecho", Annaberger Straße 24, statt. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen erteilt Burkhard Müller, Telefon 0371 531-31163, E-Mail burkhard.mueller@sz.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
19.11.2013

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