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Verflechtungen und Transfers

Kopenhagener Konferenz unter Chemnitzer Beteiligung thematisiert vom 15. bis 17. Mai 2013 transnationale Perspektiven auf Deutschland nach 1945

  • Gastgeber der Tagung ist die Universität Kopenhagen. Foto: Wikimedia Commons user Rasmus81

Das Schlagwort von der Globalisierung ist seit den 1990er-Jahren in aller Munde. Damit verbundene ökonomische und gesellschaftliche Tendenzen haben auch Anstöße für die Etablierung transnationaler Untersuchungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften gegeben. Diese außerhalb der Wissenschaft liegenden, zeitdiagnostischen Impulse haben mit dazu beigetragen, für Fragen des Kulturtransfers und Kulturkontakts sowie für Zusammenhänge, Wandlungen und Verschmelzungen des "Eigenen" und des "Fremden" zu sensibilisieren. Vertreter der "area studies" und der "postcolonial studies", der Anthropologie und Ethnologie spielten eine Vorreiterrolle. Politikwissenschaft und Zeitgeschichte beschäftigen sich ebenfalls seit einer Weile mit Fragen des Ideen-, Kultur- und Wissenstransfers über die nationalstaatlichen Grenzen hinweg.

Leitthesen zu ideellen, kulturellen, wirtschaftlichen und politisch-gesellschaftlichen Verflechtungen wie "Amerikanisierung”, "Westernisierung”, "Modernisierung” oder "Europäisierung” werden vom 15. bis 17. Mai 2013 auf einer internationalen Konferenz über "Zeitgeschichte transnational. Deutschland nach 1945” in Kopenhagen kritisch erörtert. Außer solch konzeptionell-theoretischen Fragen geraten dort auch Probleme der Periodisierung unter transnationalen Gesichtspunkten sowie die Themenfelder "Globales Engagement", "Lebensstile und Konsummuster", "Medien und Populärkultur" und "Erinnerungskultur" in den Blick. Die Tagung strebt keine neue transnationale Meistererzählung an, will aber da, wo es angebracht erscheint, einen Beitrag zu einer "entprovinzialisierten” Geschichtssicht leisten.

Beteiligt sind führende Wissenschaftler aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Österreich und den Niederlanden. Die Tagung findet in der "Royal Danish Academy of Sciences and Letters” statt und wird vom deutschen Botschafter in Dänemark eröffnet. Mitveranstalter ist mit Alexander Gallus ein Chemnitzer Dozent. Der Inhaber der Juniorprofessur Zeitgeschichte/Geschichte des politischen Denkens an der Universität Rostock vertritt derzeit die Professur für Politische Theorie und politische Ideengeschichte an der TU Chemnitz. Gemeinsam mit zwei Kollegen der Universitäten Hamburg und Kopenhagen hat er das internationale Symposion organisiert. Finanzielle Unterstützung erhalten sie dafür von der Fritz Thyssen Stiftung.

Mehr Informationen zu der Tagung sind auf der Seite des "Centre for Modern European Studies” der Universität Kopenhagen zu finden: http://cemes.ku.dk/kalender/zeitgeschichte-transnational.-deutschland-nach-1945. Auskünfte gibt es auch über die Professur Politische Theorie und Ideengeschichte: E-Mail theorie@phil.tu-chemnitz.de oder Telefon 0371 531-27710

(Autor: Dr. Frank Schale)

Katharina Thehos
30.04.2013

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