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Grenzerfahrungen bei Deutschlands längstem Staffellauf

4.000 Kilometer in 16 Tagen: Am 5. September 2012 startet die Chemnitzer Lauf-KulTour zum sechsten Mal zur Umrundung Deutschlands - Leistungscheck im Sportforum

  • In regelmäßigen Abständen wurde der Puls der Läufer gemessen sowie Blut am Ohrläppchen entnommen, um dieses später im Labor auf seine Laktatkonzentration zu überprüfen. Im Bild: Studentin Tina Drechel vom Projektteam der Professur Sportmedizin/-biologie der TU Chemnitz nimmt dem Läufer Arun Sony Blut ab. Der aus Indien stammende junge Mann möchte auch gern am Staffellauf teilnehmen. Foto: Christian Schenk
  • Beim Leistungscheck in der Leichtathletik-Mehrzweckhalle des Sportforums Chemnitz mussten die Läufer auf zunehmenden Geschwindigkeitsstufen viele Runden absolvieren. Dabei wurde permanent die Herzfrequenz gemessen. Foto: Christian Schenk
  • Die Blutentnahme wurde von den Projektmitarbeitern der Professur Sportmedizin/-biologie regelmäßig wiederholt. Foto: Christian Schenk
  • Alle Proben wurden beschriftet und werden später im Labor untersucht. Foto: Christian Schenk

Sie stehen schon fast in den Startlöchern: Am 5. September 2012 schnüren in Chemnitz die 20 Teilnehmer des Vereins Lauf-KulTour ihre Sportschuhe und machen sich auf den Weg rund um Deutschland. Bereits zum sechsten Mal wollen zwölf Studierende der Technischen Universität Chemnitz laufend die Bundesrepublik umrunden. Gemeinsam mit ihren acht Radbegleitern legen sie dabei eine Strecke von 4.000 Kilometern in 16 Tagen zurück. Dabei sammeln sie, gefördert von Sponsoren wie der Stadt Chemnitz, dem Studentenwerk Chemnitz-Zwickau, dem Studentenrat der TU und dem Unternehmen Sigma Germany, Geld für karitative Zwecke. In diesem Jahr unterstützen sie die UNICEF-Kampagne "Schulen für Afrika".

Gelaufen wird im Wechselsystem, das Tag und Nacht rotiert, sodass jeder Läufer alle elf Stunden für eine Stunde im Einsatz ist. Dieser nach Angaben von Lauf-KulTour längste Nonstop-Staffellauf Deutschlands führt im Uhrzeigersinn in der Nähe der Grenze um die Republik. Nach dem Start in Chemnitz kommen die Studierenden zuerst über das Vogtland in den Bayrischen Wald, dann westwärts über die Alpen und anschließend entlang des Rheins ins Ruhrgebiet. Weiter Richtung Norden erlaufen sie die Nordseeküste, passieren Bremen, Hamburg und die Ostsee, um anschließend den Rückweg entlang der Oder-Neiße-Grenze über das Zittauer Gebirge anzutreten.

Ziel der UNICEF-Kampagne "Schulen für Afrika" ist es, 13 Millionen Kindern in elf Ländern des Kontinents Bildung und damit eine bessere Zukunft zu ermöglichen. UNICEF fördert hierzu den Bau von Schulen und Sanitäranlagen, bildet Lehrer aus und stellt Möbel und Schulmaterial bereit. Für jeden, der die Läufer ein Stück des Weges begleitet, fließt ein Euro an UNICEF. Dabei spielt die zurückgelegte Distanz keine Rolle. "Per GPS werden die Positionen der Läufer auf der Homepage der Lauf-KulTour aktualisiert, sodass man unseren Weg durch 150 Städte mitverfolgen kann", sagt Sebastian Ködel, Projektkoordinator von Lauf-KulTour. "Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen unseren Lauf verfolgen und an die Strecke kommen, wenn wir ihren Heimatort durchqueren. Unser Projekt bietet jedem die Möglichkeit, laufend Gutes zu tun", erklärt der Physik-Student.

Entlang der Strecke werden die Lauf-KulTouristen nicht nur Spenden sammeln und auf den Einsatz von UNICEF in Afrika aufmerksam machen, sondern auch für die Stadt Chemnitz und die Technische Universität die Werbetrommel rühren. "Die Lauf-KulTour regt jedes Jahr an, Gutes zu tun. Gutes für sich selbst, indem man Sport treibt. Gutes für andere durch Spenden und Öffentlichkeit für soziale Projekte. In immer mehr Ecken Deutschlands ist die Lauf-KulTour bekannt. Als Botschafter einer aufgeschlossenen und aktiven Wissenschaftsstadt Chemnitz betreiben die Studentinnen und Studenten mit ihrem Engagement Stadtmarketing im besten Sinne. Ich bin sehr froh, dass Chemnitz Ausgangs- und Zielpunkt dieser einzigartigen Deutschland-Reise ist. Ich wünsche den Sportlerinnen und Sportlern sowie ihren Begleiterinnen und Begleitern viele schöne Begegnungen und Momente auf ihrer Tour. Aber vor allem wünsche ich ihnen ganz viele Mitläufer, die sich von dieser großartigen Idee begeistern lassen", sagt Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.

Damit die Teilnehmer optimal auf die großen körperlichen Anforderungen des Laufs vorbereitet sind, wird seit April intensiv trainiert. Anfang August stand ein dreitägiges Simulationstraining unter realen Bedingungen auf dem Programm. Damit dem Start nichts mehr im Weg steht, folgte am 14. August ab 10 Uhr in der Leichtathletikhalle des Sportforums Chemnitz die finale Leistungsdiagnostik. Die Läufer wurden in zwei Phasen von Sportmedizinern der TU Chemnitz untersucht. Zuerst analysierten die Wissenschaftler körperliche Parameter wie Größe, Gewicht und den Body Mass Index der Athleten. Außerdem wurde mittels einer bioelektrischen Impedanzanlyse (BIA) unter anderem der Muskel- und Fettanteil der Sportler ermittelt und ein Elektrokardiogramm (EKG) des Herzens angefertigt. Diese Ergebnisse können dann mit den Werten der ersten Untersuchung im Mai verglichen werden. Im zweiten Abschnitt wurde die Ausdauerfähigkeit der Sportler im Praxistest beobachtet. Hierfür liefen sie mit wachsender Geschwindigkeit Runden im Sportforum. "Auf die Ergebnisse sind wir sehr gespannt", sagt Ködel und ergänzt: "Nach diesen Tests wird das finale Team für die Lauf-KulTour 2012 zusammengestellt."

Aktuelle Informationen zur Lauf-KulTour 2012 sowie Live-Verfolgung aller Sportler per Racemap nach dem Start: http://www.lauf-kultour.de

Koordination und Pressekontakt: Sebastian Ködel, Telefon 0178 1615350, E-Mail sebastian.koedel@googlemail.com

Aktuelle Informationen zur UNICEF-Kampagne "Schulen für Afrika": http://www.schulenfuerafrika.de

(Autorin: Florentina Liefeith, Praktikantin in der Pressestelle)

Mario Steinebach
14.08.2012

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