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Junge Mathematiker auf Erfolgskurs

Kooperation der TU Chemnitz und des Johannes-Kepler-Gymnasiums zahlt sich aus - Silbermedaillen der Mitteleuropäischen Mathematikolympiade gehen an von der TU betreute Schüler

Mathematik - es gibt Schüler, die können von der ältesten Wissenschaft gar nicht genug bekommen. Alexander Thomas, Florian Gräßler und Christoph Standke vom Chemnitzer Johannes-Kepler-Gymnasium stellten die Hälfte der deutschen Mannschaft bei der 4. Mitteleuropäischen Mathematikolympiade (MeMO), die im slowakischen Streèno stattfand. Mit insgesamt 90 Punkten holten die Schüler der zwölften Klasse mit ihrem Team Silber. Auch in der Einzelwertung konnten sich Alexander Thomas mit insgesamt 19 Punkten, Florian Gräßler mit 18 und Christoph Standke mit 17 Punkten über Silbermedaillen freuen. "Die drei Schüler haben sich den Erfolg hart erarbeitet", weiß Dr. Frank Göring, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Algorithmische und Diskrete Mathematik. Sie erhielten in Vorbereitung auf die Mitteleuropäische Mathematikolympiade eine Förderung an der TU. Dr. Frank Göring half den Schülern ein Mal pro Woche im Umfang von zwei Übungsstunden, sich auf den Wettbewerb adäquat vorzubereiten. Das Johannes-Kepler-Gymnasium und die TU Chemnitz haben seit 1995 einen Kooperationsvertrag. Beide Institutionen haben es sich zum Ziel gesetzt, begabte Schüler auf den Gebieten Mathematik, Informatik sowie Natur- und Technikwissenschaften gezielt zu fördern und an ein Studium auf diesem Gebiet heranzuführen.

"Es gab zwei voneinander unabhängige Klausuren: zum einen die Individualklausur und zum anderen die Teamklausur", erklärt Alexander Thomas den Ablauf der MeMO und fügt hinzu: "Bei ersterer hatten wir vier anspruchsvolle Aufgaben in fünf Stunden zu lösen. Dieses Jahr waren sie besonders schwer, so dass man bereits bei drei gelösten Aufgaben eine Goldmedaille bekam. Die Aufgaben waren aus den Bereichen Funktionalgleichungen, Spieltheorie, Geometrie und Zahlentheorie. Bei der Teamklausur hatte man acht sehr anspruchsvolle Aufgaben ebenfalls in fünf Stunden zu lösen. Dabei gab es je zwei Aufgaben aus den Gebieten Algebra, Kombinatorik, Geometrie und Zahlentheorie."

Doch neben all den mathematischen Herausforderungen kamen auch Freizeitaktivitäten, um Land und Leute kennen zu lernen, nicht zu kurz: "Neben der MeMO waren die Ausflüge ein besonderes Highlight", so Alexander Thomas. Ein Ausflug zur Burg Streèno, eine Floßfahrt, bei der man die Berglandschaft vom Tal aus bestaunen konnte, und ein Tagesausflug zum 1.709 Meter hohen Krivánska Fatra machten den Kopf der Olympioniken wieder frei für die nächste mathematische Herausforderung.

"Nun wird es darum gehen, ob die Schüler sich auch für die große Schwester der Mitteleuropäischen Mathematikolympiade, die Internationale Mathematikolympiade, als deutsche Starter qualifizieren können. Das Zeug dazu, für Deutschland Medaillen zu holen, haben sie allemal, aber wieder gibt es nur sechs Startplätze und die Konkurrenz ist nicht zu verachten. Vor diesem Hintergrund ist die Teilnahme und das gute Abschneiden bei der MeMo sicher eine gute Empfehlung", weiß Göring. Auch nach der Olympiade bleiben die drei Kepler-Gymnasiasten der Mathematik treu: Alexander Thomas und Christoph Standke schreiben ihre Besondere Lernleistung (BeLL) über das Thema "Voderbergartige Parkettierungen der Ebene". Sie werden von Dr. Frank Göring außerschulisch betreut. Und Florian Gräßler wird bei seiner BeLL von Matthias Warkentin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Lineare Algebra/Analytische Geometrie I der TU, unterstützt.

(Autorin: Anett Stromer)

Katharina Thehos
27.09.2010

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