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Sommerschule der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik begeisterte Schüler mit spannenden und praxisorientieren Einblicken in das Studium an der TU Chemnitz

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An verschiedenen Stationen erhielten die Schüler theoretische und praktische Einblicke ins Studium der Elektrotechnik und Informationstechnik. Fotos: Christian Schenk

Sommerferien, eine dauerlachende Sonne und 28 Grad Celsius im Schatten - das schreit geradezu nach einem Ausflug zum See oder einem großen Eis im Café des Vertrauens. Trotz Bilderbuchwetters lockte die Sommerschule der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik am 29. und 30. Juni 2010 technikbegeisterte Schüler an die Technische Universität Chemnitz. Hier konnten sie verschiedene Bereiche der Elektro- und Informationstechnik hautnah erleben, viel experimentieren, programmieren, staunen und Fragen stellen. Auch eine Führung über den Campus sowie Gespräche mit Studierenden und Professoren boten den Gymnasiasten vielfältige Einblicke in das Studium an der TU.

Christoph Eikemeier war extra aus Thüringen angereist, um die Sommerschule ETIT zu besuchen. "Wir hatten in der Schule einen Aushang über die Sommerschule und da ich mir die TU Chemnitz mal als möglichen Studienort ansehen wollte, hat sich das angeboten, hier in den Studienalltag reinzuschauen und auch mal mit Studenten zu reden", so der angehende Zwölftklässler. Daneben ist der Schüler für die vermittelten Informationen zum Elektrotechnik-Studium dankbar: "Ich fand es gut, dass es hier einen praxisnahen Einblick in die Aufgabengebiete gab und auch mit vielen Vorträgen dafür gesorgt wurde, dass man sich unter dem Beruf des ET-Ingenieurs etwas vorstellen kann."

Auch Maximilian Dähn vom Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium Chemnitz hat sich trotz schönsten Sommerwetters an die Uni begeben und seine Entscheidung nicht bereut: "Man bekommt mal einen anderen Einblick in das Studium als bei einem Besuch mit der Schulklasse, kann neue Kontakte knüpfen, Leute kennen lernen und sich Unterstützung für Besondere Lernleistungen oder Projektarbeiten suchen, die man in der Schule machen muss. Außerdem hat man eine Ferienbeschäftigung und macht mal etwas Sinnvolles." Der Gymnasiast kann sich gut vorstellen, auch nach dem Abitur in Chemnitz zu bleiben: "Ich finde die Stadt eigentlich ganz schön, besser als so eine große Stadt wie Berlin. Es ist doch ein bisschen ruhiger. Hektische Großstädte mag ich nicht so."

"Was mich besonders begeistert hat, ist der Umgang untereinander. Das hat sich sehr familiär angefühlt. Es war auch keine Distanz zwischen Studenten und Professoren zu spüren", schwärmt Raphael Püschmann. Der Schüler des Lessing-Gymnasiums Hohenstein-Ernstthal war gemeinsam mit Mitschüler Marcus Schubert an die TU gekommen und fand sein Interessengebiet sehr gut abgedeckt. "Wir haben ja beide Mathe und Physik als Leistungskurse. Daher ist Elektrotechnik und Informationstechnik sicher etwas, was wir später mal machen werden", erklärt der Zwölftklässler und fügt hinzu: "Das absolute Highlight war für mich die Station mit der Hochspannung, wo es ordentlich funkt und knallt. Dort haben wir einen Teil von einem Praktikum gemacht, Messwerte ermittelt und ins Diagramm eingetragen. Das hatte schon einen professionellen Charakter, sodass man eine gute Vorstellung hatte, wie das dann im Studium abläuft." Und noch einen weiteren wichtigen Aspekt des Unilebens hat der Schüler genossen: "Ich fand es auch ziemlich interessant, in der Mensa mitzuessen. Man war mal mitten drin im Gewühle. Und geschmeckt hat es auch."

Der mit Abstand jüngste Teilnehmer der Sommerschule ETIT war Markus Schwalbe vom Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium Chemnitz. "Ich hatte in der Zeitung von der Sommerschule gelesen und habe gedacht: ‚Gut, du interessierst dich zwar für Bio, aber Technik ist eigentlich auch ganz interessant. Da kannst du ja mal hingehen‘", berichtet der Achtklässler. Auch er war vor allem vom Besuch des Hochspannungslabors beeindruckt und sein Lieblingsfach Biologie hat nach zwei Tagen voller elektro- und informationstechnischer Erlebnisse ernstzunehmende Konkurrenz bekommen.

Sebastian Kupferschmied hat sein Abi dagegen schon in der Tasche. Ihm wurde die Teilnahme an der Sommerschule im Rahmen seines Praktikums bei der Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH angeboten - ein Angebot, das er gerne annahm. "Mir hat der Praxisteil besonders gefallen, das viele Basteln. Das meiste Gebastelte durften wir auch behalten", erzählt der ehemalige Schüler des Georgius-Agricola-Gymnasiums Chemnitz. Um ein Studium an der TU will er sich nun auf jeden Fall bewerben, auch wenn seine endgültige Entscheidung zur Studiengangwahl noch nicht gefallen ist. "Mich interessiert auf jeden Fall die Ingenieur-Richtung, wo man ein bisschen bastelt, wo man etwas in den Händen hat und nicht nur den ganzen Tag im Büro sitzt. Welcher Studiengang es dann genau wird, muss ich noch sehen."

Die Sommerschule ETIT fand auch weiblichen Zuspruch. Stephanie Gutierrez Ramos vom Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft II Chemnitz treibt sich schon des Öfteren in der Bibliothek der TU Chemnitz herum und ist dort auf den Flyer der Veranstaltung gestoßen. Neben dem Wunsch, das Universitätsleben mal hautnah mitzuerleben, führte sie vor allem ihre Begeisterung für Technik zur Sommerschule: "Darauf gebracht hat mich mein Physiklehrer. Er bringt das alles so gut rüber und es macht auch sehr viel Spaß."

Tom Berner vom Carl-von-Bach-Gymnasium Stollberg hegt bereits seit längerem den Wunsch, Elektrotechnik zu studieren. Mit seinen Freunden David Lange und Markus Kehbel im Schlepptau besuchte auch er die Sommerschule: "Wir wollten uns über einen technischen Studiengang informieren und da war die Veranstaltung eine sehr gute Gelegenheit." Auch die Mitschüler ließen sich schnell von der Begeisterung für die Elektro- und Informationstechnik anstecken. "Ich wusste gar nicht, dass das Studium so vielseitig ist", erklärt Markus Kehbel und fügt hinzu: "Ich mochte vor allem das Praktische sehr. Bei der Bildverarbeitung hat mir besonders gut gefallen, dass wir dort von einem ehemaligen Studenten betreut wurden. Dadurch haben wir auch generell über das Studium sprechen können." Als einzigen Kritikpunkt bringen die Schüler den Zeitdruck an. Gern hätten sie sich noch länger und intensiver mit den elektro- und informationstechnischen Themen beschäftigt. "Vielleicht sollte man die Veranstaltung beim nächsten Mal lieber über drei Tage ausdehnen", schlägt Tom Berner vor.

Auch Prof. Dr. Olfa Kanoun, Prodekanin der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, zieht ein positives Resümee: "Ich bin bei den Stationen vorbeigegangen und da habe ich die Begeisterung von beiden Seiten gespürt. Ich habe gesehen, wie die Schüler alle gut mitgemacht und das Programm voll erlebt haben. Das fand ich besonders schön und das motiviert uns noch mehr, die Türen für unsere Schüler aus der Umgebung zu öffnen." Für die nächste Veranstaltung soll das Angebot noch erweitert werden. In den Winterferien 2011 können sich die Schüler außerdem auf die erste Winterschule ETIT freuen. Die Fakultät will die Zusammenarbeit mit den Schulen noch mehr intensivieren und auf die Studienangebote der TU Chemnitz aktiv aufmerksam machen.

Kontakt: Prof. Dr. Olfa Kanoun, Telefon 0371 531-36931, E-Mail olfa.kanoun@etit.tu-chemnitz.de

(Autorin: Anett Michael)

Katharina Thehos
05.07.2010

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