Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
TUCaktuell
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 
TUCaktuell Forschung

Autonomie garantiert Sicherheit

CeBIT 2010: Chemnitzer Informatiker stellen auf der Messe in Hannover Programm vor, das in komplexen IT-Strukturen zwischen verteilten Anwendungen vermittelt

*

Alexej Schepeljanski von der Professur Betriebssysteme an der TU Chemnitz zeigt den Demonstrator, der auf der CeBIT in Hannover vorgestellt wird. Foto: TU Chemnitz/Heiko Kießling

Beruflich und privat kommunizieren immer mehr Menschen nahezu täglich per E-Mail, verschicken Dokumente digitalisiert, verlassen sich auf das Navigationssystem im Auto und kennen oft nur noch die Handynummer von Freunden und Geschäftspartnern. Kurzum: Der reibungslose Ablauf unseres Alltags ist bereits sehr stark von elektronischen Informations- und Kommunikationssystemen abhängig. Eine zunehmende Nutzung dieser Systeme führt unweigerlich zu ständig komplexer werdenden IT-Infrastrukturen, was jedoch deren Verlässlichkeit empfindlich stören kann. Ein Weg, um Schwachstellen dieser Art zu umgehen, ist die Autonomisierung der Systeme. Derartige intelligente, computergestützte Systeme sind in der Lage, Aufgaben selbstständig zu erfüllen. Sie können auf verschiedenen Ebenen, zum Beispiel in der Hardware, im Betriebssystem oder in einer so genannten Middleware angesiedelt sein.

Wissenschaftler der TU Chemnitz, der TU Berlin und der Universität Rostock untersuchen im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik in einem gemeinsamen Forschungsprojekt die Autonomieprinzipien in verteilten Systemen - und zwar auf Basis einer Publish/Subscribe-Middleware. Eine Middleware ist - vereinfacht formuliert - ein zwischengeschaltetes neutrales Programm, das zwischen Anwendungen oder Prozessen vermittelt. "Wir wollen Möglichkeiten und Vorteile, aber auch Grenzen und Nachteile der Autonomisierung aufzeigen", beschreibt Prof. Dr. Matthias Werner, Inhaber der Professur Betriebssysteme an der TU Chemnitz, das Ziel des Projektes "REBECA-A (Rebeca Event Based Electronic Commerce Architecture - Autonomic)".

"Der Nutzen einer Publish/Subscribe-Middleware liegt in der späten Kopplung zwischen Sender und Empfänger. Dadurch können Systeme schnell umkonfiguriert und an geänderte Anforderungen angepasst werden", erklärt Informatiker Alexej Schepeljanski. Es gebe außerdem keinen zentralen Punkt, dessen Ausfall zum kompletten Versagen des Systems führt. Die Middleware sei intelligent genug, um selbstständig zu entscheiden, welche Teilanwendungen die zu verschickenden Informationen sicher erhält. "Das Prinzip gleicht dem einer Mailingliste oder eines Zeitungsabonnements - bloß, dass anstelle der menschlichen Endkonsumenten die Teilanwendungen sitzen", ergänzt Schepeljanski.

Wie der Prototyp der neuen Middleware aus dem Projekt "REBECA-A" funktioniert, zeigen Mitarbeiter der Professur Betriebssysteme vom 2. bis 6. März 2010 auf der CeBIT in Hannover in Halle 9 am mitteldeutschen Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" (Stand D04).

Weitere Informationen erteilt Alexej Schepeljanski, Telefon 0371 531-37985, E-Mail alexej.schepeljanski@informatik.tu-chemnitz.de

(Autorin: Jacqueline Rettschlag)

Mario Steinebach
10.02.2010

Mehr Artikel zu:

Alle „TUCaktuell“-Meldungen
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

  • Menschen stehen in einer Runde vor dem Campus und schauen zu einer Attraktion

    Studentenwerk Chemnitz-Zwickau feiert Sommerfest

    Auf dem Vorplatz der Mensa auf dem Campus der TU Chemnitz gibt es am 24. Juni 2026 viele Mitmach- und Gratisaktionen – Für ein sommerliches Gefühl sorgen Studierende als TUCdjs mit ihren Musiksets …

  • Eine Frau steht neben einer geöffneten Tür und zeigt in einen Raum, in dem Sitzmöbel stehen.

    Eintauchen in die Vielfalt der TU Chemnitz

    #wirsinddivers: Der 4. Diversity Day der TU Chemnitz am 21. Mai 2026 stellte religiöse Vielfalt in den Mittelpunkt …

  • Frau steht vor einem Tisch

    Nachteilsausgleich im Sommersemester beantragen

    Online-Infoveranstaltung und offene Sprechzeiten unterstützen Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung bei der Beantragung von Nachteilsausgleichen innerhalb der Prüfungsphase …

  • Mädchen blickt in einen Monitor

    Physik erleben statt pauken

    Institut für Physik der TU Chemnitz lädt am 16. und 17. Juni 2026 Jugendliche der Klassenstufen 10 bis 12 zu Experimenten, Vorträgen und Forschungseinblicken ein – Anmeldung ist bis 24. Mai 2026 möglich …