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Fachkolloquium der Forschergruppe Innozug fand mit starker Beteiligung aus dem In- und Ausland stand

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Teilnehmer des Fachkolloquiums Foto: privat

Das diesjährige Fachkolloquium der Forschergruppe Innozug an der Professur Fördertechnik ist am 23. September 2009 mit einer großen Teilnehmerzahl zu Ende gegangen. Waren im vergangenen Jahr noch weniger als 20 Besucher der Einladung der Chemnitzer Tragmittelforscher gefolgt, haben in diesem Jahr, nicht zuletzt durch eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit und die erzielten Forschungsergebnisse, über 70 Interessenten aus 52 Firmen teilgenommen. Dazu kamen die Teilnehmer teilweise aus Belgien, den Niederlanden und der Schweiz angereist.

Die Forschergruppe Innozug ist aus einer Innoprofile-Initiative des Bundesministerium für Bildung und Forschung heraus entstanden, um auf dem Gebiet der textilen Tragmittel regionale und überregionale Netzwerke zu generieren und damit neue Impulse für die Forschung zu setzen. In den Anfängen 2006 stand es um die Möglichkeiten der regionalen Vernetzung und den Wissenstransfer schlecht, da entgegen der damaligen Erwartungen das produzierende Gewerbe im Wirtschaftsraum Südwestsachsen weitgehend verschwunden war und die traditionellen Textilbetriebe ihre Arbeit im Wesentlichen auf die Konfektionierung von Tragmitteln beschränkten. Dennoch gelang es, nicht zuletzt durch den Bau moderner Prüftechnik, die Weichen für eine in die Zukunft weisende Tragmittelforschung an der TU Chemnitz zu stellen, und mit dem Blick auf Chemnitz auch eine Reaktivierung der hiesigen Firmen zu avancieren.

Die Resonanz der Fachwelt auf das Fachkolloquium ist ein weiterer Beleg für die engagierte Arbeit an der TU Chemnitz. So konnten Interessenvertreter aus allen Bereichen rund um das textile Tragmittel, von der Faserherstellung, Seilproduktion, Veredlung bis hin zu den Anwendern einander bekannt und in Dialog gebracht werden. Anders als auf den bekannten Seilfachtagungen, auf denen die Drahtseiltechnik den Fachaustausch dominiert, kamen die Faserseilhersteller auf dieser Veranstaltung ganz auf ihre Kosten. Dennoch gelang es, auch, einen der bekanntesten Sachverständigen auf dem Gebiet der Drahtseiltechnik, Roland Verreet, für den Plenarvortrag dieser Veranstaltung zu gewinnen. Er machte deutlich, dass hochfeste textile Tragmittel eine Alternative und zugleich Chance für die Seilindustrie darstellen können. Dennoch bestünde ein erhebliches Forschungsdefizit gegenüber dem 175 Jahre alten Drahtseil, das nur durch intensive vordergründig wissenschaftliche und weniger wirtschaftliche Anstrengungen überwunden werden kann.

(Autor: Thorsten Heinze)

Katharina Thehos
01.10.2009

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