Navigation

Inhalt Hotkeys
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
„Uni aktuell“-Meldungen
Uni aktuell Veranstaltungen

Pech am Nogaro-Ring

Ökomobil "Sax 3" der TU Chemnitz blieb 2008 beim Rennen um sparsamstes Fahrzeug der Welt ohne Wertung - "Fortis Saxonia" geht im nächsten Jahr beim Shell Eco-Marathon erneut auf Rekordjagd

*

Bild oben: 3,07 Meter lang und 35 Kilogramm leicht ist "Sax 3". Das Ökomobil haben Studenten des Teams "Fortis Saxonia" entwickelt. Bild unten: Bereits kurz nach dem Start des Shell Eco-Marathon 2008 verunglückte das Fahrzeug "Sax 3" - die Fahrerin blieb unverletzt. Fotos: Sven Gleisberg & Fortis Saxonia

Beim diesjährigen Shell Eco-Marathon in Nogaro (Frankreich) war das Team "Fortis Saxonia" vom Pech verfolgt. Bereits beim ersten von vier Wertungsläufen wurde das Wetter der Fahrerin Carina Gerlach auf dem Weg zur Startposition zum Verhängnis. Auf Grund der nassen Fahrbahn brach das Hinterrad aus, die Vorderräder verhakten sich auf dem Seitenstreifen der Rennstrecke und "Sax 3" überschlug sich um seine Längsachse. Die Fahrerin blieb zum Glück unverletzt, jedoch zerbrach durch den Crash die Vorderradaufhängung. Sämtliche andere Komponenten waren noch intakt. "Seine Feuertaufe hat Sax 3 bei diesem Unfall bestanden und dadurch die Crashsicherheit demonstriert. Die hohen Sicherheitsstandards des Shell Eco-marathon bewiesen damit ebenfalls deren Notwendigkeit und Sinn", sagt Patrick Jajko, einer der 30 Studenten vom Team "Fortis Saxonia", die das Ökomobil in den vergangenen Monaten entwickelten.

Doch auch bei den weiteren Wertungsläufen des Rennens um das sparsamste Fahrzeug der Welt konnten die Chemnitzer nicht punkten. Im zweiten Lauf konnte der Wagen wegen eines Programmierfehlers nicht beschleunigen, später verlor er sein Dach. Doch die Studenten stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern blicken nach vorn. Das Ökosparmobil "Sax 3" geht im nächsten Jahr beim Shell Eco-Marathon erneut an den Start - dieses Mal auf dem Eurospeedway Lausitz. "Bis dahin werden wir die Kinderkrankheiten beseitigen und viele Testläufe absolvieren. Sax 3 soll technisch weiterentwickelt und der Antrieb verbessert werden. In den nächsten Monaten werden wir außerdem unser Brennstoffzellen-Fahrzeug auf Messen vorstellen und nach Sponsoren suchen", sagt Jajko. Dass es dieses Mal nicht für eine Platzierung gereicht hat, findet Jajko nicht so schlimm. "Wir haben viele Erfahrungen gesammelt - zum Beispiel bei der Bereifung. Noch in dieser Woche beginnen wir mit der Auswertung des Rennens und werden die aufgetretenen Probleme genau analysieren."

Übrigens: Das nächste Mal ist "Sax 3" vom 3. bis 5. Juni in der Arena Chemnitz auf der Mtex - 2. Internationale Messe und Symposium für Textilien und Verbundstoffe im Fahrzeugbau - sowie am 14. Juni beim "Tag der offenen Tür" der TU Chemnitz zu sehen.

Stichwort: Shell Eco-Marathon und Ökomobil "Sax 3"

Das Team, das mit umgerechnet einem Liter Superbenzin am weitesten kommt, gewinnt den Shell-Eco Marathon. Seit 2005 ist das Team "Fortis Saxonia" dabei. 2007 schafften die Sachsen mit "Sax 2" eine Strecke von 2.552 Kilometern und landete unter 263 Teams auf dem fünften Platz. Anders gesagt: Mit der Energie von einem Schnapsglas voll Sprit fuhr es 100 Kilometer weit. Das Nachfolgemodell "Sax 3" ist mit 35 Kilogramm noch leichter und noch effizienter als "Sax2".

Beim Shell Eco-Marathon vom 22. bis 24. Mai 2008 sicherte sich das französische Lycée La Jolivier mit 3.382 Kilometer pro umgerechnet einem Liter Superbenzin den Gesamtsieg im Feld von 206 Mannschaften aus 25 Ländern. Auch deutsche Teams waren erfolgreich: Auf Platz zwei des Gesamtklassements und damit auf den ersten Rang in der Kategorie der wasserstoffbetriebenen Prototypen fuhr mit 3.198 Kilometern das Offenburger "Schluckspecht"-Team. Die Fachhochschule Trier landete mit 2.591 erreichten Kilometern auf dem fünften Gesamt-Platz und damit dem dritten bei den Wasserstoff-Fahrzeugen.

Der Shell Eco-Marathon wechselt 2009 dauerhaft von den Pyrenäen nach Deutschland und wird im nächsten Jahr auf dem Eurospeedway Lausitz ausgetragen. Ausrichter Shell setzt damit auf die bessere Erreichbarkeit für deutsche sowie nord- und osteuropäische Teams. Für "Fortis Saxonia" aus Chemnitz bedeutet dieses Heimspiel unter Umständen eine noch größere Konkurrenz.

Weitere Informationen zum Projekt, zum Fahrzeug sowie zum Shell Eco-marathon 2008: http://www.fortis-saxonia.de

Anfragen an das Team "Fortis Saxonia" beantwortet Patrick Jajko, Telefon 0160 8077836, E-Mail pr@fortis-saxonia.de.

Mario Steinebach
26.05.2008

Alle „Uni-aktuell“-Artikel
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

Presseartikel