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Künstliche Intelligenz, High-Performance-Computing und IT-Sicherheit im Fokus

Prof. Dr. Sebastian Neumayer ist neuer Direktor des Universitätsrechenzentrums der TU Chemnitz – Im Interview spricht er über aktuelle Herausforderungen und strategische Ziele

  • Porträt eines Mannes
    Der Mathematiker Prof. Dr. Sebastian Neumayer hat die Leitung des Universitätsrechenzentrums übernommen. Foto: Jacob Müller

Prof. Dr. Sebastian Neumayer, Inhaber der Professur Inverse Probleme der Technischen Universität Chemnitz, ist seit 1. August 2026 neuer Direktor des Universitätsrechenzentrums (URZ) und hat damit den Staffelstab von seinem Vorgänger Prof. Dr. Martin Gaedke übernommen. In den kommenden fünf Jahren möchte Neumayer die strategische Entwicklung des URZ weiter vorantreiben, insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz, High-Performance-Computing und IT-Sicherheit.

Herr Prof. Neumayer, für Sie hat nun eine Doppelbelastung begonnen. Was hat Sie bewogen, sich für die Position des Direktors des Universitätsrechenzentrums zu bewerben?

Wenn sich etwas verändern soll, dann braucht es Leute, die anpacken. Als Wissenschaftler, der selbst in hohem Maße auf leistungsfähige IT-Infrastruktur angewiesen ist, war es mir zudem wichtig, die Perspektive der Forschung in die strategische Entwicklung des URZ einzubringen und eine Zukunftsvision zu vertreten, die den Anforderungen moderner Wissenschaft gerecht wird.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Aufgaben des Universitätsrechenzentrums?

Die zentrale Aufgabe des URZ ist und bleibt die zuverlässige Bereitstellung der IT-Basisinfrastruktur für die gesamte Universität. Darüber hinaus verstehe ich es als wichtige Aufgabe, Beschäftigte und Studierende durch Weiterbildungsangebote im Bereich IT zu unterstützen und uns aktiv mit neuen Technologien auseinanderzusetzen, um sie sinnvoll für die TU Chemnitz nutzbar zu machen.

Vor welchen Herausforderungen steht das Universitätsrechenzentrum künftig?

Eine große Herausforderung sind die enormen Sparmaßnahmen, denen wir uns stellen müssen, während gleichzeitig der Sicherheitsdruck auf unsere IT-Infrastruktur stetig wächst. Hinzu kommt die Aufgabe, leistungsfähige Infrastruktur für Künstliche Intelligenz bereitzustellen – und all das mit dem Anspruch, unsere bisherigen Leistungen für die Universität in vollem Umfang aufrechtzuerhalten.

Welche strategischen Ziele möchten Sie als Leiter des URZ verfolgen?

Meine strategischen Ziele liegen vor allem in den Themenfeldern Künstliche Intelligenz, High-Performance-Computing und IT-Sicherheit. Weiterhin möchte ich schlanke, effiziente Prozesse etablieren, die den Fakultäten und Zentralen Einrichtungen einen unkomplizierten Zugang zu moderner IT-Infrastruktur ermöglichen.

Wie möchten Sie die Zusammenarbeit des Universitätsrechenzentrums mit der Universitätsleitung, den Fakultäten und den Zentralen Einrichtungen der TU Chemnitz gestalten?

Mir ist ein enger, kontinuierlicher Dialog mit der Universitätsleitung, den Fakultäten und den Zentralen Einrichtungen wichtig. Dabei ist mir bewusst, dass nicht jede notwendige Maßnahme auf ungeteilte Zustimmung stoßen wird. Umso wichtiger ist es mir, Entscheidungen offen zu erläutern und verständlich zu machen – auch wenn sie nicht immer populär sind.

Worin besteht die Arbeitsteilung zwischen Ihnen und dem URZ-Geschäftsführer Ivo Göhler? Wo sehen Sie Ihre Hauptaufgaben?

Während Ivo Göhler als Geschäftsführer die operative Führung des URZ verantwortet, sehe ich meine Hauptaufgabe darin, die strategische Vision des Rechenzentrums zu entwickeln und es nach außen zu vertreten. Dazu gehören die Vernetzung mit anderen Rechenzentren und mit der Politik sowie der Blick von außen auf das URZ – aus der Perspektive der Wissenschaft und der Universität als Ganzes.

Zur Person: Prof. Dr. Sebastian Neumayer

Nach seinem Mathematik-Studium an der Technischen Universität Kaiserslautern (heute: Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) war Sebastian Neumayer dort von 2018 bis 2020 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Danach wechselte er an die Technische Universität Berlin, wo er 2021 mit der Dissertationsschrift „Deformation and Transport of Image Data“ promoviert wurde. Von 2021 bis Januar 2024 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der „Biomedical Imaging Group“ der École Polytechnique Fédérale de Lausanne in der Schweiz als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Seit Februar 2024 leitet er die Professur Inverse Probleme an der Fakultät für Mathematik der TU Chemnitz. 2022 wurde Sebastian Neumayer mit dem Dissertationspreis der Gesellschaft für Inverse Probleme sowie 2023 mit dem „French-German Mathematics in Imaging PhD Prize“ ausgezeichnet.

Homepage des Universitätsrechenzentrums: https://www.tu-chemnitz.de/urz/

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Sebastian Neumayer, Telefon +49(0)371 531-36871, E-Mail sebastian.neumayer@mathematik.tu-chemnitz.de.

Detlef Gürtler
25.09.2026

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