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Preisgekrönte Projekte für mehr Nachhaltigkeit

Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft verlieh „eku – Zukunftspreise“ an zwei Projekte der Professur Textile Technologien der TU Chemnitz

  • Ein Surfer steht auf einem Surfbrett in einem aufgewirbelten Fluss.
    Das neuartige Riversurfboard mit schützenden Flachskanten ist im Einsatz im "The.Riverwave" in Ebensee/Österreich. Deutlich zu erkennen sind das betonierte Flussbett und der steinige Ausstieg, welcher das Surfbrett beschädigen kann. Hier sind die Flachskanten von großem Vorteil. Foto: Professur Textile Technologien

Unter dem Motto „Nachhaltig und bestens vernetzt“ wurden am 13. März 2024 in Chemnitz die Gewinnerinnen und Gewinner des „eku – Zukunftspreises 2023“ gewürdigt. Sachsens Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Wolfram Günther, stellte auf der Veranstaltung im Carlowitz Congresscenter insgesamt 219 Projekte in den Bereichen Energie, Klima- und Umweltschutz vor, die beim Wettbewerb prämiert wurden. Darunter befinden sich auch zwei Projekte der Professur Textile Technologien (Leiter: Prof. Dr. Holger Cebulla) der Technischen Universität Chemnitz.

Eine mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielt das Team um Prof. Dr. Holger Cebulla in der Kategorie „eku erfolg“ für ihr Projekt „Impact-Schutz mittels Flachsfaser-Kunststoff-Verbund am Beispiel von River-Surfboards“. Und in der Kategorie „eku idee“ waren die Chemnitzer mit dem Projekt „Modellfabrik Kreislaufwirtschaft heimische Wolle (OpenWoolLab)“ erfolgreich, wofür sie 2.500 Euro erhalten.

Worum geht es in den beiden preisgekrönten Projekten? Laut Aussage von Paul Baudach, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Textile Technologien, werden die River-Surfboards zum Surfen von stehenden Wellen in Flüssen genutzt. „Durch die Uferbegrenzung sind diese Bretter deutlich stärkeren Beanspruchungen ausgesetzt, als beim klassischen Surfen im Ozean. Mittlerweile gibt es Hersteller, die fürs Surfen im Fluss spezielle Bretter herstellen, an deren Kanten zusätzliche Lagen von Carbon, Glasfaser oder Basalt zum Einsatz kommen. An unserer Professur haben wir die bestehenden Verstärkungsvarianten mit der Verstärkung von Flachsfaser und biobasiertem Harz verglichen. In den Versuchen zeigte sich, dass die Verstärkung der Surfbrettkante mit Flachfaser die Haltbarkeit des Surfbrettes um 80 Prozent steigern kann und selbst die anderen Varianten noch um 30 Prozent übertrifft. Der Einsatz von Flachsfasern senkt somit nicht nur den CO2-Abdruck des Sportgerätes, sondern wirkt sich zusätzlich positiv auf die Lebensdauer aus“, sagt Baudach. Und das Ziel des Projektes „OpenWoolLab“ erklärt Cebulla wie folgt: „Mit dem OpenWoolLab möchten wir allen Akteurinnen und Akteuren in der Wollherstellung die Möglichkeit geben, Einblicke in die Prozessschritte wie Spinnerei, Flächenbildung, Konfektion und Recycling vom Schaf bis zum Wollprodukt zu bekommen.“ Mit dem Preisgeld soll ein Laborrohwollwaschmaschine finanziert werden, die der letzte fehlende Prozessschritt im Labor der Professur darstellt.

Hintergrund: „eku – Zukunftspreis 2024“

Bis zum 17. April 2024 sind Unternehmen, Wissenschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft erneut eingeladen, sich mit Beiträgen für die Bereiche Energie, Klima- und Umweltschutz beim „eku – Zukunftspreis 2024“ zu bewerben. In der Kategorie „eku idee“ können Projektideen eingereicht werden. Bewerbungen für bereits abgeschlossene Projekte sind in der Kategorie „eku erfolg“ möglich. Alle Informationen zum „eku – Zukunftspreis“, zu den Preisträgerprojekten und der Zugang zur Online-Bewerbung sind unter www.eku.sachsen.de zu finden. Der „eku – Zukunftspreis“ wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Weitere Informationen zu den preisgekrönten Projekten erteilt Prof. Dr. Holger Cebulla, Telefon +49 (0)371 531-35318, E-Mail holger.cebulla@mb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
19.03.2024

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