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Trauer um einen Ausnahme-Ingenieur

Am 25. August 2007 verstarb Prof. Dr. Folker Weißgerber, Ehrendoktor und Honorarprofessor an der TU Chemnitz sowie Präsident des Chemnitz Management Institute of Technology.

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Prof. Dr. Folker Weißgerber Foto: Volkswagen AG

Er ersann die erste komplett elektronisch gesteuerte Autoproduktionshalle der Welt, setzte Maßstäbe bei der Automatisierung und den Industrierobotern und prägte Innovationen wie das Drei-Liter-Auto, die Verwendung umweltschonender wasserlöslicher Lacke und das Laserschweißen im Automobilbau. Seine fachliche und menschliche Kompetenz, die er auch bei seiner langjährigen Tätigkeit bei Volkswagen und im dortigen Konzernvorstand einbrachte, gab er als Honorarprofessor an der TU Chemnitz engagiert an Nachwuchsingenieure weiter: Prof. Dr. Folker Weißgerber, der am Samstag im Alter von 66 Jahren verstarb.

Im Jahr 2000 verlieh ihm die Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet des Ingenieurwesens die Ehrendoktorwürde. Im November 2004 übernahm er zudem die Honorarprofessur "Fertigungsstrategien im Automobilbau", die es in dieser Form in Deutschland noch nicht gab. "Mit Prof. Weißgerber verlieren wir einen Ausnahme-Ingenieur, der seiner Heimatstadt Chemnitz stets treu geblieben ist", so TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes: "Unsere Studierenden haben von seiner Honorarprofessur ganz besonders profitiert, da er seine Erfahrungen aus einem internationalen Konzern einbrachte und den wichtigen Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis besonders fundiert vermittelte. Er war selbst ein begeisterter Techniker und schaffte es so, auch seine Zuhörer überzeugend für Technik zu begeistern."

Darüber hinaus war Prof. Dr. Folker Weißgerber aktuell als Präsident des Chemnitz Management Institute of Technology (C-MIT) tätig. Seit der Gründung des C-MIT, der zentralen Weiterbildungseinrichtung der TU Chemnitz, im April 2006 leitete er die Einrichtung und war verantwortlich für die Entwicklung und Vermarktung von Weiterbildungsangeboten der TU.

Folker Weißgerber wurde am 25. März 1941 in Chemnitz geboren und absolvierte hier von 1955 bis 1958 eine Lehre als Elektro-Monteur. Von 1961 bis 1964 arbeitete er als Betriebselektriker bei Volkswagen (VW) im Werk Wolfsburg und qualifizierte sich berufsbegleitend in einem Fernstudium zum Elektroingenieur. Anschließend arbeitete er weiter in verschiedenen Positionen bei VW. Von 1989 bis 1991 leitete er das Werk Wolfsburg, anschließend war er stellvertretendes Mitglied des Markenvorstandes Volkswagen, Geschäftsbereich "Produktion und Logistik". Von März 2001 bis Juni 2005 war Weißgerber Mitglied des VW-Konzernvorstandes, Geschäftsbereich "Produktion und Logistik". Im Juni 2003 wurde ihm zudem die Verantwortung für die Chinaaktivitäten des Konzerns übertragen.

Neben der Ehrendoktorwürde der TU Chemnitz, war er auch Ehrendoktor an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Technischen Universität in Košice (Slowakei). 2003 erhielt Prof. Weißgerber die Würde des Ehrenbürgers der chinesischen Städte Shanghai und Changchun. In Würdigung seiner Verdienste um den Automobilbaustandort Chemnitz wurde er 2004 Ehrenbürger der Stadt Chemnitz. Ebenfalls 2004 erhielt er eine Honorarprofessur an der chinesischen Tongji-Universität. Diese während seiner Tätigkeit für VW geschlossenen Kontakte nach China setzte er auch für die TU Chemnitz ein und initiierte eine Zusammenarbeit der Universitäten Chemnitz und Tongji. "Wir werden die mit Unterstützung von Prof. Weißgerber geknüpften Kontakte nach China weiter mit viel Engagement pflegen und so das Andenken an einen hochgeschätzten Wissenschaftler und Menschen bewahren", sagt Eberhard Alles, Kanzler der TU Chemnitz.

Die Kondolenzbucheinträge für Prof. Dr. Folker Weißgerber.

Katharina Thehos
27.08.2007

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