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„Erst die Checker-Brille aufsetzen, dann teilen!“

Chemnitzer TU-Absolventin Victoria Graul nimmt in ihrem neuen Podcast „Digga Fake“ Falschnachrichten ins Visier

  • Junge Frau mit lockigem Haar sitzt auf einem Hocker
    Victoria Graul sagt Fake News den Kampf an. Foto: Alexander Bey

Die aktuelle Corona-Pandemie ist vor allem für Fake-News-Produzentinnen und -Produzenten eine Steilvorlage. Etliche Falschnachrichten kursieren im Internet und verbreiten sich in den Sozialen Netzwerken und über Messenger-Dienste wie ein Lauffeuer. „Doch wie soll man bei all der Informationsflut den Überblick behalten und richtige von gefakten Beiträgen unterscheiden“, fragte sich Victoria Graul, die an der Technischen Universität Chemnitz im Master Europäische Integration studierte und nun in der Medienbranche tätig ist. Antworten darauf gibt die junge Frau, die heute in Hannover lebt, nun selbst. In ihrem Podcast „Digga Fake – Fake News und Fact-Checking“ trifft Graul regelmäßig Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen. Gemeinsam erklären sie Zusammenhänge – lehrreich, nutzernah und unterhaltend. Erklärt wird u. a., wie man populistische Parolen erkennt, was emotionalisierende Nachrichten so gefährlich macht und weshalb technisch generierte Fakes schwer zu durchschauen sind.

„Besonders für Jugendliche und junge Erwachsene ist der Podcast geeignet“, sagt Graul. Die Ansprache und Präsentation sei deshalb locker, weiterführende Materialien stellt sie auf der Social-Media-Plattform Instragram im Kanal @diggafake dar. „Wenn wir die Ausbreitung von Fake News eindämmen wollen, müssen wir einen Perspektivwechsel in den Umgang mit digitalen Medien bringen“, sagt die TU-Absolventin. Deshalb rät sie allen, die bisher hastig auf den Teilen-Button gedrückt haben: „Erst die Checker-Brille aufsetzen, dann teilen!“ Und wer eine Falschmeldung enttarne, solle besser ein Dementi an den Absender der Nachricht schicken: „So kann man die Kette der Verbreitung der Fake News unterbrechen.“

Graul volontierte nach ihrem Studium, das sie im Dezember 2013 beendete, bei der Leipziger Volkszeitung und arbeitete dann als Online-Redakteurin bei der Freien Presse in Chemnitz sowie beim RedaktionsNetzwerk Deutschland RND (Madsack-Mediengruppe) in Hannover. „Tägliche musste ich mich im Nachrichtengeschäft mit Fake News herumärgern“, erinnert sie sich. Heute kommen ihr diese Erfahrungen in ihrer journalistischen Tätigkeit zugute.

In ihrer jüngsten Podcast-Ausgabe begegnet Graul ihrem Freund Martin Berke aus der Chemnitzer Unizeit, mit dem sie im Studentenkabarett "MehrTUerer" die Lachmuskeln der Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig trimmte. Heute ist Berke Berufskabarettist in Chemnitz und hat die Interessen der jungen Leute immer noch im Blick. Beide plaudern über Satire, Sprache und Täuschung, und wie Sarkasmus beim Kommentieren so formuliert sein sollte, damit er noch verständlich bleibt.

Podcast „Digga Fake – Fake News und Fact-Checking“: https://diggafake.podigee.io

Mario Steinebach
10.06.2020

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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