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Erster Eltern-Kind-Raum an der Chemnitzer Uni

Familienfreundliche Hochschule: Sonderforschungsbereich schuf im Universitätsteil Erfenschlager Straße eine praktikable Lösung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Der Sonderforschungsbereich "Hochfeste Aluminiumbasierte Leichtbauwerkstoffe für Sicherheitsbauteile" an der TU Chemnitz hat als erster Forscherverbund einen Eltern-Kind-Raum am Universitätsstandort Erfenschlager Straße 73 eingerichtet. Dieses Zimmer kann temporär in Betreuungsengpässen oder auch als Rückzugsort wie zum Stillen genutzt werden. Denn viele Eltern kennen das Problem: Es gibt Zeiten, da können Kinder nicht wie geplant betreut werden. Die Tagesmutter oder Betreuungsperson fällt aus oder die Kindertagesstätte ist nachmittags nicht mehr geöffnet. Wenn dann ein dringendes Meeting oder ein wichtiger Termin an der Uni ansteht, stehen manche Eltern vor einem organisatorischen Problem. Hier kann die neue Einrichtung Abhilfe schaffen: Während das Kind im eigens eingerichteten Spielbereich beschäftigt ist und dort weiterhin unter Aufsicht eines Elternteils steht, können TU-Beschäftigte oder Studierende in dem Eltern-Kind-Arbeitsraum zeitgleich einen Gesprächstermin wahrnehmen. Der Eltern-Kind-Arbeitsraum am Arbeits- oder Studienort bietet somit eine attraktive Lösung, wenn Alternativen nicht gegeben sind, aber ein kurzfristiger Aufenthalt am Arbeitsplatz notwendig ist.

"Wir haben derzeit viele junge Eltern im Team und auch Mitarbeiterinnen im Sonderforschungsbereich, die schwanger sind. Da bot es sich einfach an, einen Eltern-Kind-Raum einzurichten und so ganz praktisch die Voraussetzungen dafür zu schaffen, Beruf und Familie noch besser zu vereinbaren", so Prof. Dr. Martin Wagner, Inhaber der Professur Werkstofftechnik und selbst Vater von vier Kindern. "Das Ganze stellt zudem eine sinnvolle Möglichkeit der Vereinbarkeitsförderung dar, die durch Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft gezielt unterstützt werden", erklärt Wagner weiter.

Der durch die Professur Werkstofftechnik bereitgestellte Raum ist über das Sekretariat (Raum B016) zugänglich und bedarfsgerecht ausgestattet: Es gibt einen kombinierten Besprechungs- und Arbeitstisch und damit die Möglichkeit, mit dem Laptop zu arbeiten oder eine kurze Besprechung durchzuführen, während sich das Kind im Spielbereich beschäftigen kann. "Die kindgerechte Einrichtung lädt durch Kindermöbel, Spielteppich, Bücherecke sowie vielfältige Spiel- und Malsachen zum Spielen ein", versichert Prof. Wagner. Ebenso biete der Raum durch die Ausstattung mit Wickeltisch und Ruhesessel eine Rückzugsmöglichkeit zum ungestörten Wickeln und Stillen.

Die Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der TU Chemnitz, Karla Kebsch, freut sich über das Engagement der Professur Werkstofftechnik und unterstützte das Vorhaben in der Umsetzungsphase. "Dieses Angebot hat eine positive Signalwirkung nicht nur an der TU Chemnitz selbst, sondern auch in Richtung der wissenschaftsstützenden Einrichtungen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die die Bemühungen der Hochschulen auf dem Weg zur besseren Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie sehr interessiert verfolgen und natürlich auch vielseitig unterstützen", erklärt Kebsch und ergänzt: "Wir hoffen, dass sich mittelfristig weitere Professuren, Zentrale Einrichtungen oder Fakultäten dazu entschließen, Eltern-Kind-Räume einzurichten und damit Eltern und werdenden Eltern vermitteln, dass die TU Chemnitz um ein familienfreundliches Arbeitsumfeld bemüht ist und Familien mit unterschiedlichen Angeboten unterstützen möchte".

Die Nutzung des Eltern-Kind-Zimmers im Uniteil Erfenschlager Straße 73 ist für die Angehörigen und Studierenden im Sonderforschungsbereich über das Sekretariat der Professur Werkstofftechnik anzumelden. Bedarfsweise kann auch eine kurzzeitige Kinderbetreuung vor Ort organisiert werden - beispielswiese durch den zweiten Elternteil oder durch verschiedene Kooperationspartner, die durch Maika Filz, der neuen Koordinatorin der Gleichstellungsaktivitäten in den Forscherverbünden, vermittelt werden.

Weitere Informationen erteilen Prof. Martin Wagner, Telefon 0371 531-38683, E-Mail martin.wagner@mb.tu-chemnitz.de und Karla Kebsch, Telefon 0371 531-36382, E-Mail karla.kebsch@phil.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
24.11.2013

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