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Pressemitteilung vom 17.01.2020

Grundlagen für Gebäude-GPS gelegt

TU Chemnitz entwickelte in BMBF-gefördertem Projekt einzigartigen Mikrochip für genaueste Positionsbestimmungen in Gebäuden

Die moderne mobile Navigation ist ohne das satellitengestützte GPS kaum denkbar. Ähnliche Lösungen für die Orientierung auf kleinem Raum, zum Beispiel in großen und verwinkelten Gebäuden, sind aktuell aber kaum am Markt verfügbar. Der Grund: Die technologischen Grundlagen für eine ultragenaue Positionsbestimmung auf Mikroebene fehlen – bis jetzt. Denn einem Forschungsteam der Professur Schaltkreis- und Systementwurf (mytuc.org/gdcl) der Technischen Universität Chemnitz ist es gelungen, den ersten hocheffizienten Lokalisierungschip zu entwickeln, der niedrigsten Energieverbrauch mit sehr hoher Lokalisierungsgenauigkeit verbindet.

Das Verbundprojekt „FIND-IT – Kompetenzplattform Indoor-Positionierung und Logistik“ wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über drei Jahre von 2016 bis 2019 mit 1,2 Millionen Euro gefördert. Neben der TU Chemnitz waren als Projekt- und Anwendungspartner unter anderem die Unternehmen Infineon, die Sparte SIMATIC RTLS von Siemens und SIGMA Chemnitz beteiligt.

Am Anfang stand der Algorithmus

Am Beginn der Entwicklung eines funktionierenden Prototypen stand die Frage nach einem passenden Algorithmus: „Der Algorithmus hilft uns bei der exakten Positionsbestimmung eines Objekts im Raum“, erklärt Projektleiter Marko Rößler. An einer ersten funktionierenden Fassung des Algorithmus programmierte das Team rund ein Jahr. Vorausgegangen waren zahlreiche Testläufe in der virtuellen Umgebung. Nach dieser ersten Entwicklungsphase war das Team bereit für die Integration des Algorithmus in einen Mikrochip. Denn der Algorithmus selbst fungiert lediglich als Abbildung des Funktionsprinzips für die Hardware. Die wiederum braucht es für den realen Einsatz der Technologie.

Die besondere Herausforderung bei der Übertragung von Soft- auf Hardware war für das Team, dass die Hardware im Nachhinein nicht mehr änderbar ist. „Wir mussten also sichergehen, dass wir nichts übersehen haben, damit die Lokalisierung später auch funktioniert“, sagt Rößler.
Besondere Relevanz habe dabei die Validierung der Ortung im Vorfeld gespielt. Dafür habe das Team abermals zahlreiche Testläufe im virtuellen Raum absolviert.

Der abschließende Schritt der Entwicklung war schließlich die Integration des fertigen Chips in einen Prototyp. Also eine mobile Hardware, die als Platzhalter für das marktreife Gerät fungiert.
Im nun Folgenden wird das Team die Marktreife des Chips sowie den Markteintritt vorbereiten.

Weitere Informationen erteilt Dr.-Ing. Marko Rößler, Professur Schaltkreis- und Systementwurf, Tel. +49 (0)371/531-33590, E-Mail marko.roessler@...

Hinweis für die Medien: Im Bildarchiv finden Sie im Ordner „Forschung“ drei themenbezogene Fotos: mytuc.org/zpcn

Motiv 1: Blick ins Labor - Forscher der TU Chemnitz um Marko Rößler (am Mikroskop) entwickelten einen hocheffizienten Mikrochip zur exakten Positionsbestimmung in Gebäuden. Foto: Jacob Müller

Motiv 2: Sie wollen die mobile Navigation in engen Räumen revolutionieren. Im Bild von links: Daniel Froß, Marko Rößler und Marcel Putsche. Foto: Jacob Müller

Motiv 3: Grundlage für das an der TU Chemnitz entwickelte Lokalisierungssystem ist ein Algorithmus, der dabei hilft, die Position von Personen oder Gegenständen im Raum korrekt zu erfassen. Foto: Jacob Müller

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