Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Pressemitteilungen
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 

Pressemitteilung vom 08.02.2019

Migration: Ausnahme oder Regel?

Prof. Dr. Birgit Glorius hält am 28. Februar 2019 den Auftaktvortrag der neuen Veranstaltungsreihe „Schmelztiegel Chemnitz“ des Industriemuseums

Die Geschichte der Menschheit ist geprägt von Austausch und Mobilität. Gerade Städte sind ohne die geographische Mobilität von Menschen gar nicht denkbar. Migration kann viele Ursachen und auch verschiedene Folgen haben – für die Migranten selbst, aber auch für die Zurückgebliebenen, sowie für die aufnehmenden Gesellschaften. Prof. Dr. Birgit Glorius, Inhaberin der Professur Humangeographie mit dem Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung der Technischen Universität Chemnitz, beleuchtet dieses Spannungsfeld am 28. Februar 2019 im Industriemuseum Chemnitz, Zwickauer Straße 119. Mit ihrem Vortrag, der um 18 Uhr beginnt, startet zugleich die neue Veranstaltungsreihe des Museums „Schmelztiegel Chemnitz“. Glorius erläutert wesentliche Begriffe und Konzepte der internationalen Migration und zeigt am Beispiel Deutschlands auf, unter welchen Perspektiven Migrationsprozesse betrachtet werden können und welche Ursachen und Folgen sie haben.

Hintergrund: Migration und Mobilität

Die Geschichte der Menschheit ist geprägt von Austausch und Mobilität. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) stieg die Zahl weltweit mobiler Menschen von 1960 bis 2018 von etwa 75 Millionen auf fast 244 Millionen an. Diese Migrationen können unterschiedliche Ursachen haben.¬ Flucht oder Zwangsmigration ist nur eine davon, wenn auch eine bedeutende. So gab es allein 2018 weltweit über 60 Millionen Flüchtlinge bzw. innerhalb des eigenen Landes Vertriebene.

Deutschland hat seit dem Zweiten Weltkrieg große Zuwanderungsströme aufgenommen, angefangen bei der Aufnahme von rund zwölf Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen, die Zuwanderung von sogenannten Gastarbeitern in die BRD, die seit dem Anwerbestopps 1973 zunehmend sesshaft wurden und inzwischen eine zweite und dritte Generation von Deutschen mit Migrationshintergrund hervorbrachten, bis hin zur Aufnahme von Asylsuchenden. Auch die DDR kannte Arbeitsmigration und die Aufnahme von Geflüchteten. Im wiedervereinten Deutschland standen in den vergangenen Jahren vor allem Asylsuchende im Fokus. Zudem kam eine mindestens ebenso große Anzahl von sogenannten „EU-Migranten“ im Rahmen der europäischen Freizügigkeitsregelung nach Deutschland.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Birgit Glorius, Telefon 0371 531-33435, E-Mail birgit.glorius@...

  • Blick in einen vollbesetzten Hörsaal.

    Umfangreicher Service für Studieninteressierte

    Für einen optimalen Start ins Wintersemester 2026/2027: TU Chemnitz bietet neben dem Servicetelefon individuelle Beratungsgespräche und Informationen im Internet an – Einschreibung in zulassungsfreie Studiengänge ist noch bis zum 31. Oktober 2026 möglich …

  • Eine Frau blickt in die Kamera

    Workshop bringt Forschung und Praxis zur Sexarbeit zusammen

    Zwölfter Interdisziplinärer Workshop „Kritische Sexarbeitsforschung“ vom 13. bis 15. November 2026 in Chemnitz. Öffentliche Abendveranstaltung lädt zum Austausch zwischen Forschung und Praxis ein …

  • Ein saniertes Gebäude

    Mit KI reden – und 30 Euro für 45 Minuten verdienen

    Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der TU Chemnitz sucht Versuchspersonen für eine Vor-Ort-Studie zur Interaktion mit KI-gestützten Sprachassistenten …

  • Drei junge Menschen schauen in die Kamera

    TUCgraduate Day am 10. November 2026

    Internationale Forschungsaufenthalte, Netzwerke und Karrierewege sind 2026 die Schwerpunktthemen des TUCgraduate Day der TU Chemnitz – Anmeldung ab sofort möglich …