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Pressemitteilung vom 12.01.2015

Kriegsende in Sachsen 1945

Ringvorlesung „Sachsen, Europa und der Zweite Weltkrieg“: Am 14. Januar 2015 spricht Dr. Jens Boysen vom Deutschen Historischen Institut in Warschau

Im Mittelpunkt des zehnten Teils der Ringvorlesung „Sachsen, Europa und der Zweite Weltkrieg" steht das Kriegsende in Sachsen 1945. Die öffentliche Veranstaltung am Mittwoch, dem 14. Januar 2015, beginnt um 19 Uhr im Raum N112 im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90. Der Eintritt ist frei.

Dr. Jens Boysen (Warschau) bringt dabei verschiedene Ereignisstränge in einen Zusammenhang, die sich im Zeitraum zwischen Januar und Mai 1945 in den sächsischen Territorien überlagerten. Hierzu zählen etwa das offensive Vordringen der Roten Armee sowie polnischer Verbände aus östlicher wie aus nördlicher Richtung (Niederschlesien, Brandenburg), das von brutalen Ausschreitungen gegen die Zivilbevölkerung begleitet war, der Vormarsch der US-Armee aus Richtung Westen (Thüringen, Franken, Vogtland) sowie der Widerstand von Wehrmachts-, Luftwaffen- und Waffen-SS-Verbänden gegen die russisch-polnischen Angriffe. Begleitet wurden diese militärischen Handlungen von einer massiven Fluchtwelle aus Ostdeutschland, von der insbesondere der östliche Teil Sachsens betroffen war, und von schweren Luftangriffen der Briten und US-Amerikaner gegen sächsische Städte.

Dr. Jens Boysen, geboren 1968, studierte Geschichte, Slawistik und Politikwissenschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main und am Trinity College Dublin und wurde 2006 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit der Arbeit „Preußische Armee und polnische Minderheit. Royalistische Streitkräfte im Kontext der Nationalitätenfrage des 19. Jahrhunderts (1815 - 1914)” promoviert. Seit 2010 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Warschau tätig.

Weitere Informationen erteilt Dr. Hendrik Thoß, Telefon 0371 531-32615, E-Mail hendrik.thoss@....

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