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Pressemitteilung vom 11.11.2013

Neues polnisches Kino im Fokus

Filmreihe an der TU Chemnitz geht in die vierte Runde - Interesse für das Nachbarland soll geweckt und ausgebaut werden

Obwohl Polen seit 2005 Mitglied der Europäischen Union ist, erscheint das Nachbarland für viele Deutsche häufig noch als ein "großer Unbekannter". Eine seit 2010 bestehende Kooperation der Professuren Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas (Prof. Dr. Stefan Garsztecki) und Europäische Regionalgeschichte (Prof. Dr. Miloš Řezník) an der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz mit der Filiale Leipzig des Polnischen Instituts Berlin hat es sich zum Ziel gesetzt, die polnische Kultur der universitären und städtischen Öffentlichkeit näher zu bringen. Dazu startet jetzt die vierte Runde einer Filmreihe, die wichtige polnische Produktionen im studentischen Filmclub "mittendrin" (Reichenhainer Straße 35/37) zur Aufführung bringt. Sie widmet sich diesmal dem "Neuen polnischen Kino".

Den Auftakt bildet am Mittwoch, den 13. November 2013, um 21 Uhr die Präsentation des Filmes "80 Millionen" ("80 milionów") von Waldemar Krzystek aus dem Jahr 2011 im Originalton mit Untertiteln. Er basiert auf wahren Begebenheiten, die sich 1981 in Wrocław kurz vor der Verhängung des Kriegsrechtes ereigneten. Nach zahlreichen Provokationen durch die Sicherheitskräfte scheint eine Eskalation der Konfrontation zwischen der Solidarność-Opposition und den kommunistischen Staatsorganen unvermeidlich. Eine kleine Gruppe von Solidarność-Anhängern plant einen Banküberfall, um 80 Millionen Złoty in Sicherheit zu bringen, bevor die Gewerkschaftskonten eingefroren werden. Waldemar Krzystek inszenierte die historischen Ereignisse als fulminanten Actionfilm mit großem Unterhaltungswert. Der Film erzählt von der Kraft Tausender, dem Mut Hunderter und der Freundschaft einiger weniger, die durch ihre Entschlossenheit die Lebensläufe von Millionen Polen veränderten.

Im Anschluss an "80 Millionen" werden monatlich weitere aktuelle Produktionen gezeigt. Der Eintritt ist jeweils frei. Zu jeder Vorführung wird ein Experte den Film, seinen Entstehungskontext sowie seine Rezeption erläutern. Die Veranstaltungsreihe knüpft an ähnliche Formate in den Jahren 2010 und 2011 an, die sich der polnischen Emigration, der Solidarność-Zeit und der Volksrepublik Polen in der filmischen Darstellung widmeten.

Weitere Informationen erteilt Piotr Kocyba, Telefon 0371 531-38521, E-Mail piotr.kocyba@....
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