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Pressemitteilung vom 24.06.2010

Mit Hornhautspenden neues Sehen schenken

Mit Hornhautspenden neues Sehen schenken
Vortragsreihe "Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft" der TU Chemnitz und der Klinikum Chemnitz gGmbH geht weiter - Prof. Dr. Katrin Engelmann und Martin Börgel referieren am 30. Juni 2010

Organspenden retten Leben oder verbessern die Lebensqualität der Patienten erheblich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Hornhautspende - eine der häufigsten Transplantationen in der Medizin. Etwa 40 Mal wird dieser Eingriff pro Jahr in der Augenklinik Chemnitz durchgeführt; 6.000 Mal in der Bundesrepublik. Da die Hornhaut sehr viele Nerven besitzt, ist sie stark schmerzempfindlich. Je nach Erkrankung können Lichtscheu, tränende, trockene und brennende Augen bei Betroffenen auftreten. "Hauptverursacher für Hornhautentzündungen sind Herpes-Viren. Doch auch Unfälle, zum Beispiel Verätzungen, können die Hornhaut nachhaltig schädigen", berichtet Prof. Dr. Katrin Engelmann, Chefärztin der Augenklinik der Klinikum Chemnitz gGmbH, und fügt hinzu: "Die Operation selbst ist keine große Sache. Aus der getrübten Hornhaut wird etwa ein Kreis von sieben bis acht Millimeter Durchmesser herausgeschnitten und auf das Loch eine etwas größere Scheibe einer Spenderhornhaut gesetzt, die der Operateur vernäht."

Die über die Chemnitzer Region hinaus beliebte Vortragsreihe "Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft" wird am 30. Juni 2010 um 17.30 Uhr im Hörsaal 305, Universitätsteil Straße der Nationen 62 in Chemnitz, fortgesetzt. Der Eintritt ist frei. Thema dieser Veranstaltung sind "Möglichkeiten der modernen Gewebespende und -transplantation in Deutschland". Neben Prof. Dr. Katrin Engelmann referiert Martin Börgel, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG). In der Veranstaltung wird Engelmann über die Operation und ihre Erfolgsaussichten sprechen, ein operierter Patient wird von seinen Erfahrungen berichten. Auch die Gewebespende wird ein Thema sein. Die eingesetzten Hornhäute werden den transplantierenden Krankenhäusern im gesamten Bundesgebiet durch die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation Hannover zur Verfügung gestellt. Ähnlich wie bei Organen besteht auch bei Augenhornhäuten, die zu den Geweben zählen, ein großer Spendenbedarf. DGFG-Geschäftsführer Börgel wird einen Einblick in das sensible Thema der Gewebespende geben, die Bedeutung und gesetzliche Situation sowie die Entwicklung der letzten Jahre aufzeigen.


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