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Pressemitteilung vom 10.12.2009

Sächsische Zulieferer stellen Weichen für die Zukunft

Sächsische Zulieferer stellen Weichen für die Zukunft
Studie der Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) und der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb der TU Chemnitz zeigt zukünftige Herausforderungen der sächsischen Zulieferer auf

Die Globalisierung und der technische Wandel sind neben der Sicherung von Kapital die maßgeblichen Herausforderungen für die sächsische Automobilzulieferindustrie in den nächsten Jahren. Das belegt eine Studie, die die RKW Sachsen GmbH als Projektträger der Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) in Zusammenarbeit mit der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb der TU Chemnitz erstellt hat.

Vor dem Hintergrund zahlreicher technologischer Veränderungen im Fahrzeugbau, der aktuellen Wirtschaftssituation und der Notwendigkeit, mit komplexeren Leistungen eine bessere Wettbewerbsposition zu sichern, planen 66 Prozent der 59 befragten Unternehmen den Aufbau neuer Kompetenz- und Geschäftsfelder. Priorität hat dabei die Entwicklung eigener Produktkompetenz, gefolgt von den Bereichen Alternative Antriebe, Automatisierung, Leichtbau, Elektrik/Elektronik, Nischenanwendungen und Technische Textilien.

Bei der Bewertung von Trends in der Automobilindustrie sehen die sächsischen Zulieferer ihre Chancen vor allem im Punkt Qualität. "Die Unternehmen wissen, dass sie sich hauptsächlich in diesem Aspekt von preisgünstigerer Konkurrenz abgrenzen und Wettbewerbsvorteile erreichen können", sagt AMZ-Projektmanagerin Dr. Claudia Scholta. Ebenso werden die zunehmende Entwicklungsverlagerung auf Zulieferer, die steigende Variantenvielfalt, die Flexibilität und Effizienz in Produktion und Logistik, die Umweltverträglichkeit und die Bedeutung neuer Materialien als Tendenzen gesehen, bei denen die Unternehmen Vorteile erzielen können.

Als deutliche risikobehaftet bewerten die Firmen dagegen die wachsende Globalisierung. Dennoch stellen sich die sächsischen Unternehmen diesem Trend. 32 Prozent der Befragten errichteten Produktionsstätten im Ausland. 39 Prozent der Befragten sind mit Vertriebsbüros bzw. -kooperationen international aktiv. 20 Prozent haben Forschungs- und Entwicklungs- Niederlassungen bzw. Joint Ventures im Ausland gegründet. Bei allen Aktivitäten war China Zielland Nummer 1 vor Russland, den USA und Indien.

Um für die zukünftigen Anforderungen gerüstet zu sein, setzen die Unternehmen auf Personalentwicklung und Netzwerkarbeit. Die gegenwärtige Krisensituation hat den Blick der sächsischen Automobilzulieferer für die Erfordernisse der nächsten Jahre weiter geschärft. Die Unternehmen wissen, dass sie für den technologischen Wandel und eine globale Präsenz qualifizierte Facharbeiter und Ingenieure brauchen mit der Bereitschaft, ständig hinzu zu lernen. Das gilt nicht nur für den technischen Bereich, sondern ebenso für Fremdsprachen sowie soziale und interkulturelle Kompetenz. Netzwerke gewinnen für die befragten Unternehmen zukünftig vor allem für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Vertrieb sowie Personal weiter an Bedeutung.

Weitere Informationen erteilen David Jentsch, Telefon 0371 531-37823, E- Mail david.jentsch@mb.tu-chemnitz.de, und Dr. Ralph Riedel, Telefon 0371 531-35314, E-Mail ralph.riedel@mb.tu-chemnitz.de.


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