Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Pressemitteilungen
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 

Pressemitteilung vom 06.08.2009

Europa, Chemnitz und Bleistifte

Europa, Chemnitz und Bleistifte
Anita Gläser ist die erste Industriepromovendin der TU Chemnitz und pendelt zwischen der Uni und der Schmaus GmbH

Anita Gläser kann, zumindest aus Sicht der hiesigen Wirtschaft, auf einen idealen Lebenslauf verweisen. Die gebürtige Karl-Marx-Städterin machte Abitur und studierte an der TU ihrer Heimatstadt Wirtschaftsmathematik. Zunächst aus Kostengründen, wie sie sagt, doch schon bald lernte sie das gute Betreuungsverhältnis und den fachlichen Ruf ihrer Universität schätzen. Zum Diplom suchte sie sich ein Unternehmen in der Nähe und schrieb ihre Abschlussarbeit bei der Hartmannsdorfer Schmaus GmbH, einem Vertrieb für Büromaterial vom Bleistift bis zum Toner. Und mit Anita Gläsers dortiger Festeinstellung nach dem Studienabschluss hatte eine junge Absolventin den Kampf gegen die Abwanderung gebildeter junger Fachkräfte wieder ein kleines Stück vorangebracht.

Doch da auch aus einer guten Sache stets eine noch bessere werden kann, verabschiedete das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) im Jahr 2008 eine Förderrichtlinie zur Unterstützung in den Bereichen Hochschule und Forschung. Was nach einer "Bildung ist wichtig"- Parole klingt, heißt konkret, dass aus dem Europäischen Sozialfonds zur Förderung strukturell schwacher Regionen, etwa Sachsen, Mittel bereitgestellt und in verschiedene Maßnahmen des SMWK investiert werden. Für Anita Gläser und die Schmaus GmbH ein Glücksfall. Denn als Adalbert Schmaus, Geschäftsführer der Schmaus GmbH, von der in der Richtlinie enthaltenen Möglichkeit einer geförderten Industriepromotion erfuhr, sah er eine willkommene Chance für Anita Gläser und sein Unternehmen.

"Industriepromotionen", so Dr. Rainer Kittig, Referent für Forschung im Büro des Rektors, "sind Qualifizierungsvorhaben, die ein gemeinsames Interesse der sächsischen Unternehmen und der Universität aufweisen, und für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Sachsen von Bedeutung sind." So schreibt Anita Gläser nun an ihrer Doktorarbeit der Wirtschaftswissenschaften zu "Gewinnoptimierenden Konzepten". Dazu wurde eigens eine sozusagen vermittelnde Mitarbeiterstelle innerhalb der TU Chemnitz eingerichtet, welche je zur Hälfte aus dem Topf des Europäischen Sozialfonds und der Schmaus GmbH bezahlt wird, wo Anita Gläser neben der Promotion weiterhin arbeitet. Dadurch profitieren alle Parteien. Die TU Chemnitz in der Stärkung der Verbindungen zur regionalen Wirtschaft. Die Schmaus GmbH mit einer bald promovierten Fachkraft, die innerhalb der Branche als Alleinstellungsmerkmal fungieren könne, so Gläser. Und natürlich Anita Gläser selbst, die nah an der Praxis forschen und davon auch leben kann. So schätzt die Doktorandin, dass sie neben der Theorie auch sehen kann, ob und wie das Ergebnis in der Praxis funktioniert. Letztlich könne es schließlich sein, dass sie mit ihrer erarbeiteten Firmenstrategie vom Einkauf bis zur Kundenakquise alles auf den Kopf stellt. Weiterhin in ihrer jetzigen Firma arbeiten möchte sie zumindest auch mit dem angestrebten Doktortitel.

Kontakt: Anita Gläser, Telefon 03722 6088-0, E-Mail anita.glaeser@buero- schmaus.de Dr. Rainer Kittig, Telefon 0371 531-31706, E-Mail rainer.kittig@verwaltung.tu-chemnitz.de

Wichtiger Hinweis für die Medien: In der Pressesetelle der TU Chemnitz können Sie honorarfrei ein themenbezogenes Foto anfordern. Motiv: Anita Gläser ist die erste Industriepromovendin der TU Chemnitz. Bei der Schmaus GmbH können sie und Geschäftsführer Adalbert Schmaus sehen, ob die Forschungsergebnisse in der Praxis funktionieren. Foto: TU Chemnitz/Wolfgang Schmidt


  • Blick in einen vollbesetzten Hörsaal.

    Umfangreicher Service für Studieninteressierte

    Für einen optimalen Start ins Wintersemester 2026/2027: TU Chemnitz bietet neben dem Servicetelefon individuelle Beratungsgespräche und Informationen im Internet an – Einschreibung in zulassungsfreie Studiengänge ist noch bis zum 31. Oktober 2026 möglich …

  • Eine Frau blickt in die Kamera

    Workshop bringt Forschung und Praxis zur Sexarbeit zusammen

    Zwölfter Interdisziplinärer Workshop „Kritische Sexarbeitsforschung“ vom 13. bis 15. November 2026 in Chemnitz. Öffentliche Abendveranstaltung lädt zum Austausch zwischen Forschung und Praxis ein …

  • Ein saniertes Gebäude

    Mit KI reden – und 30 Euro für 45 Minuten verdienen

    Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der TU Chemnitz sucht Versuchspersonen für eine Vor-Ort-Studie zur Interaktion mit KI-gestützten Sprachassistenten …

  • Drei junge Menschen schauen in die Kamera

    TUCgraduate Day am 10. November 2026

    Internationale Forschungsaufenthalte, Netzwerke und Karrierewege sind 2026 die Schwerpunktthemen des TUCgraduate Day der TU Chemnitz – Anmeldung ab sofort möglich …