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Pressemitteilung vom 14.02.2006

Willkommen im "Wunderland Physik"

Willkommen im "Wunderland Physik"
In neuem Schülerlabor an der TU Chemnitz sollen Schüler für Naturwissenschaften interessiert und Lehrer unterstützt werden

Damit Naturwissenschaften und technische Fächer bei der Berufs- und Studienwahl von Schulabgängern bald wieder hoch im Kurs stehen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Aufbau von 18 Schülerlaboratorien aus zehn Bundesländern. Das Institut für Physik an der TU Chemnitz setzte sich im vergangenen Jahr mit seinem Konzept unter 170 Bewerbern durch und erhielt eine Anschubfinanzierung von 16.800 Euro für die Ausstattung des Schülerlabors "Wunderland Physik", das am 14. Februar 2006 im Weinhold-Bau, Reichenhainer Straße 70, Raum 630, offiziell eröffnet wurde.

Um die Neugier für physikalische und technische Problemstellungen zu wecken, haben künftig Schüler der Klassenstufen 6 bis 10 die Möglichkeit, in diesem Schülerlabor der Universität spielend zu experimentieren und Physik hautnah zu erleben. Dabei sollen die Schüler durch Experimente und altersgerechte Vorträge an naturwissenschaftliche Fragestellungen herangeführt und zum selbstständigen und teamorientierten Arbeiten angeregt werden. Bei der Umsetzung des Konzepts stützt man sich auf drei Säulen: Einer der Schwerpunkte ist die Durchführung ausgewählter physikalischer Experimente zu den Themen "Ein Computer kann mehr als Spiele" und "Regenerative Energiequellen". Hier lernen die Schüler das Messen und Steuern mit Hilfe von Computersystemen und beschäftigen sich mit aktuellen Problemstellungen nachhaltiger Energiegewinnung. Die zweite Säule basiert auf dem kreativen Gestalten physikalischer Experimente mit einfachen Mitteln. Die Anschaulichkeit und Selbstgestaltung von Experimenten z.B. mit Licht, zur Oberflächenspannung oder zu magnetischen Phänomenen stehen hier im Vordergrund. Den großen Schaueffekt verspricht die dritte Säule: Ohne große Anleitungen soll der Nachwuchs selbstständig experimentieren, etwa zu Klangfiguren, optischen Täuschungen oder Seifenblasen, und dabei auf den großen Aha-Effekt hinarbeiten. Die Auswahl der Themenschwerpunkte erfolgt in Abstimmung mit dem Lehrplan der Schüler durch den Projektleiter Dr. Gunter Beddies und die Physiklehrer.

"Bereits jetzt liegen uns schon eine Reihe von Anfragen interessierter Schulklassen vor", freut sich Dr. Eckart Fromm vom Institut für Physik. Nach Anmeldung können an zwei Terminen in der Woche Schulklassen auf Entdeckungsreise gehen. Im Labor wurden dazu fünf Versuchsplätze eingerichtet, an denen die Schüler zu zweit oder zu dritt arbeiteten können. Die Versuchspaletten sind ebenfalls in fünffacher Ausführung vorhanden, so dass auch größere Gruppen kein Hindernis darstellen. Aber auch individuelle Veranstaltungen zu Projekttagen sind möglich. "Allerdings sollen nicht nur Schüler von dem Laboratorium profitieren, auch interessierte Physiklehrer können es gern zur Fortbildung nutzen", betont Privatdozent Dr. Gunter Beddies von der Professur Oberflächen- und Grenzflächenphysik an der TU Chemnitz.

Erste Testdurchläufe und Praktika gab es in den vergangenen Wochen bereits in Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern des Johannes-Kepler-Gymnasiums Chemnitz, des Gymnasiums Einsiedel und des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Limbach- Oberfrohna.

Anmeldungen und weitere Informationen: TU Chemnitz, Institut für Physik, Dr. Gunter Beddies, Telefon (03 71) 5 31 - 31 14, E-Mail beddies@physik.tu-chemnitz.de

Einladung zum Pressegespräch / Foto- und Filmtermin

Sehr geehrte Damen und Herren der Medien,

am 14. Februar 2006 haben Sie um 13 Uhr im neuen Schülerlabor (Weinhold-Bau, Reichenhainer Straße 70, Raum 630), eine ideale Gelegenheit für Film- und Fotoaufnahmen. Vertreter des Instituts für Physik, des Johannes-Kepler-Gymnasiums Chemnitz und Schüler stehen Ihnen hier gern für Interviews zur Verfügung. In der Pressestelle können Sie außerdem honorarfrei themenbezogene Fotos anfordern.

Mit freundlichen Grüßen

Mario Steinebach Leiter der Pressestelle der TU Chemnitz


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