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Pressemitteilung vom 02.02.2006

Bücher schlagen Brücken nach Tschechien

Bücher schlagen Brücken nach Tschechien
Sächsisch-Tschechische Fachbibliothek der TU Chemnitz erfreut sich großer Beliebtheit - Bekanntheitsgrad soll in der Region noch weiter erhöht werden

Bereits 3.456 Bücher umfasst die Sächsisch-Tschechische Fachbibliothek der TU Chemnitz. Im Bestand der 2003 an der Universität eingerichteten Bibliothek sind nicht nur Fachbücher zu Wirtschaftsthemen, zur Geschichte von Sachsen und Böhmen oder zur EU-Osterweiterung. Zunehmend werden auch belletristische Werke, Sprach- und Tourismusführer, Kartenmaterial, DVDs und Hörbücher in den Bestand aufgenommen. Ende 2006 sollen etwa 5.000 Titel zu Sachsen und Tschechien in deutscher bzw. in tschechischer Sprache die Regale der Chemnitzer Universitätsbibliothek bereichern. Zum Aufbau der "Sächsisch- Tschechischen Fachbibliothek" stehen insgesamt etwa 140.000 Euro zur Verfügung, die zu 75 Prozent von der Europäischen Union und zu 25 Prozent von der TU Chemnitz bereitgestellt werden.

"Wir freuen uns, dass die Fachbibliothek mittlerweile auf beiden Seiten des Erzgebirgskammes immer mehr Zuspruch erfährt", erklärt Prof. Dr. Peter Jurczek, der das "Sächsisch-Tschechischen Hochschulzentrums" und damit auch die Fachbibliothek vor drei Jahren initiiert hat. Zu den Nutzern zählen nicht nur Wissenschaftler und Studenten - allen voran die Studierenden der Europa- Studiengänge der TU - sowie die mehr als 70 Studenten aus Tschechien, die derzeit in Chemnitz studieren. Auch Unternehmer, Teilnehmer an Tschechisch-Kursen des Sprachenzentrums der TU Chemnitz oder der Volkshochschule, Studenten von Partnerhochschulen in Tschechien, Kulturschaffende und Kommunalpolitiker aus beiden Ländern, aber auch Lehrer und Schüler aus der Region greifen kostenfrei auf den Fundus zurück.

Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Südwestsachsen, dem die grenzüberschreitende Kooperation von Unternehmen schon seit vielen Jahren sehr am Herzen liegt, will deshalb auch in der Region noch mehr die Werbetrommel für die einzigartige Bibliothek schlagen - etwa über die IHK-Kontaktzentren in Plauen und Annaberg-Buchholz, über das Internet-Portal der IHK, über die Kammerzeitung oder mit Hilfe der Kooperationspartner der IHK in Nordböhmen. Insbesondere Unternehmen, die ihre Fühler nach Tschechien ausrichten, sollen erfahren, das an der TU Chemnitz hervorragende und aktuelle Nachschlagewerke existieren.

Monika Ullmann, Bereichsleiterin Medienbearbeitung der Chemnitzer Universitätsbibliothek, macht dies an Beispielen fest: "Unsere Renner - insbesondere in der Fernleihe - sind derzeit eine aktuelle Vergütungsstudie sowie Marktstudie über den Maschinenbau in der Tschechischen Republik". Von Unternehmen häufig nachgefragt würden auch Gesetzestexte sowie Speziallexika für die Wald- und Forstwirtschaft, den Automobilbau und die Tourismusbranche. "Wir bemühen uns dabei auch, die Beschaffungswünsche uni-externer Nutzer zu prüfen, damit auch die Literatur angeboten wird, für die in der Region ein großer Bedarf besteht", ergänzt Ilona Scherm vom "Sächsisch-Tschechischen Hochschulzentrum".

"Diese Bibliothek ist erstklassig, weil ich hier vor Ort die notwendige Spezialliteratur für meine Forschungsarbeit auf dem Gebiet der grenzüberschreitenden Kooperation von klein- und mittelständischen Unternehmen schnell bekommen kann", lobt Radka Holeckova, die von der Wirtschaftsuniversität Prag zum Promotionsstudium an die Professur für Marketing und Handelsbetriebslehre der TU Chemnitz wechselte. "Ich nutze nahezu täglich die Bibliothek, leihe mir hier jedoch nicht nur Fachbücher sondern auch Filme aus". Auch für Dr. Thomas Steger von der Juniorprofessur Europäisches Management ist die Fachbibliothek eine wichtige Arbeitsressource. "Hier steht das Fachwissen im Regal, das ich ständig benötige." An die Adresse von Unternehmen richtet er den Appell: Wer den wirtschaftlichen Sprung über die sächsisch-böhmische Grenze inhaltlich gut vorbereiten möchte, wird in dieser Fachbibliothek bestens bedient".

Angesichts der bereits großen Resonanz der Bibliothek sollen die Aktivitäten des "Sächsisch-Tschechischen Hochschulzentrums" unter Einbeziehung der kontinuierlichen Erweiterung der "Sächsisch- Tschechischen Fachbibliothek" auch nach Beendigung der aktuellen Förderperiode fortgesetzt werden. "Dies würde sowohl das europabezogene Studienangebot unserer Universität unterstützen als auch einen praktischen Beitrag zur Verstetigung der Zusammenarbeit über die nur 30 Kilometer entfernte Grenze zu Tschechien leisten", meint Prof. Jurczek.

Die Sächsisch-Tschechische Fachbibliothek im Internet: http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/STHZ/sthz_medien.html

Das Sächsisch-Tschechische Hochschulzentrum im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/phil/geographie/sthz/

Weitere Informationen gibt Ilona Scherm, Sächsisch-Tschechisches Hochschulzentrum an der TU Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31 - 45 03 oder per E-Mail ilona.scherm@phil.tu-chemnitz.de.

Hinweis für die Medien: In der Pressestelle können Sie honorarfrei ein themenbezogenes Bild anfordern. Motiv: Radka Holecková, die an der Professur Marketing und Handelsbetriebslehre der TU Chemnitz promoviert, nutzt fast täglich die Spezialliteratur für ihre wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der grenzüberschreitenden Kooperation von klein- und mittelständischen Unternehmen. Foto: Christine Kornack

Dieses Pressefoto finden Sie auch im Ordner "Internationales" des Elektronischen Bildarchivs der Pressestelle der TU Chemnitz ( http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/bilder/index.php )


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