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Pressemitteilung vom 15.11.2005

Wasser auf dem Mars?

Wasser auf dem Mars?
Vortrag an der TU Chemnitz zeigt, wie Mainzer Spektrometer auf NASA-Robotern den roten Planeten erforschen

Gibt es Wasser auf dem Mars? Dieser Frage geht Prof. Dr. Philipp Gütlich vom Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am 23. November 2005 in Chemnitz nach. Im Rahmen des Physikalischen Kolloquiums im Hörsaalgebäude der TU, Reichenhainer Straße 90, nimmt der Mainzer Experte ab 17.15 Uhr im Hörsaal N013 seine Zuhörer auf eine erfolgreiche Mars-Mission mit.

Zum Thema: In etwa zehnjähriger Entwicklungsarbeit wurde am Institut für Kernphysik der TU Darmstadt sowie am Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Mainz ein Mössbauer-Spektrometer hinsichtlich Größe und Gewicht etwa um den Faktor 100 verkleinert. Das miniaturisierte Mössbauer- Spektrometer (MIMOS) wurde von der European Space Agency (ESA) und der NASA zusammen mit anderen Geräten ausgewählt, bei den im Jahre 2003 gestarteten Mars-Missionen für Boden- und Gesteinsanalysen zum Einsatz zu kommen. Die beiden NASA- Missionen mit den Robotern "Spirit" und "Opportunity" an Bord landeten im Januar 2004 erfolgreich auf der Mars-Oberfläche. MIMOS, an beiden Robotern montiert, arbeitet seitdem außerordentlich erfolgreich und sendet Mössbauer-Spektren von bestechender Qualität, vergleichbar mit Labormessungen, zur Erde. Die Spektren weisen anhand charakteristischer Hyperfeinwechselwirkungsparameter auf das Vorkommen von eisenhaltigen Mineralen wie Olivin, Pyroxen, Hämatit, Magnetit, Goethit und Jarosit hin. Während die Minerale Hämatit und Goethit in wässriger Umgebung entstehen, deutet insbesondere der Nachweis von Jarosit, ein basisches Eisen(III)-sulfat-Mineral, auf Wasservorkommen auf dem roten Planeten hin. Diese Resultate werden durch Messergebnisse, die mit einem Alpha Particle X-ray Spectrometer (APXS), das im Max Planck-Institut für Chemie in Mainz entwickelt wurde und ebenfalls auf den NASA-Robotern installiert ist, gestützt.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Institut für Physik, Prof. Dr. Michael Schreiber, Telefon (03 71) 5 31 - 31 42, E-Mail schreiber@physik.tu-chemnitz.de


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