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Pressemitteilung vom 04.10.2005

Sensoren unterstützen stressfreies Einparken

Sensoren unterstützen stressfreies Einparken
Chemnitzer Nachrichtentechniker forschen mit Automobilfirmen an automatischem Einparkassistent

Autofahrer kennen das Problem: Beim Einparken möchte man möglichst das gesamte Fahrzeugumfeld gleichzeitig im Auge haben. Doch erhöhte Heckpartien, ein vollbeladener Kofferraum oder so manches unsichtbares Hindernis im toten Winkel der Rückspiegel erzeugen oft Stress beim Einparken.

Forscher der Professur für Nachrichtentechnik der TU Chemnitz von Prof. Dr. Gerd Wanielik arbeiten bereits seit mehreren Jahren auf verschiedenen Gebieten der Fahrzeugumfelderkennung und der Fahrerassistenzsysteme mit Automobilzulieferern und der Automobilindustrie eng zusammen. Mit moderner Sensorauswertung sollen diese Systeme so verlässlich und so komfortabel wie möglich für den Fahrer gemacht werden. Jüngstes Beispiel: Gemeinsam mit der Firma Hella in Lippstadt bringen die Chemnitzer dem Auto ein kleines Stück Selbständigkeit bei. "Das Auto der Zukunft soll nahezu von allein einparken", so Prof. Wanielik. Um das zu erreichen, sind die Parklücken automatisch zu vermessen und sowohl optimale als auch kollisionsfreie Einparkwege für das Auto zu ermitteln. Zudem muss auch ständig überwacht werden, dass das Auto nicht von seiner vorgeschriebenen Bahn abweicht. "Dabei soll das Fahrzeug am Ende noch besser mit kleinen Parklücken zurechtkommen, als das so mancher menschliche Fahrer kann", versichert der Chemnitzer Universitätsprofessor.

Der automatische Einparkassistent von Hella ermöglicht dem Fahrer bereits ein automatisches Einparken in Längsparklücken. Ein Ultraschallsensor vermisst die Parklücke, indem er beim Vorbeifahren deren Länge und Tiefe automatisch erfasst und auch vorhandene Bordsteine berücksichtigt. Ist die Parklücke groß genug, kann der Einparkvorgang gestartet werden. Der Fahrer muß lediglich noch Gas- und Bremspedal bedienen. Das Lenken übernimmt das Fahrzeug bereits selbst.

An vielen Punkten wird aber noch weiter geforscht. So will man das Einparken in Zukunft auch dann sicher ermöglichen, wenn beispielsweise widrige Straßenbedingungen (Kurven, Steigungen) den Vorgang erschweren. Dabei soll auch weiterhin Wert auf intuitive Bedienbarkeit und optimale Benutzerführung gelegt werden, denn der Mensch stellt die wichtigste Schnittstelle zum System dar.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Prof. Dr.-Ing. Gerd Wanielik, E-Mail wanielik@etit.tu-chemnitz.de , Dr.-Ing. Ullrich Scheunert, scheunert@etit.tu-chemnitz.de , Telefon (03 71) 5 31 - 31 65, Hella KGaA Hueck & Co. , Dr. Joachim Waßmuth, E-Mail Joachim.Wassmuth@hella.com .

Wichtiger Hinweis für Fotografen und Kamerateams: Am 5. Oktober 2005 haben Sie um 12.45 Uhr Gelegenheit für Film- und Fotoaufnahmen. Mitarbeiter der Professur für Nachrichtentechnik der TU Chemnitz und der Firma Hella präsentieren hinter dem Weinhold-Bau, Reichenhainer Straße 70 (Zufahrt zur Zentralen Warenannahme nutzen), ein Demonstrationsfahrzeug. In diesem VW Touran ist ein automatischer Einparkassistent sowie weitere Fahrzeugüberwachungstechnik integriert.


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