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Pressemitteilung vom 02.03.2005

CeBIT 2005: Das Handy öffnet nicht nur Tür und Tor

CeBIT 2005: Das Handy öffnet nicht nur Tür und Tor
Chemnitzer Informatiker zeigen, wie das Funktelefon zum Multifunktionsgerät wird

Ein Handy ist längst mehr als ein Telefon. Mit ihm kann man filmen, fotografieren oder die Schreibarbeit weit weg vom Büro erledigen. Dass Handys bald beispielsweise Türen öffnen sowie Autos oder Multimediageräte bedienen können, zeigen Informatiker der TU Chemnitz vom 10. bis 16. März 2005 auf der CeBIT in Hannover (Halle 9, Stand D04). Möglich wird dies mit Hilfe einer "intelligenten Schnittstelle", die von Forschern um Prof. Dr. Wolfram Hardt entwickelt wurde. Zur CeBIT demonstrieren die Wissenschaftler auf dem mitteldeutschen Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" erstmals die Funktionsweise der Handy-Schnittstelle mit einem funkferngesteuerten Auto. Messebesucher können am Stand mit ihrem bluetooth-fähigen Handy, die Steuerung dieses Modellautos übernehmen.

Wie funktioniert die intelligente Schnittstelle, die von den Informatikern den Namen "CellPhoneControlPoint" erhielt? Die Chemnitzer Neuerung verwendet Kommunikationsschnittstellen wie IR und Bluetooth, die bereits in den meisten modernen Handys integriert sind. Normalerweise werden diese Schnittstellen zur Kommunikation etwa zwischen Handy und PC genutzt. Immer wenn der Nutzer eine Taste auf seinem Handy drückt, wird ein standardisierter Befehl von dort an den PC gesendet. "Diese vom Handy ausgehenden Befehle werden nun durch unsere intelligente Schnittstelle in die entsprechenden Befehle der zu steuernden Endgeräte transformiert. Zugangsberechtigungen - beispielsweise für Türen - werden ebenfalls über diese Schnittstelle verwaltet", berichtet Prof. Hardt. "Mit dieser neuen Schnittstelle werden Handys künftig zum Standardinterface für alle Steueraufgaben im Alltag", blickt der Chemnitzer Informatik-Professor optimistisch nach vorn. Die neue Schnittstelle, die nicht über den teuren Telefonkanal erfolgt, ist sofort für beliebige Anwendungen einsetzbar. Zur leichten Anpassung der Endgeräte an die intelligente Schnittstelle wird von der TU Chemnitz kostengünstig eine Software- oder Hardwareimplementierung bereitgestellt.

Weitere Informatinen: TU Chemnitz, Fakultät für Informatik, Professur Technische Informatik, Prof. Dr. Wolfram Hardt, Telefon (03 71) 5 31 - 14 69, E-Mail hardt@cs.tu-chemnitz.de , sowie Dipl.-Inf. André Meisel, Telefon (03 71) 5 31 - 19 01, E-Mail andre.meisel@cs.tu-chemnitz.de

Wichtiger Hinweis für die Medien: In der Pressestelle können Sie kostenlos ein themenbezogenes Foto bestellen (Motiv: Prof. Dr. Wolfram Hardt (l.) und André Meisel testen die Steuerung eines Modell-Gabelstaplers mit Hilfe eines bluetooth- fähigen Handys. Foto: Mario Steinebach).


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