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Pressemitteilung vom 23.03.2004

Projekt "Technische Informatik für Frauen" startet

Projekt "Technische Informatik für Frauen" startet
TU Chemnitz begegnet dem Frauenmangel in Computerberufen: Schülerinnen und Studentinnen erhalten interessante Einblicke ins Informatikstudium

Ob in den Computerberufen oder im Informatik-Studium sind Frauen noch in der Minderheit. Auch die TU Chemnitz macht da keine Ausnahme. Nur 95 der 862 an der Fakultät für Informatik eingeschriebenen Studierenden sind Frauen. Über die Gründe kann man nur spekulieren, denn mit Computern kommen Frauen schließlich ebenso gut zurecht wie Männer. Daher fördert das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst eine Initiative des Chemnitzer Informatik-Professors Wolfram Hardt im Rahmen des Projektes “Technische Informatik für Frauen”.

An seiner Professur für Technische Informatik an der TU Chemnitz wird ein ganz neues Schülerpraktikum angeboten. Von April bis September 2004 können sich interessierte Schülerinnen im Rahmen eines Schülerpraktikums oder in den Ferien insgesamt zwei Wochen lang in ein Informatik-Studium hineinschnuppern und die Berufswelt kennen lernen. Beispielsweise werden Internet-Seiten erstellt oder ein Roboter programmiert. Wer sich dafür interessiert, kann sich an Wassil Dimitrow, Telefon (03 71) 5 31 - 14 76, E- Mail wasd@informatik.tu-chemnitz.de , wenden.

Ebenfalls ab Sommersemester 2004 wird für Chemnitzer Studentinnen in den Informatik-Studiengängen das Lehrangebot um zwei Veranstaltungen erweitert: Im Seminar "Eingebettete Systeme und Frauen" wird den Teilnehmerinnen ein neuer Blickwinkel auf technische Systeme eröffnet. Und im Praktikum "Frauen steuern technische Systeme" können die Studentinnen in einem teamorientierten Projekt eigene Vorstellungen zur Steuerung technischer Systeme umsetzen. Das Chemnitzer Projekt "Technische Informatik für Frauen" wird vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Hochschul- und Wissenschaftsprogramms der Bund-Länder-Kommission gefördert.

+++ Schon gewusst? +++

An der Wiege der Informatik stand eine Frau: Lady Ada Lovelace. Sie lebte von 1815 bis 1852 und war eine Tochter des englischen Dichters Lord Byron. Lady Ada Lovelace machte sich erstmals Gedanken darüber, wie man einen Computer programmieren könne. Dabei ersann sie grundlegende Programmiertechniken, die noch heute angewandt werden. Dazu zählen Programmschleifen und Unterprogramme. 1980 gab man einer neu entwickelten Programmiersprache ihren Namen: Ada.

Wichtiger Hinweis für die Medien: In der Pressestelle können Sie honorarfrei ein themenbezogenes Foto anfordern. Motiv: Prof. Dr. Wolfram Hardt erläutert wie die Module eines Industrieroboters sicher Daten austauschen können. Foto: TU Chemnitz/Mario Steinebach

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