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Pressemitteilung vom 28.04.2003

Wenn es ums Klima geht, müssen alle mitziehen

Wenn es ums Klima geht, müssen alle mitziehen

1. Chemnitzer Symposium “Europa und Umwelt” plädiert für gemeinsame Klimapolitik im Zuge der EU-Erweiterung – bedeutendster deutscher Klimaforscher als Gastredner

Auch ein größer werdendes Europa braucht eine gemeinsame Klimapolitik. Im Rahmen der Europawoche findet am 5. Mai 2003 an der TU Chemnitz das 1. Chemnitzer Symposium “Europa und Umwelt” statt, das sich dem Thema “Klimapolitik in einer erweiterten Europäischen Union” widmet. Veranstaltet wird dieses Symposium, das im TU- Hörsaalgebäude, Reichenhainer Str. 70, Raum N113, stattfindet, von Dr. Dirk Rübbelke, der die Chemnitzer Juniorprofessur für Europäische Wirtschaft leitet und Prof. Dr. Klaus Dieter John, Inhaber der Professur für Wirtschaftspolitik. Eingeladen sind alle, die sich für klimapolitische Fragen interessieren. Der Eintritt ist frei.

Mit Prof. Dr. Mojib Latif wird zu dem 1. Chemnitzer Symposium “Europa und Umwelt” der wohl berühmteste deutsche Klimaforscher als Gastredner erwartet. Er beantwortet von 9.15 bis 10.30 Uhr die oft gestellte Frage “Verändert der Mensch das Klima?”. Zudem kommen drei weitere Experten zum Verhältnis von Naturkatastrophen und der Klimaveränderung, zum Emissionshandel in Europa und zur Umsetzbarkeit des Kioto-Protokolls für die erweiterte EU zu Wort.

Das 1. Chemnitzer Symposium “Europa und Umwelt”, 5. Mai 2003, auf einen Blick:

* 9.15 –10.30 Uhr: “Verändert der Mensch das Klima?” Prof. Dr. Mojib Latif, Christian-Albrechts-Universität Kiel

* 10.30 – 11.45 Uhr: “Naturkatastrophen und Klimaveränderung: Befürchtungen und Handlungsoptionen der Versicherungswirtschaft” Thomas Loster, Münchener Rück

* 13.30 – 14.45 Uhr: “Emissionshandel in Europa” Prof. Dr. Bernd Hansjürgens, Martin-Luther-Universität Halle- Wittenberg

* 14.45 – 16.15 Uhr: “Burden sharing für die erweiterte EU in der 2. Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls: Modellergebnisse und politische Umsetzbarkeit” Dr. Axel Michaelowa, Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv

Ort: Hörsaalgebäude (Orangerie) der TU Chemnitz, Reichenhainer Str. 70, Raum N113.

Zum Hintergrund: Juniorprofessor Dr. Rübbelke: “Der Themenkomplex der Klimapolitik in einer erweiterten Europäischen Union ist gerade für Sachsen von besonderer Bedeutung. Die Osterweiterung wird Sachsen aus einer Region an der EU-Außengrenze zu einer zentralen Region in der EU machen. Damit verbunden sein werden viele Veränderungen, die etwa Wirtschaftsentwicklung und Verkehrsaufkommen betreffen. Diese wiederum haben einen Einfluss auf die Belastung und Qualität der Umwelt. So werden in Mittel- und Osteuropa die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid im Zeitraum 1995 bis 2020 um 78 Prozent zunehmen. Insbesondere nach der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr hat sich das Interesse an Fragen des Klimaschutzes deutlich erhöht. Mittlerweile wird dieses Thema aber von anderen wichtigen Problemen, wie insbesondere die hohe und weiter steigende Arbeitslosigkeit, aus dem Blickfeld gedrängt. Wir hoffen, mit dem Symposium einen Beitrag dazu zu leisten, dass Fragen des Klimawandels und des Umweltschutzes dennoch ganz oben auf der gesellschaftlichen und politischen Agenda bleiben.”

Weitere Informationen gibt Dr. Dirk Rübbelke, Juniorprofessor für Europäische Wirtschaft der TU Chemnitz, unter Telefon (03 71) 531 42 12 oder per E-Mail dirk.ruebbelke@wirtschaft.tu-chemnitz.de. Das 1. Chemnitzer Symposium “Europa und Umwelt” im Internet: http://www.tu- chemnitz.de/wirtschaft/ewi/ .


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