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Pressemitteilung vom 05.06.2002

Noch zwei Lesungen mit Adalbert-von-Chamisso-Preisträgern

Schriftsteller ausländischer Herkunft lesen in deutscher Sprache

Veranstaltungsreihe mit Adalbert-von-Chamisso-Preisträgern geht zu Ende

Im Juni beenden zwei Autoren die gemeinsame Lesereihe der TU Chemnitz, der Stadtbibliothek und des Literaturbüros Chemnitz e. V.: Der Tscheche Jaromir Konecny wird am 6. Juni 2002, ab 19.30 Uhr sein neuestes Buch "Endlich daheim" im Club Atomino, Schloßstraße 7, vorstellen. Er wurde 1956 in Prag geboren und emigrierte 1982 in die Bundesrepublik Deutschland. Dort studierte er Chemie an der TU München und promovierte über die Entstehung des genetischen Codes. Seit 1993 ist Jaromir Konecny auch in deutscher Sprache literarisch tätig und erhielt dafür bereits den Fritz-Hülser-Preis und ebenfalls den Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Am 12. Juni 2002 liest Vladimir Vertlib aus Russland ab 19.30 Uhr aus seinem Roman "Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur" im Neuen Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde in der Stollberger Straße 28. Vladimir Vertlib wurde 1966 in Leningrad geboren, emigrierte 1971 nach Israel und übersiedelte 1972 nach Österreich. An der Wiener Universität studierte er von 1984 bis 1989 Volkswirtschaftslehre, seit 1993 ist er als freiberuflicher Schriftsteller, Sozialwissenschaftler und Übersetzer tätig. Vertlib wurde im letzten Jahr mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Ingrid Hudabiunigg, Professur Deutsch als Fremdsprache an der TU Chemnitz, Tel. (03 71)5 31-42 47.

Stichwort: Adelbert-von-Chamisso-Preis Mit dieser Ehrung zeichnet die Robert Bosch Stiftung seit 1985 das deutschsprachige literarische Werk von Autoren aus, die nichtdeutscher Sprachherkunft sind, aus einer Einwandererfamilie stammen oder Deutsch in einem anderen Sprach- und Kulturraum erlernt haben.

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