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Pressemitteilung vom 19.02.1999

Handlungsorientierung für den Umgang mit Kühlschmierstoffen

Damit Sorglosigkeit nicht länger zu Krankheiten führt
Handlungsorientierung für den Umgang mit Kühlschmierstoffen erschienen

Die richtige Kühlung benötigen wir heute nicht nur in Gefriertruhen, Kraftwerken und Autos. Auch die Metallbearbeitung kommt ohne Kühlmittel nicht aus. Die sogenannten Kühlschmierstoffe entziehen die unerwünschte Wärme aus Werkstücken bzw. Werkzeugen und führen sie gemeinsam mit den bei der Bearbeitung entstandenen Spänen ab. Auch für die richtige Schmierung sind sie unerläßlich.

Daß mit diesen Kühlschmierstoffen jedoch nicht zu spaßen ist, spüren in vielen Unternehmen zahlreiche Maschinenbediener am eigenen Körper. Eine Studie des an der Chemnitzer Universität ansässigen Steinbeis-Transferzentrums "Fabrikplanung, -ökologie und automatisierter Fabrikbetrieb" führte bereits 1997 ans Licht, daß in einem Chemnitzer Maschinenbau-Unternehmen 24 Prozent der Bediener aufgrund des Kontaktes mit Kühlschmierstoffen unter Hautreizungen, Allergien und Ekzemen litten. Bei weiteren zwölf Prozent erkrankten die Atemwege. Drei Prozent beklagten Magenbeschwerden.

Die Ursachen lagen in diesem aber auch in anderen Unternehmen an Mängeln in der Information über und in der Handhabung von Kühlschmierstoffen sowie im Gesundheitsschutz, resümieren Dr. Siegfried Reich und Katja Mäding, die das Projekt auf Initiative des Betriebsrates der Chemnitzer Firma und der Schwäbisch Gmünder Ersatzkasse (GEK) in Angriff nahmen. Auf der Basis Ihrer Untersuchungen erarbeiteten die Chemnitzer Wissenschaftler eine 85 Seiten starke "Handlungsorientierung zur Minimierung der Risiken für Gesundheit und Umwelt" (Preis: 135,30 Mark inklusive Versandkosten). In der Loseblattsammlung wird nicht nur ein fundiertes Grundlagenwissen über diese Stoffe vermittelt. Sie enthält auch Checklisten zur Problemerkennung und Gesundheitsvorsorge sowie viele Tips rund um die Kühlschmierstoffe. Es werden aber auch Hinweise zur Trockenbearbeitung gegeben, bei der auf einen Einsatz von Kühlschmierstoffen ganz verzichtet wird. Auf einer beiliegenden Diskette sind unter anderem Hautschutzpläne, Betriebsanweisungen und Überwachungsprotokolle zusammengestellt.

Die Handlungsorientierung kann bestellt werden über das Steinbeis-Transferzentrum Fabrikplanung, -ökologie und automatisierter Fabrikbetrieb an der TU Chemnitz, Erfenschlager Str. 73, 09125 Chemnitz, Tel. 03 71 / 531 53 09, Fax 03 71 / 531 53 27.

(Autor: Mario Steinebach)


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