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Pressemitteilung vom 09.10.1998

Info-Paket über die TU Chemnitz (Pressekonferenz 9.10.98)

Informationspaket über die TU Chemnitz (Pressekonferenz vom 9.10.1998)
(Aktuelle Daten & Fakten)

1. Allgemeines

Hochschulranglisten

- nach einer Bewertung des Computermagazins "Konr@d" (Heft 1/98) ist die TU Chemnitz die am besten mit Computern ausgestattete Uni in Deutschland; während sich im Bundesdurchschnitt 39 Studenten einen Rechner teilen müssen, sind es in Chemnitz nur 10 - laut Karriere-Zeitschrift "start" (Heft 1/98) hat die TU Chemnitz im Bereich der deutschen Universitäten den zweitbesten Internet-Auftritt (derzeit über 250.000 Seitenabrufe pro Arbeitstag) - laut Untersuchung der Stiftung Warentest (test-Spezial 9801) im Bereich der Chemie und der Wirtschaftswissenschaften liegt die TU Chemnitz wieder ganz vorn: bei der Studiendauer in der Chemie auf Platz 3; beim Betreuungsverhältnis in beiden Studiengängen auf Platz 4; beim Frauenanteil in der Betriebswirtschaftslehre auf Platz 1 (60 Prozent Frauenanteil); Schwächen: Anzahl der Veröffentlichungen im Bereich Chemie liegt unter dem Durchschnitt

laufende Vorhaben:

- Erarbeitung eines Entwicklungsplanes für die gesamte Universität - Schaffung einer Corporate Identity und eines Leitbildes der TU Chemnitz - Modularisierung von Studiengängen als Voraussetzung für Interdisziplinarität und Internationalisierung - Schaffung von Weiterbildungsangeboten im Sinne lebenslangen Lernens; Schaffung privatrechtlicher Organisationsformen für Weiterbildungsangebote und Transferleistungen - Schwerpunktbildung in der Forschung - Einführung einer Uni-Chip-Karte ist geplant (Testphase wurde erfolgeich abgeschlossen)

2. Studium

Studenten im Wintersemester 1998/99: 5.500 (gesamt) männlich/weiblich: 42 Prozent weiblich, 58 Prozent männlich Ausländer: 181 ausländische Studierende aus 60 Ländern (3,3 Prozent sind zu wenig)

davon Neueinschreibungen: 1.293 (im Vergleich: 1.148 im Vorjahr; Anstieg: 13 Prozent) davon Ausländer: 62 ausländische Studierende aus 30 Ländern Zuwachs: im Erst- und Zweitstudium (1.085 Einschreibungen, Vorjahr: 882) z.B. Diplomstudiengänge Wirtschaftsinformatik (70 Einschreibungen, Vorjahr: 28); Maschinenbau (80 Einschreibungen, Vorjahr: 60) - im "Chemnitzer Modell" werden Fachkombinationen insbesondere mit "Betriebswirtschaftslehre" (53 Studenten) und "Grafische Technik" (30 Studenten) bevorzugt

Rückgang: im Aufbau- und Ergänzungsstudium (198 Einschreib., Vorjahr: 239) z.B. Sozialpädagogik (Einschreibungen: 12, Vorjahr: 41)

Anzahl der Studiengänge: 50

vier neue Studiengänge: Mikrotechnik/Mechatronik (28 Einschreibungen); Psychologie (bisher 26 Einschreibungen; weitere Einschreibungen sicher, da Auswahlverfahren über die ZVS erfolgt); Informationstechnik (19 Einschreibungen); Verfahrenstechnik (13 Einschreibungen)

Einschreibungen: außer in Psychologie sind Einschreibungen noch in alle Studiengänge der TU Chemnitz bis Ende November möglich

Personal: 1.818 Mitarbeiter, davon 348 Mitarbeiter über sogenannte Drittmittel finanziert

Auszubildende: 47 Auszubildende in fünf Berufen (Industrieelektroniker, Industriemechaniker, Verwaltungsfachangestelter, Fachangestellte für Bürokommunikation, Fachangestellte für Medien und Informationsdienste) davon 2 Auszubildende im Ausbildungsverbund mit der Ritter IBW Dentalsysteme Zwönitz (auf Initiative des Kanzlers der TU erstmals in Sachsen realisiert)

3. Forschung

Drittmittelbilanz 1997: Die TU Chemnitz nahm 1997 rund 42,5 Millionen Mark Drittmittel ein. Das sind sechs Millionen Mark mehr als im Vorjahr. Aus dem Bundeshaushalt nahm die Chemnitzer Uni 12,5 Millionen Mark Forschungsgelder ein. Hinzu kamen 17,8 Millionen Mark von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Zu den von der DFG geförderten Projekten gehören 155 Forschungsthemen, drei Sonderforschungsbereiche, zwei Innovationskollegs und ein Graduiertenkolleg. 108 Forschungsprojekte wurden 1997 in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft mit einem Gesamtvolumen von 3,3 Millionen Mark realisiert. 6,2 Millionen Mark der Drittmittel kommen u.a. vom Freistaat Sachsen, von Stiftungen und der EU.

Höhepunkte 1998: - TU Chemnitz ist Partner in einem von sechs deutschen "Kompentenzzentren in der Nanotechnologie", die in den nächsten fünf Jahren vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) deutschlandweit insgesamt mit 150 Millionen Mark gefödert werden; regionaler Schwerpunkt in der Region Chemnitz/Dresden sind ultradünne funktionale Schichten - TU Chemnitz und Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik sind federführende Mitglieder des Chemnitzer Kompetenzzentrums Maschinenbau; zusammen mit Unternehmen des Maschinenbaus werden in den kommenden Jahren Projekte in einem Umfang von mehreren Millionen Mark bearbeitet (beantragt: 60 Millionen Mark) - An der TU Chemnitz sind drei Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichtet; bezogen auf die Zahl der Studenten liegt Chemnitz damit bundesweit auf Platz vier. Dazu kommen noch drei Innovationskollegs und zwei Graduiertenkollegs; neues Graduiertenkolleg hat das Thema "Energiebereitstellung aus regenerativen Energiequellen" (Dauer: 9 Jahre, Start: 1.10.1998, pro Jahr finanzieren Deutsche Forschungsgemeinschaft und Freistaat Sachsen 19 Stipendiaten) - Deutsche Forschungsgemeinschaft richtete neue fachübergreifende Forschergruppe "Neue Medien im Alltag" ein (Dauer: 6 Jahre; Förderung: etwa 1 Million Mark) - Förderung von "Solarthermie 2000" bis 2002 verlängert; TU Chemnitz erhält in den nächsten vier Jahren 800.000 Mark - Stiftungsprofessur "Unternehmensgründung" mit Unterstützung der Sparkasse Chemnitz - Erfolgreiche Vorlesungsreihe mit Historiker und Rußland-Experten Prof. Wolfgang Leonhard, der als Gastprofessor an der TU Chemnitz weilte

Beispiele aus der Forschung: - Elektrotechniker entwickelten mobiles Verkehrserfassungssystem, mit dem Staus außerhalb von Autobahnen geortet werden können -Maschinenbauer entwickelten gemeinsam mit Blechformwerke Bernsbach extrem leichten und hochfesten Fahrrad-Rahmen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff - Kunstofftechniker gelang das Recycling von Gummiabfällen zu einem brauchbaren Kunststoff, zu sogenannten thermoplastischen Elastomer - Chemiker entwickelten neuartige Katalysatoren - sogenannte Metallocene - mit denen die Eigenschaften von Kunststoffen besser beeinflußt werden können - Historiker erforschen die Geschichte der Auto Union - Marketingskonzept für die Jugendfiliale "CASH-Corner" der Sparkasse Chemnitz - Wirtschaftsgeographen und Soziologen erarbeiten Studien für die Region Südwestsachsen und Bayern

4. Internationales

Ausländische Studenten: 181, davon 61 Neueinschreibungen (Ausländeranteil 3,3 %) hinzu kommen: 15 IAESTE-Praktikanten und 13 Studenten, die über das Programm für Studierende aus Entwicklungsländern und den Staaten Mittel-, Ost- und Südeuropas gefördert werden

- TU Chemnitz unterhält Partnerschaften zu über 100 Hochschulen rund um den Globus (1998: neue Kooperationsverträge mit der TU Taiyan und der Universität Shanxi in China) - Einführung von weiteren Bachelor- und Masterabschlüssen an der TU Chemnitz (derzeit nur im Studiengang Informationstechnik) - Weitere Einführung des European Credit Transfer System (ECTS) zur gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen im In- und Ausland (derzeit Institut für Physik, Fakultät für Informatik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, andere Fakultäten: in Vorbereitung) - trotz steigender Tendenz gehen immer noch zu wenig deutsche Studenten ins Ausland (1997: 30 Studenten; 1998: ca. 50 Studenten; Problem: Finanzierung) - noch zu wenige Dozenten, Post-Docs und Praktikanten, die aus dem Ausland nach Chemnitz kommen (Problem auch hier: Finanzierung) positives Beispiel: Firma Schüngel-Chemie Burkhartsdorf sponsert Studium einer Studentin aus Litauen - 1998: 25. Internationaler Sommerkurs für Deutsche Sprache an der TU Chemnitz war ein voller Erfolg (46 Teilnehmer) - Freistaat Sachsen finanziert Studienaufenthalt von zwei Studenten der TU Chemnitz in Israel (Hebrew University in Jerusalem) - Im Aufbau: "Internationales Studienkolleg" (Koordinationsstelle für internationale Programme, besondere sprachliche und interkulturelle Betreuung von Studenten)

5. Infrastruktur / Campus

- Neuer Hörsaal- und Seminarraumkomplex, Uni-Teil Reichenhainer Straße 70; Einweihung am 19. Oktober 1998; Start des Studienbetriebes im neuen Gebäude im Wintersemester 1998/99; vier Hörsäle und 14 Seminarräume; Platz für 2.576 Studenten; Auditorium maximum: 714 Plätze; Kosten 37,8 Millionen Mark - Neues Begegnungszentrum an der Bahnhofstraße 8, gegenüber dem Bahnhof Internationale Begegnungsstätte, Technologie- und Wissenstransfer sowie Patentinformationszentrum unter einem Dach (Kosten: 2,6 Millionen Mark, geplante Fertigstellung: Herbst 1998) - Sanierung von Studentenwohnheimen (Reichenhainer Str. 35/37) und der Mensa, Reichenhainer Straße - Neues Fachinformationszentrum der Chemnitzer Universitätsbibliothek im Pegasus-Center seit April 1998

6. Veranstaltungen / Termine

8.-10. Oktober 1998: Tagung "Geschlechter-Räume" (Uni-Teil W.-Raabe-Str. 43)

15.-16. Oktober 1998 Vorträge auf der Internet-Messe IMEC ´98,Europark Chemnitz, Schulstraße 38, Themen: drahtlose Internet-Verbindungen; die Funktionsweise digitaler Unterschriften; Fallstricke beim Aufbau der ersten eigenen WWW-Seiten

16. Oktober 1998, 10 Uhr Immatrikulation der neuen Studenten (Opernhaus)

19. Oktober 1998 Einweihung neuer Hörsaal- und Seminarraumkomplex an der Reichenhainer Straße

21. Oktober 1998 Tag der offenen Tür

21.-23. Oktober 1998 Chemnitzer Herbstuniversität für Schüler

27. Oktober 1998, 17.30 Uhr Neuauflage der erfolgreichen Ringvorlesung "Medizin im Spannungsfeld von Wissenschaft und Gesellschaft" mit dem Klinikum Chemnitz (Vortrag von Dr. Schweizer "Technik in der Medizin ohne Grenzen", Hörsaal 201, Str. der Nationen 62)

11. November 1998 Chemnitzer Produktionstechnisches Kolloquium CPK´98 im Renaissance Chemnitz Hotel

14. November 1998 Start in die 40. Saison des 1. Akademischen Faschingsclub Chemnitz

3.-5. März 1999 IV. Chemnitzer Ostforum "Wirtschaftsethik in Mittel- und Osteuropa"

5.-6. Oktober 1999 7. Chemnitzer Textilmaschinen-Tagung

Geplant 1999: Neuauflage des Universitätsballes


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