Phil goes ibug– Podcast
„Phil goes ibug! ist ein Podcast des Europa-Instituts der TU Chemnitz. Er ist im Rahmen einer Lehrveranstaltung entstanden und enthält Interview-Sequenzen mit ehemaligen Mitarbeitern der LPG Mischfutterwerke Riesa bzw. Muskator-Werke Riesa. Das Projekt entstand für die ibug 2026. Der Podcast begleitet einen Audio-Walk über das ehemalige Werksgelände. Die Interview-Führung sowie Schnitt und Produktion der Folgen sind Eigenleistungen der Studierenden.
Der Podcast kann auf verschiedenen Wegen gehört werden:
- im Web-Player auf dieser Seite,
- in jeder Podcast-App über unseren RSS-Feed,
- Team: Lysann Uhlig, Samira Stauner, Vanessa Azeroth
"Phil goes ibug" ist der Name eines Service-Learning Seminars im Rahmen der Lehre für die Studiengänge Europa-Studien (B.A.) und Geschichte und Gesellschaft in Europa (M.A.). Studierende erarbeiteten im Sommersemester 2026 ein Ausstellungskonzept für die ibug 2026 im ehemaligen Muskator-Mischfutterwerk in Riesa. Entstanden sind eine Wandzeitung zum Thema "Landwirtschaft in der DDR" sowie Zeitzeugeninterviews mit ehemaligen Mitarbeitern des Werks. Ansprechpartnerinnen und Dozentinnen des Projekts sind Maj-Britt Krone und Dr. Stefanie Troppmann. Unterstützt wurde das Seminar von Aiko Rehwagen (ibug Team).
Die Initiative die erste "Industriebrachenumgestaltung" (Ibug) fand 2006 auf Initiative des Künstlers Tasso statt, die sich mit der Zeit zu einem weltweit bekannten und renommierten Festival für urbane Kunst entwickeln konnte. Jedes Jahr, traditionell am letzten Augustwochenende, gibt das ibug-Team eine neue Brache für internationale Graffiti-, Street Art – und Medienkünstler frei. Jeder* von Ihnen bringt seine* Kreativität ein, wobei das Experiment mit Genres, Materialien und Techniken, das Zeitgenössische, als auch die Vergangenheit der Brache in ihrer Umgebung eine Rolle spielen. Der Fokus liegt auf den Zeugen und Überresten sächsischer Industriekultur, um die Verbindung zu Geschichte, Kultur und Architektur aufzuzeigen. Es gilt, das Verlassene zu neuem Leben zu erwecken, um an das Vergessene zu erinnern. Den krönenden Abschluss bildet ein mehrtägiges Festival mit Musik, Film, Design und Kunst, welches das Lebensgefühl der ibug weiter trägt und somit einer breiten Masse als Inspiration für die Entwicklung ihrer Region dient. (Quelle: ibug)
In kleinen Audioclips können Besucher der ibug an verschiedenen Stationen auf dem ibug-Gelände in Riesa kurze Interview-Sequenzen ehemaliger Mitarbeiter des Werks anhören. Die Stationen sind mit neon-orangenen Tauben markiert und weisen auf QR-Codes hin. Über den QR-Code können die Clips aufgerufen und über das eigene Endgerät abgespielt werden.
Werktafel 5: „Der Stammtisch"
Zwei Zeitzeugen erzählen jeweils aus ihrer Sicht, wie der Stammtisch gegründet wurde und wie die beiden anderen davon erfahren haben. Dabei kommt auch zur Sprache, dass man sich zwischendurch etwas aus den Augen verloren hat und sich seitdem eher zufällig, z. B. beim Einkaufen, wiedertrifft und quatscht. Die Entstehung des Stammtisches wird beschrieben.
Werktafel 4: „Zwischen Zeitzeugen und Archiven"
Ein ibug-Teammitglied erzählt von der Arbeit mit ehemaligen Ausstellungsorten und der damit verbundenen Archivarbeit sowie von Gesprächen mit Zeitzeugen. Er legt den Fokus darauf, wie es ist, mit Zeitzeugen zu sprechen, und welche Bedeutung diese Arbeit für die Besuchenden der ibug hat.
Werktafel 3: „Alltag im Werk"
In diesem Gespräch sprechen zwei Zeitzeugen gemeinsam über das Schichtsystem, den Aufbau des Werks und ihre Ausbildung bzw. ihren Karriereweg.
Werktafel 2: „Erfindergeist"
Der Zeitzeuge spricht von seiner Ausbildung und dem Ingenieurstudium. Gleichzeitig baut er eine Anekdote über die Öltank-Fahrzeuge ein, die zu lang waren, um die Kurven auf dem Werksgelände zu bewältigen. Er berichtet, wie er sich daraufhin zwei 6,5-Tonnen-Kräne aus dem Stahlwerk auslieh, um die Kessel gemeinsam hochzuziehen.
Abschließend berichtet der Zeitzeuge vom Neuererwesen im Betrieb, unter anderem vom Steckverbinder-Vorschlag eines Kollegen, der sich davon später ein Auto kaufen konnte.
Werktafel 1: „Die Silos"
Der Zeitzeuge beschreibt den Einstieg zu den Silos über eine Strickleiter, der als besonders gefährlicher Arbeitsschritt gilt, sowie die dabei notwendigen Sicherungsmaßnahmen und den Einsatz einer explosionssicheren Lampe. Im Anschluss schildert er den allgemeinen Produktionsablauf im Werk.
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