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Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik
Forschung
Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik 
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Forschung

2026

Teilprojekt:
Entwicklung hochqualitativer AMC-Verbundpulver mittels Ultraschallzerstäubung
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: SAB-EFRE
Förderkennzeichen: 100767905
Laufzeit: 2026 - 2028
Projektlogo
Projektpartner:
  • SITEC Industrietechnologie GmbH
  • CMMC GmbH
Motivation & Zielstellung
In einem von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) im Rahmen des EFRE geförderten Verbundprojekt entwickeln die Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik der Technischen Universität Chemnitz, die SITEC Industrietechnologie GmbH und die CMMC GmbH neuartige Aluminium-Matrix-Composite-(AMC-)Werkstoffe für laserstrahlauftraggeschweißte Beschichtungen. Ziel ist es, das Potenzial dieser leichten und gleichzeitig hochverschleiß- und korrosionsbeständigen Werkstoffklasse für additive Fertigungs- und Beschichtungsverfahren zu erschließen.
AMC-Werkstoffe bestehen typischerweise aus Aluminiumlegierungen, die durch 5–30 Vol.-% SiC-Partikel verstärkt sind und dadurch eine hohe mechanische und tribologische Leistungsfähigkeit bei geringer Dichte aufweisen. Im Projekt wird eine durchgängige Prozesskette zur Herstellung und Verarbeitung geeigneter AMC-Werkstoffe aufgebaut. Diese umfasst die Herstellung geeigneter AMC-Halbzeuge durch die CMMC GmbH, deren Überführung in hochqualitative Pulver mittels Ultraschallzerstäubung an der Technische Universität Chemnitz sowie die Verarbeitung der Verbundpulver zu verschleiß- und korrosionsbeständigen Beschichtungen durch Laserstrahlauftragsschweißen bei SITEC Industrietechnologie GmbH.
Durch die enge Zusammenarbeit der Projektpartner werden grundlegende Zusammenhänge zwischen Werkstoffzusammensetzung, Prozessparametern, Mikrostruktur und resultierenden Eigenschaften der AMC-Pulver und -Beschichtungen systematisch untersucht. Auf dieser Grundlage sollen hochqualitative, prozessgerecht angepasste AMC-Verbundpulver bereitgestellt werden. Das Vorhaben stärkt damit die Innovationsfähigkeit der additiven Fertigungs- und Beschichtungstechnologien und trägt zur Entwicklung ressourceneffizienter Leichtbaulösungen in Sachsen bei.
Ansprechpartner
Sarah J.  Hirsch
M. Sc.
Sarah J. Hirsch
Abteilung: Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 36306
Raum: E06.016

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 565494670
Laufzeit: 2026 - 2028
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Projektpartner:
  • Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) Chemnitz
Motivation & Zielstellung
Die elektromagnetische Umformung (EMU) nutzt die Energiedichte gepulster Magnetfelder zur berührungslosen Krafteinleitung und Hochgeschwindigkeitsumformung elektrisch gut leitfähiger Werkstücke. Die prozessbedingten hohen Dehnraten führen bei vielen Werkstoffen zu einem erhöhten Umformvermögen, das die Ausformung komplexer geometrischer Details ermöglicht. Aufgrund der Kombination aus hoher mechanischer Festigkeit und hoher elektrischer Leitfähigkeit werden heutzutage vornehmlich Kupferlegierungen als Induktorwerkstoff, wie CuCrZr, im EMU-Prozess eingesetzt. Die ressourceneffiziente und wirtschaftliche Auslegung des Umformprozesses wird jedoch derzeit durch die stark schwankende Einsatzlebensdauer des Induktors limitiert. Trotz zahlreicher Untersuchungen zur elektromagnetischen Umformung sind die Mechanismen, die teilweise bereits nach wenigen Entladungen zu einer Schädigung des Induktors führen, bis heute nicht eindeutig geklärt. Um den Induktor optimal für den Prozess auszulegen und die Stabilität der Einsatzeigenschaften für hohe Standzeiten zu ermöglichen, ist ein Verständnis der zugrundeliegenden Prozess-Struktur-Eigenschaftsbeziehungen notwendig. Im Rahmen des Vorhabens sollen dafür die Wirkbeziehungen zwischen Werkstoffmikrostruktur des Induktors, die direkt die mechanischen und elektrischen Eigenschaften beeinflusst, dessen Geometrie und Oberflächenzustand sowie zwischen den Prozessparametern und der damit verbundenen elektro-thermo-mechanischen Beanspruchung des Induktors erforscht werden, um ein grundlegendes Verständnis der ablaufenden Schädigungsprozesse und -mechanismen während der EMU zu erhalten. Durch die qualitative und quantitative Bewertung dieser Einflussfaktoren lassen sich Schlussfolgerungen für die perspektivische Erhöhung der Einsatzlebensdauer der Induktoren ziehen, um die ressourceneffiziente und wirtschaftliche Auslegung des Umformprozesses zu gewährleisten.
Ansprechpartner
Lukas Böttger
M. Sc.
Lukas Böttger
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 34425
Raum: E06.004

Teilprojekt:
Entwicklung optimierter HVOF-Beschichtungsparameter für Al-basierte Pulverwerkstoffe unter Verwendung eines adaptierten HVOF-Brennerprototyps
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: AIF ZIM
Förderkennzeichen: KK6021204SH5
Laufzeit: 2026
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Projektlogo
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Projektpartner:
  • GTV Verschleißschutz GmbH (Deutschland)
  • Eksel Bimetal Ve Dok.San.Tic. A.S. (Türkei)
  • Sahin Engine Bearings A.S. (Türkei)
  • Universität Atatürk
  • Fachbereich Maschinenbau (Türkei)
Motivation & Zielstellung
Erhöhte Umweltanforderungen an Verbrennungsmotoren und ökonomischer Druck in der Automobilzuliefererbranche erfordern technologisch und wirtschaftlich überlegene Komponenten wie Lagerschalen und eine Lösung ohne giftiges Blei, mit höherer Festigkeit und alternativen Prozessrouten zum Stand der Technik. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer ganzheitlichen Herstellungsroute für Lagerschalen mittels Pulververarbeitung unter Verwendung des thermischen Spritzens, da die Anforderungen an Lagerschalen einen Werkstoffverbund unumgänglich machen. In diesem Projekt werden Al-basierte Legierungen entwickelt und mittels Gasverdüsung zu Pulvern verarbeitet, um diese Mittels HVOF zu applizieren. Eine neue Brenner- bzw. Düsengeometrie und optimierte Verarbeitungsparameter werden entwickelt, um die Beschichtung solcher niedrigschmelzenden Legierungssysteme ermöglichen. Eine umfassende Analyse des Beschichtungsprozesses, der Parameter und der resultierenden Beschichtungen erweitert das technologische Verständnis und sichert die Qualität. Abschließend werden beschichtete Lagerschalen unter realistischen Anwendungsbedingungen in Verbrennungsmotoren getestet und so ein TRL6 erreicht. Im Rahmen dieses Projekts fällt der TU Chemnitz dabei die Rolle der Schichtentwicklung und der damit verbundenen Erarbeitung optimaler Spritzparameter zu und ist daher eng verwoben mit den Teilprojekten (Pulverherstellung, Brennerprototypenkonstruktion, Bauteilnachbearbeitung und Analyse) der beteiligten Projektpartner.
Ansprechpartner
Lukas Tegelkamp
M. Sc.
Lukas Tegelkamp
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 32242
Raum: E06.120

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: BMWE IGF
Förderkennzeichen: 01IF24804N
Laufzeit: 2026 - 2028
Projektlogo
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Projektpartner:
  • Professur für Gas- und Wärmetechnische Anlagen (IWTT)
  • TU Bergakademie Freiberg
Motivation & Zielstellung
Das Projekt untersucht die Einsatzmöglichkeiten von Mikrowellenplasmafackeln in Thermoprozessanlagen und vergleicht sie mit herkömmlichen Wasserstoff- und Erdgasbrennern. Dafür werden eine große Bandbreite an Prozessparametern, wie Feedgase, Temperaturen, Mischungen, systematisch variiert, um den Einfluss der Mikrowellenplasmafackeln auf die Ofenbaumaterialen detailliert zu untersuchen. Aus diesen Erkenntnissen zu den Plasmaeigenschaften, der Integrität der Brennerbauteile und der Prozesssicherheit können dann Empfehlungen zum Einsatz der Mikrowellenplasmafackeln in bestehenden und neuen Thermoprozessanlagen abgeleitet werden.
Ansprechpartner
Franz Gläser
M. Sc.
Franz Gläser
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 39798
Raum: E06.004

Teilprojekt:
Recyclingsansätze für AMC, gezielte Partikelverteilung im Guss, mikrostrukturelle Charakterisierung und Optimierung
Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: SAB
Förderkennzeichen: 100768182
Laufzeit: 2026 - 2028
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Projektlogo
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Projektpartner:
  • thyssenkrupp Presta Dynamic Components
  • Metallgießerei Chemnitz GmbH
  • Bernstein Mechanische Fertigung GmbH
Motivation & Zielstellung
Ziel ist die Entwicklung eines elektrisch angetriebenen Kältemittelverdichters (eKMV) mit erhöhter Energieeffizienz, reduziertem Gewicht und verbesserter Ressourceneffizienz. Hierzu wird ein neuartiger 9-kW-Verdichter konzipiert, der durch konstruktive Vereinfachungen eine wirtschaftlichere Fertigung sowie eine erhöhte Betriebszuverlässigkeit aufweist. Zur Erweiterung des Betriebsbereichs und zur Verbesserung des thermodynamischen Wirkungsgrades wird eine Mitteldruckeinbringung in den Verdichtungsprozess integriert. Dabei wird Kältemittel auf einem zusätzlichen Druckniveau eingebracht, wodurch die Verdichtungsendtemperatur reduziert und die Prozessstabilität erhöht wird. Ein weiterer zentraler Entwicklungsschwerpunkt ist die Substitution konventioneller Graugussbauteile durch SiC-partikelverstärkte Aluminiummatrix-Verbundwerkstoffe (AMC) für das Zylindergehäuse.
Im Rahmen des Verbundprojekts werden ein funktionsfähiges Basismuster sowie ein technisch optimierter eKMV mit integrierter Mitteldruckeinbringung entwickelt und erprobt. Ergänzend werden grundlegende Fragestellungen zur Werkstoff- und Prozessentwicklung untersucht. Darüber hinaus wird die Rückführung von Fertigungsspänen in den Urformprozess untersucht, um Recyclingstrategien für AMC-Werkstoffe zu entwickeln und deren Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften der Bauteile zu bewerten. Ergänzend erfolgt eine Nachhaltigkeitsbewertung mittels Cradle-to-Cradle-Analyse.
Ansprechpartner
Thomas Grund
Dr.-Ing.
Thomas Grund
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35390
Raum: E01.103

Teilprojekt:
Werkstoff- und Prozessentwicklung zur thermischen Metallisierung von Rotorblattvorderkanten
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: Luftfahrtforschungsprogramm Klima (LuFo Klima) (BMWK)
Förderkennzeichen: 20E2227B
Laufzeit: 2026 - 2029
Projektlogo
Projektpartner:
  • Muehlhan
  • L&S Oberflächentechnik
  • Fraunhofer IFAM
  • Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik
Motivation & Zielstellung
Die Ziele des Teilvorhabens Bladeprotect³ - OVBA bestehen in der Werkstoffauswahl und -optimierung sowie in der Prozessentwicklung einer Technologie für die Metallisierung von Rotorblattvorderkanten an Windenergieanlagen durch thermisches Spritzen. Zu diesen Zwecken wird im Rahmen des beantragten Vorhabens eine Fertigungsprozesskette entwickelt, deren individuellen Einzeltechnologien aufeinander abgestimmte Teilprozesse realisieren. Ein Schwerpunkt an der Technischen Universität Chemnitz ist die Entwicklung metallischer Legierungen, die eine hohe Haftfestigkeit auf dem Rotorblattsubstrat ermöglichen und multifunktionalen Schutz in einem Schichtsystem bestehend aus haftvermittelnder Schicht und Funktionsdeckschicht ermöglichen. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Auswahl der Zusatzwerkstoffe und die Untersuchung von Modifikationen der Werkstoffzusammensetzung hinsichtlich der funktionellen Eigenschaften. Darüber hinaus wird eine Lösung zur Schichtapplikation durch Drahtlichtbogenspritzen aus den zuvor entwickelten metallischen Legierungen vorgeschlagen, welche einen neuen Ansatz im Bereich der Windenergie darstellt. Die technischen Funktionalitäten dieser erzeugten Metallschichten werden umfassend in Bezug auf ihre Mikrostruktur, Haftfestigkeit und relevanter Eigenschaftsgrößen charakterisiert. Mithilfe dessen wird aufbauend die Entwicklung und Optimierung von Beschichtungsparametern für das Drahtlichtbogenspritzen untersucht. Darüber hinaus erstreckt sich die systematische Untersuchung auf die Parameter für die Oberflächenvorbereitung der Rotorblattsubstrate. Da der Schichthaftungsmechanismus im Wesentlichen durch mechanisches Verklammern geprägt wird, tragen die Topografie und Rauheit des Substrates signifikant zur Haftungsqualität bei. Mithilfe von fraktalen Gestaltungsprinzipien kann dabei eine quantitative Abschätzung der Haftfestigkeit und damit der Eignung für die angedachte Anwendung entwickelt werden. Zur Validierung der Praxistauglichkeit der Beschichtungen werden schließlich Funktionstests durchgeführt. Dazu gehören elektrochemische Korrosions- und tribologische Messverfahren in Laborumgebung zum Einsatz. Die technische Funktionalität der multifunktionalen Schutzschicht manifestiert sich in einer hohen Haftfestigkeit und defektarmen Mikrostruktur bei gleichzeitig vielversprechenden Funktionseigenschaften.
Ansprechpartner
Prativa Giri
M. Sc.
Prativa Giri
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 33266
Raum: E06.103

2025

Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik, Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 547149748
Laufzeit: 2025 - 2028
Projektlogo
Projektpartner:
  • TU Bergakademie Freiberg – Professur für Werkstofftechnik
Motivation & Zielstellung
Das Erfüllen der zunehmenden Anforderungen in der Oberflächentechnik, Oberflächen gezielt z. B. über das Plasmanitrieren zu härten und die benötigten Prozesskontrollen passgenau zu ermitteln, erfordert neben einem tiefgehenden Prozessverständnis auch eine aufwendige Prozessentwicklung. Um die dafür notwendigen experimentellen Arbeiten zu reduzieren, kommen zunehmend numerische, modellbasierte Simulationen zum Einsatz. Nach dem Stand der Technik besteht jedoch nur unter Vereinfachungen die Möglichkeit zur Simulation des Plasmanitrierens. Moderne Entwicklungen in der mathematischen Modellierung, Informationstechnik und in der mathematischen Algorithmik ermöglichen die Auswertung komplexer Modelle mit hoher Präzision. Das Projekt beinhaltet die Einbindung der Einflüsse der Stickstoff- und Kohlenstoffgehalte, speziell deren Verdrängungsmechanismen und Löslichkeitsgrenzen, auf die Phasenumwandlungen während des Plasmanitrierens. Neben der mathematischen Modellbildung ist auch die inverse Berechnung der physikalischen Modellparameter aus plasmanitrierten Schichten ein wesentlicher Teil des Projektes. Für die Simulation werden hochstabile numerische Ansätze, die in den letzten Jahren entwickelt wurden, in die Praxis transferiert.
Ansprechpartner
Stephan Daniel Schwöbel
M. Sc.
Stephan Daniel Schwöbel
Abteilung: Galvanische und chemische Beschichtungstechnik
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 36100
Raum: E06.104

Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: BMWE IGF
Förderkennzeichen: 01IF23541N
Laufzeit: 2025 - 2027
Projektpartner:
  • Professur für Gas- und Wärmetechnische Anlagen (IWTT) TU Bergakademie Freiberg
Motivation & Zielstellung
Ziel des Projektes ist es, den Einfluss von Wasserstoffbeimischung in Thermoprozessanlagen auf die mechanischen Eigenschaften und Lebensdauern von hitzebeständigen Stählen unter überlagerter thermochemischer sowie zyklisch-mechanischer Belastung unter industrierelevanten Randbedingungen zu ermitteln und vorherzusagen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen stehen Anlagenbauern, Serviceunternehmen und Materialzulieferern zur Verfügung. Die Daten bieten einen Nachweis über das Korrosionsverhalten sowie die mechanischen Festigkeiten der eingesetzten Werkstoffe und deren Fügezonen unter den geänderten Bedingungen der Wasserstoffverbrennung. Dies ermöglicht den Unternehmen, vor allem den KMU, der Branche eine präzisere Auslegung künftiger Anlagen sowie eine gezielte Anpassung von Bestandsanlagen beim Einsatz von Wasserstoff. Durch die gewonnenen Erkenntnisse können kostenintensive Wartungsintervalle vergrößert und ungeplante Anlagenausfälle vermieden werden. Damit soll der Einsatz dieser Werkstoffe in industriellen Systemen mit Wasserstoffbefeuerung zuverlässig, effizient und sicher ermöglicht werden, sodass der Übergang zu einer kohlenstoffarmen und nachhaltigen Energieversorgung ermöglicht wird.
Ansprechpartner
Lisa-Marie Rymer
M. Sc.
Lisa-Marie Rymer
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 37902
Raum: E06.003

Teilprojekt:
Entwicklung von CoCrMo-Pulver
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: AiF ZIM
Förderkennzeichen: KK6021201SK5
Laufzeit: 2025 - 2028
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Projektlogo
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Projektpartner:
  • plasotec GmbH (Deutschland)
  • AddPark - Addpark İleri Mühendislik Teknolojileri A.Ş. (Türkei)
  • Atatürk Universität (Türkei)
Motivation & Zielstellung
CoCrMo ist die Standardlegierung für Zahnimplantate und wird derzeit fast ausschließlich im Gussverfahren hergestellt. Der 3D-Druck bietet hier erhebliche Vorteile in Bezug auf Individualisierung und Designfreiheit. Vor dem Hintergrund des wachsenden Markttrends zur patientenspezifischen Versorgung in der Zahnmedizin besteht ein zunehmender Bedarf an effizienten, maßgeschneiderten Implantatlösungen. Eine große technische Herausforderung für einen erfolgreichen Markteintritt ist jedoch die Oberflächenqualität der additiv gefertigten Teile, da das pulverbettbasierte Schmelzverfahren zu unerwünschten Partikelanhaftungen führt. Die Entwicklung einer ganzheitlichen, geschlossenen Prozesskette bietet hier eine vielversprechende Lösung, um diese Hürde zu überwinden und die Technologie für die patientenspezifische Implantatversorgung nutzbar zu machen.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines umfassenden additiven Fertigungsverfahrens für CoCrMo-Zahnimplantate. Der Fokus liegt dabei auf der Optimierung der Legierungszusammensetzung hinsichtlich Verschleißfestigkeit, Passivität und Biokompatibilität. Zudem müssen robuste und reproduzierbare Druckparameter für komplexe Geometrien entwickelt werden. Die Oberflächengüte wird zunächst mittels Elektrolytplasma-Polieren (EPP) gezielt verbessert, um die durch den Druckprozess bedingten Rauigkeiten zu entfernen. Abschließend erfolgt eine Funktionalisierung der Oberfläche durch eine Physical Vapor Deposition -Beschichtung (PVD), um die Biokompatibilität der Implantate weiter zu optimieren und eine optimale Gewebeintegration zu ermöglichen.
Zu den Kooperationspartnern gehören AddPark und plasotec GmbH (Fertigung und Verarbeitung) sowie TU Chemnitz und Atatürk Universität (Legierungs-/Pulverentwicklung, Oberflächenbehandlung und Biokompatibilitätsstudien).
Ansprechpartner
Zechen Wang
M. Sc.
Zechen Wang
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 37555
Raum: E06.119

Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: BMWE / IGF
Förderkennzeichen: 01IF24515N
Laufzeit: 2025 - 2027
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Motivation & Zielstellung
Thermisch gespritzte Schichten werden in zahlreichen industriellen Anwendungen eingesetzt, unter anderem zur Steigerung der Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit sowie zur gezielten Einstellung elektrischer und thermischer Eigenschaften (Isolation oder Leitfähigkeit). Aufgrund der hochdynamischen Natur der Spritzprozesse und der komplexen Wechselwirkungen zwischen Prozessparametern, Partikeleigenschaften und Schichtbildung kommt der Qualitätskontrolle eine besondere Bedeutung zu. Derzeit verfügbare Prüfmethoden sind jedoch häufig zerstörend, zeitaufwendig oder nur eingeschränkt prozessnah einsetzbar. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen besteht daher ein erheblicher Bedarf an einer schnellen, wirtschaftlichen und vor Ort anwendbaren Prüflösung.
Ziel des IGF-Projekts „CoatAlyse“ ist die Entwicklung eines mobilen, zerstörungsfreien Schnelltests zur qualitätsrelevanten Charakterisierung thermisch gespritzter Schichten direkt im Produktionsumfeld. Durch die Analyse elektrochemischer Korrosionskennwerte unter Einsatz von Gelelektrolyten und einer angepassten Messzelle soll eine belastbare Korrelation zwischen Messsignal und maßgeblichen Schichteigenschaften hergestellt werden. Dadurch wird eine prozessnahe Qualitätsbewertung ermöglicht, Ausschuss reduziert und die Prozessstabilität nachhaltig erhöht. Langfristig soll „CoatAlyse“ KMU befähigen, die Qualität thermisch gespritzter Schichten effizienter zu überwachen und ihre Wettbewerbsfähigkeit gezielt zu stärken.
Ansprechpartner
Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

Teilprojekt:
Bestimmung der Zusammenhänge zwischen komplexer Beanspruchung und wasserstoffführender Komponenten
Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: SAB-EFRE
Förderkennzeichen: 100756423
Laufzeit: 2025 - 2027
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Projektpartner:
  • TU BA Freiberg
  • TU Chemnitz
  • TU Dresden
  • HTW Dresden
Motivation & Zielstellung
Die Gesamtzielstellung des Verbundvorhabens Hy²Cycle ist die Entwicklung ressourceneffizienter und recyclinggerechter Zellen und Stacks für Brennstoffzellen (BZ) und Elektrolyseure (EL). Neue Konzepte für reversible und recycelbare Hochdruck-Alkali-EL/-BZ und PEM-EL/-BZ werden gemeinsam erarbeitet. Die Konzeption recyclinggerechter Designs erstreckt sich von der Zellauslegung bis zur energieeffizienten Fertigung und soll infolge der Stack-Entwicklung neuartige Recyclingverfahren im Sinne einer Kreislaufwirtschaft schon bei der Auslegung berücksichtigen und implementieren.

Hy²Cycle ist ein Verbundvorhaben der Sächsischen Wasserstoffunion.
Ansprechpartner
M. Sc.
Jana Martini
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 33893
Raum: E06.014

Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: CET Partnership/ SAB-EFRE
Förderkennzeichen: 100783718
Laufzeit: 2025 - 2027
Projektlogo
Projektpartner:
  • TU Belfort-Montbéliard
  • VZU Plzen
  • Sunfire SE
  • CMMC GmbH
Motivation & Zielstellung
Grüner Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen und nachhaltigen Energiezukunft. Eine effiziente Produktion ist entscheidend, um Wasserstoff als praktikable und skalierbare Lösung zu nutzen, die wirtschaftliche Tragfähigkeit zu sichern, Ressourcen zu schonen und die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren. Die alkalische Wasserelektrolyse (AEL) ist aufgrund ihrer Robustheit und Nachhaltigkeit in besonderer Weise für die großskalige Herstellung von grünem Wasserstoff geeignet. Sie zeichnet sich durch eine hohe Systemstabilität und lange Lebensdauer aus. Zudem bietet sie eine hohe Toleranz gegenüber Schwankungen in der Stromversorgung, was sie insbesondere für den Betrieb mit erneuerbaren Energiequellen attraktiv macht. Die Leistungsfähigkeit der Kathoden spielt eine zentrale Rolle für die Gesamteffizienz des Elektrolyseprozesses. Sie hängt wesentlich von der verfügbaren Reaktionsoberfläche, der elektrischen Leitfähigkeit und der katalytischen Aktivität des Materials ab. Ökonomische Lösungsansätze greifen daher auf nicht-edelmetallbasierte Elektrodenwerkstoffe zurück. Nickelbasierte Systeme bieten hierbei einen ausgewogenen Ansatz hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Ein Ansatz zur Steigerung der Leistungsfähigkeit derartiger Materialien ist die Erhöhung der reaktiven Oberfläche. Besonders geeignet sind hierfür feingliedrige, offenporige Strukturen, die eine verbesserte Gasdiffusion und einen optimierten Massentransport ermöglichen. Thermisch gespritzte Schichtsysteme bieten sich für diesen Ansatz in besonderer Weise an. Durch die gezielte Einstellung von Porosität und innerer Oberfläche kann die katalytische Aktivität erhöht, die Gasblasenablösung verbessert und der Massentransport optimiert werden, was sowohl die Elektrolyseleistung als auch die Haltbarkeit der Elektroden erhöht. Raney-Nickel stellt aufgrund seiner hohen katalytischen Aktivität und Stabilität in alkalischen Medien eine vielversprechende Grundlage für thermisch gespritzte Beschichtungen dar. Im geplanten Projekt werden neue nickelbasierte Legierungen entwickelt und durch thermisches Spritzen verarbeitet, wobei die innere Porosität gezielt durch selektives Auslaugen von Bestandteilen des Schichtsystems erhöht wird. Dadurch entsteht eine großflächige, hochaktive und strukturstabile Kathodenoberfläche. Die resultierende poröse Kathodenstruktur wird im industriellen Maßstab getestet, um das Potenzial für Effizienzsteigerungen der Wasserstoffentwicklung und die Senkung des Energieverbrauchs in der alkalischen Elektrolyse zu bewerten.
Ansprechpartner
Ali Farsiabiemameh
M. Sc.
Ali Farsiabiemameh
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 36953
Raum: E06.119

Teilprojekt:
Kathodenherstellung durch Drahtlichtbogenspritzen und Auslaugen
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: AiF ZIM
Förderkennzeichen: KK5112609KT4
Laufzeit: 2025 - 2027
Projektlogo
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Projektpartner:
  • Müller Engineering GmbH
Motivation & Zielstellung
Zur Erfüllung des Klimaschutzplans2050 und den Ausbau eines kreislauforientierten Energiesystems gilt grüner Wasserstoff als vielversprechender emissionsfreier Energieträger. Um eine wettbewerbsfähige Herstellung in alkalischer Wasserelektrolyse zu erreichen, ist die Entwicklung innovativer Kathodenlösungen essenziell. Dieses Projekt strebt die Entwicklung von Raney-Nickel-Kathoden auf Nickel-Aluminium-Basis an, die durch thermisches Spritzen hergestellt und durch Auslaugen aktiviert werden. Mit dieser Prozesskombination wird die spezifische Oberfläche der offenporösen Spritzstruktur durch partiellen Abtrag aluminiumreicher Phasen signifikant erhöht und die Kathodenperformance verbessert. Als Fülldrahtzusätze werden neuartige Draht-in-Draht-Werkstoffe verwendet, die eine Legierungsmodifikation bei gleichzeitig homogenen Verarbeitungseigenschaften ermöglichen. Mithilfe einer detaillierten Charakterisierung von mikrostrukturellen und funktionalen Eigenschaften entlang der gesamten Prozesskette wird das Ziel verfolgt, eine wirtschaftliche Produktion von grünem Wasserstoff in industriellem Maßstab zu initiieren.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Teilprojekt:
Electromagnetic alignment of reinforcement elements
Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: TRR 402/1-525069572
Laufzeit: 2025 - 2028
Projektlogo
Projektpartner:
  • RWTH Aachen
  • TU Chemnitz
  • TU Dresden
Motivation & Zielstellung
The focus of sub-project B03 is on setting an active defined fibre orientation in short and long fibre reinforced plastics (FRP) and a defined grading zone in the transition zone to continuous reinforced or non-reinforced sub-structures. An active alignment of the fibres is to be achieved by an external magnetic excitation in an isostatic state. The research focus is on the realisation of a suitable coating process for the generation of magnetically coated carbon fibres (mc-CF) as well as the generation of polymer compounds with integrated mc-CF and the experimental as well as numerical investigation.
This sub-project is the part of DFG collaborative research centre "SFB/TRR 402". The project is dedicated to the development of novel production technologies for lightweight structures that are resource-efficient, sustainable and at the same time high-performance. The aim of these technologies is to significantly reduce energy consumption and carbon dioxide emissions in production as well as in the operation of vehicles and machines. The focus is on optimising the transitions between different materials in fibre-plastic composites. These transitions currently pose one of the biggest challenges for series production, as they significantly influence the load capacity and service life of the components. With the help of the so-called 3D grading, flowing material transitions are to be produced, which specifically adapt to the load requirements of the components. This method allows a gradual change in the reinforcement structures, which improves the mechanical properties and optimises the use of material.
Ansprechpartner
Nisha Poonia
M. Sc.
Nisha Poonia
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 38818
Raum: E06.014

Teilprojekt:
Prüfstandentwicklung zur tribokorrosiven unidirektionalen abrasiven (TUA) Beanspruchung
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: BMWE – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)
Förderkennzeichen: KK5112610SH4
Laufzeit: 2025 - 2028
Projektlogo
Projektpartner:
  • Jäkel GmbH & Co. KG Maschinenmesserfabrik; Nanoval GmbH & Co. KG; Neue Materialien Bayreuth GmbH
Motivation & Zielstellung
Im Forschungsprojekt AlSiCoat wird ein nachhaltiges Beschichtungskonzept für agrartechnische Maschinenmesser entwickelt. Ziel ist es, konventionelle Wolframcarbid‑Cobalt‑basierte Verschleißschutzschichten durch umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen. Diese etablierten Systeme enthalten kritische Rohstoffe wie Wolfram und Cobalt und stehen zunehmend unter regulatorischem und ökologischem Druck.
Das Projekt verfolgt daher die Entwicklung neuartiger Aluminium‑Metallmatrix‑Verbundwerkstoffe (AMC) mit eingebetteten Siliziumcarbid‑Partikeln (SiC). Diese Pulver sollen erstmals aus AMC‑Gusshalbzeugen hergestellt und mittels Laserauftragschweißen auf Maschinenmesser aufgebracht werden. Durch die Kombination aus innovativer Pulverherstellung, optimiertem Beschichtungsprozess und anwendungsnaher Prüfung sollen verschleißfeste, tribokorrosionsbeständige Schichten entstehen.
Das Teilprojekt der TU Chemnitz (IWW) konzentriert sich auf die Entwicklung eines Prüfverfahrens und eines Prüfstandes zur Bewertung der kombinierten Verschleiß‑ und Korrosionsbeständigkeit. Dazu wird ein tribokorrosiver, unidirektionaler Abrasionsverschleißtest entwickelt, der reale Einsatzbedingungen landwirtschaftlicher Werkzeuge möglichst praxisnah abbildet. Die Ergebnisse ermöglichen eine quantitative Bewertung der neuen Beschichtungen und unterstützen die Optimierung des gesamten Prozess‑ und Werkstoffsystems.
Ansprechpartner
Xiaoming Shen
Dipl. Ing.
Xiaoming Shen
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35377
Raum: E06.120

Teilprojekt:
Einfluss oberflächennaher Gefügebestandteile und deren geometrischer Eigenschaften auf die Wechselfestigkeit
Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 547640565
Laufzeit: 2025 - 2027
Projektlogo
Projektpartner:
  • Professur Mikrofertigungstechnik TU Chemnitz
  • Scientific Computing and Optimization Uni Heidelberg
Motivation & Zielstellung
Viele Bauteile müssen in ihrem Lebenszyklus periodisch auftretende Lastwechsel ertragen. Von großem technischen und wirtschaftlichen Interesse sind dabei lange Einsatzdauern bei hohen ertragbaren Lasten. Für dieserart zyklisch belastete Bauteile ist die Auswahl von Werkstoffen und die Anpassung der geometrischen Gestaltung hinsichtlich hoher realisierbarer Schwingfestigkeiten nötig. Anwendungsfallbezogene, vorgegebene Mindestschwingspielzahlen müssen frei von Anrissen ertragen werden. Da die Bauteiloberfläche der bevorzugte Ort für eine Rissinitiierung unter High Cycle Fatigue (HCF) Belastung ist, beeinflussen die geometrischen und stofflichen Eigenschaften die zyklische Belastbarkeit und damit die Schwingfestigkeit entscheidend. Das bedeutet, dass neben der Festigkeit, Härte und der makroskopischen Oberflächentopographie auch die aus den Gefügebestandteilen resultierenden Kerbeffekte auf der Mikroskala einen Einfluss nehmen. Diese gefügebasierten Einflussfaktoren sind jedoch in ihrer Wirkungsweise auf die Schwingfestigkeit bisher nur unzureichend erforscht. Ziel des Vorhabens ist es den Einfluss des oberflächennahen Gefüges auf die Schwingfestigkeit nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ im Vergleich zur makroskopischen, fertigungsbedingten Oberflächentopographie zu erfassen, um alle relevanten Faktoren bei der Auslegung eines Bauteils für verbesserte Einsatzeigenschaften berücksichtigen zu können.
Ansprechpartner
Sahib Kaur
M.Sc.
Sahib Kaur
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 31556
Raum: E06.017

Abteilung(en): Thermisches Beschichten, Human-Cyber-Physical Systems
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 558601614
Laufzeit: 2025 - 2028
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Projektpartner:
  • Professur Mikrofertigungstechnik (TU Chemnitz)
Motivation & Zielstellung
Die industrielle Fertigung von Komponenten erfolgt durch sequenzielle Verbindung von Fertigungsprozessen, um Produkte mit definiertem Eigenschaftsprofil zu erzeugen. Es bestehen die Herausforderungen, die Fertigungsprozess zu optimieren, prozessimmanenten Unsicherheiten zu begegnen und eine globale Optimierung über die Prozesskette hinweg vorzunehmen. Die mehrkriterielle Optimierung ist anspruchsvoll, da einander widersprechende Zielgrößen bzgl. Verarbeitungs- und Funktionseigenschaften bestehen.

Mittels eines experimentellen Vorgehens und datenbasierter Modellbildung soll die Prozesskettenoptimierung in ProModFun vorgenommen werden. Zunächst erfolgt der Aufbau der Prozesskette aus (1) Thermischem Beschichten, (2) Drehen und (3) Diamantglätten zur Herstellung einer Funktionsoberfläche mit oberflächennaher, gradierter Härtesteigerung. Das innovative Eigenschaftsprofil soll am Beispiel der Komponente „Führungsrolle“ ausgeführt werden. Durch thermisches Beschichten (primäre Formgebung) werden auf rotationssymmetrischen Komponenten Oberflächen aus Manganhartstahl aufgebracht und durch Drehen und Diamantglätten hinsichtlich Kern- und Randeigenschaften angepasst. Die zu optimierenden Zielgrößen der Prozesskette sollen wie folgt beeinflusst werden: (1) Oberflächenhärte maximieren, (2) Oberflächenrauheit minimieren, (3) Oxidgehalt des Schichtsystems maximieren und (4) die Energieeffizienz der Oberflächenerzeugung maximieren.

Sensorik wird in die Fertigungsprozesse integriert und die Messdaten zur Modellbildung genutzt. Als Verfahrensansätze dienen die statistische Modellierung und die mehrdimensionale, musterbasierte Beschreibung mittels grey-box KI-Algorithmen (Fuzzy Pattern Classification). Sie ermöglichen die Quantifizierung verschiedener Unsicherheitsarten und die vorwärts gerichtete Kopplung der Prozesskette. Danach erfolgt die Erarbeitung eines Vorgehens zur inversen mehrkriteriellen Optimierung über die gesamte Prozesskette zum Zwecke der globalen Optimierung.
Ansprechpartner
Franziska Bocklisch
Dr. rer. nat. habil. (Dipl.-Psych.)
Franziska Bocklisch
Abteilung: Human-Cyber-Physical Systems
Funktion: Abteilungsleiterin
Telefon: +49 (0)371 531 – 36530
Raum: E06.116

Thomas Lampke
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil.
Thomas Lampke
Funktion: Inhaber der Professur
Telefon: +49 (0)371 531 – 36163
Raum: E02.112

Teilprojekt:
Werkstoffherstellung und -charakterisierung
Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: SAB
Förderkennzeichen: 100706092
Laufzeit: 2025 - 2026
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Projektpartner:
  • CMMC GmbH
  • Fraunhofer IWU Dresden
  • NRU GmbH
  • Benseler Sachsen GmbH & Co.KG
Motivation & Zielstellung
Im Projekt werden gemeinsam mit Industrie- und Forschungspartnern Verdüsungsverfahren eingesetzt, um hochgradig partikelverstärkte Aluminium-Matrix-Verbundwerkstoff-(AMC-)Pulver herzustellen und diese mittels LPBF-Verfahren zu endkonturnahen Bauteilen zu verarbeiten. Ziel ist die systematische Korrelation zwischen Ausgangswerkstoff, Verdüsungsprozess, LPBF-Prozessparametern und den Gebrauchseigenschaften der gefertigten Komponenten. Darüber hinaus werden Wirtschaftlichkeit und Bauteilqualität im Vergleich zu konventionellen Gießprozessen untersucht.

Am Ende des Projekts sollen die wissenschaftlich-technischen Grundlagen geschaffen sein, um qualitativ hochwertige AMC-Produkte herzustellen und am Markt zu etablieren. Die gewerblichen Projektpartner erwarten durch die Entwicklung neuer Werkstoffe und Produkte eine Erweiterung ihrer Produktportfolios.

Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
Ansprechpartner
Sarah J.  Hirsch
M. Sc.
Sarah J. Hirsch
Abteilung: Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 36306
Raum: E06.016

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: SAB EFRE
Förderkennzeichen: 100757078
Laufzeit: 2025 - 2026
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Projektpartner:
  • Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) Chemnitz
Motivation & Zielstellung
Im Projekt „FerriKo-EL“ wird der Einsatz kostengünstiger und ressourcenschonender ferritischer Edelstähle für die Wasserelektrolyse untersucht. Im Vergleich zu häufig eingesetzten austenitischen Stählen mit hohem Nickelgehalt basieren ferritische Stähle auf Chrom als Hauptlegierungselement, das deutlich günstiger und nachhaltiger ist. Gleichzeitig führt der Verzicht auf Nickel zu einer verringerten Umformbarkeit und einer reduzierten Korrosionsbeständigkeit, wodurch der Einsatz bislang auf flache, daher weniger effiziente Flussfeldstrukturen begrenzt ist. Zudem führen die aggressiven Medien und die hohen elektrischen Spannungen in Elektrolyseuren ohne geeignete Oberflächenanpassung zu einer beschleunigten Degradation der Stähle.
Studien haben gezeigt, dass sich durch den Chromgehalt in ferritischen Stählen selbstpassivierende Schichten mit sehr hoher Korrosionsresistenz bei gleichzeitig ausreichender elektrischer Leitfähigkeit ausbilden lassen. Ziel von FerriKo-EL ist es, diesen Ansatz systematisch zu untersuchen und auf ferritische Elektrolyseurplatten zu übertragen. Die Oberflächen der Platten werden hierzu mittels verschiedener Verfahren gezielt behandelt oder beschichtet, um die Ausbildung schützender Schichtsysteme zu optimieren. Parallel dazu werden angepasste Umformstrategien entwickelt, um die Formbarkeit der Werkstoffe deutlich zu verbessern und die Herstellung von Flussfeldern mit tieferen Kanalstrukturen zu ermöglichen. Dadurch können die Leistungsfähigkeit und Effizienz der neuartigen Elektrolyseurplatten signifikant gesteigert werden. Durch die Kombination aus Materialentwicklung und fortschrittlicher Prozessgestaltung leistet FerriKo-EL einen wesentlichen Beitrag zur Kostensenkung, zur Effizienzsteigerung und zur nachhaltigen Erzeugung von Wasserstoff im Rahmen der Energiewende.
Ansprechpartner
Linto George Thomas
M. Sc.
Linto George Thomas
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 37893
Raum: E06.018

Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: SAB
Förderkennzeichen: 100748757
Laufzeit: 2025 - 2027
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Projektpartner:
  • Professur Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde
  • Professur Adaptronik und Funktionsleichtbau in der Produktion (TU Chemnitz)
Motivation & Zielstellung
Ziel ist die Entwicklung einer Recyclingtechnologie für Aluminium, die eine Werkstoffqualität bereitstellt, welche für Drahtziehprozesse, das Metall-Ultraschallschweißen (USMW) und den Einsatz in elektrischen Komponenten geeignet ist. Das USMW stellt ein innovatives Fügeverfahren dar, das insbesondere für Anwendungen der Elektromobilität relevant ist, da es hochfeste, stoffschlüssige und elektrisch leitfähige Verbindungen ohne Zusatzwerkstoffe ermöglicht. Eine wesentliche Anwendung liegt in Kabelbaumverbindungen von Elektro- und Wasserstofffahrzeugen. Aluminium ermöglicht eine Gewichtsreduktion von Kabelbäumen um bis zu 40 % und trägt dadurch zur Verringerung des Energieverbrauchs und indirekt der CO₂-Emissionen bei. Zudem besitzt Aluminium gegenüber Kupfer eine höhere Verfügbarkeit und geringere Materialkosten.
Derzeit wird für elektrische Anwendungen überwiegend Primäraluminium eingesetzt, da geeignete Recyclingtechnologien für Sekundäraluminiumdrähte mit den erforderlichen elektrischen Eigenschaften fehlen. Die Entwicklung einer solchen Technologie ist jedoch zentral für die Nachhaltigkeit der Energiewende. Der Einsatz recycelten Aluminiums reduziert Treibhausgasemissionen, senkt den Energiebedarf der Werkstoffbereitstellung und minimiert den Bedarf an Primärrohstoffen wie Bauxit. Gleichzeitig werden natürliche Ressourcen geschont und Umweltbelastungen des Rohstoffabbaus reduziert.
Darüber hinaus bietet der Ausbau entsprechender Recyclingtechnologien wirtschaftliche Potenziale durch geringere Produktionskosten und die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Das Vorhaben steht damit im Einklang mit der Innovationsstrategie des Freistaats Sachsen sowie der Rohstoffinitiative des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, insbesondere mit dem Ziel, Sachsen als Standort für Sekundärrohstoffe zu etablieren.
Ansprechpartner
Ismail  Özdemir
Dr.-Ing.
Ismail Özdemir
Abteilung: Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 36634
Raum: E06.016

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: BMWE
Förderkennzeichen: 03EN2135A
Laufzeit: 2025 - 2028
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Projektpartner:
  • Institut für Bildsame Formgebung RWTH Aachen
  • Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG
  • Karl Diederichs GmbH & Co. KG mit Unterauftragnehmer GIWEP GmbH
  • Georgsmarienhütte GmbH mit Unterauftragnehmer Lechler GmbH
  • Transvalor S.A.
  • Hexagon
Motivation & Zielstellung
Das Projekt zielt darauf ab, die Verzunderung von Metallen, wie Stahl und Kupfer, innerhalb der Prozesskette Warmwalzen im Sinne der Ressourcenschonung und CO2-Einsparung zu reduzieren. Dies erfolgt durch die Kopplung experimenteller Untersuchungen sowie simulationsgestützter Vorhersagen des Zunders innerhalb der Warmumformprozessketten. Mithilfe dieser Ansätze sollen bei gleichbleibender Bauteilqualität die Zunderbildung reduziert und die Maßnahmen zur Zunderentfernung effizienter gestaltet werden. Da über 90 % der weltweit hergestellten Kupfer- und Stahlerzeugnisse warm umgeformt werden, bietet das Projekt bei erfolgreicher Umsetzung der angesetzten Ziele erhebliche Einsparpotenziale in Bezug auf effizienterer Ressourcen- und Energienutzung. Zur Erreichung der Ziele trägt primär die Entwicklung eines KI gestützten Prognosetools zur Abbildung der Erwärm- und Entzunderungsschritte bei. Die im Prognosetool zu Grunde liegenden Trainingsdaten werden durch Laborversuche sowie die Modellierung der Warmumformprozessketten generiert. Zur Modellierung der Zunderbildung werden eigens entwickelte Subroutinen in etablierten Simulationsprogrammen zur Warmumformung erstellt. Anschließend werden diese Modelle im industriellen Umfeld validiert. Dadurch können dem Prognosetool umfangreiche Trainingsdatensätze zur Verfügung gestellt werden, um Zusammenhänge zwischen den Prozessgrößen und dem Zunderwachstum- sowie den Zundereigenschaften zu identifizieren. Dies erlaubt den Industriepartnern eine zeit- und kosteneffiziente Identifikation von Energieeinsparpotenzialen beim Erwärmen, Entzundern und Warmumformen. Aus diesem Grund ermöglicht den Projektpartnern eine erfolgreiche Implementierung des Prognosetools in bestehende Programme zur Ofensteuerung und Entzunderung eine ressourcen- und energieschonendere Auslegung ihrer Warmumformprozessketten.
Ansprechpartner
Nayeem Siddique
M. Sc.
Nayeem Siddique
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 33877
Raum: E06.004

Teilprojekt:
Entwicklung von Organosilikatbeschichtungen für Metallsubstrate für die definiert haftfeste Anbindung von Kautschuk
Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: BMWK, AiF-ZIM
Förderkennzeichen: KK5112608EB4
Laufzeit: 2025 - 2027
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Projektpartner:
  • Busch Hydraulik
  • Polymer Service GmbH Merseburg
  • Professur Festkörpermechanik – TU Chemnitz
Motivation & Zielstellung
Gummiformteile sind wirtschaftlich bedeutsam und werden in vielen Branchen eingesetzt, etwa als Dichtungen im Maschinenbau oder als elastische Komponenten in der Automobiltechnik. Sie werden meist durch werkzeugbasiertes Formen mit anschließender Vulkanisation hergestellt. Dieses bewährte Verfahren ist jedoch vor allem für große Stückzahlen wirtschaftlich und schränkt die Gestaltungsfreiheit ein; Kleinserien und Designänderungen sind kosten- und zeitintensiv.
Die additive Fertigung vulkanisierbarer Kautschukmischungen befindet sich noch in einer frühen Forschungsphase. Erste Ansätze mit Schneckenextruder-Prototypen sind bislang auf einfache Geometrien beschränkt. Herausforderungen bestehen in der druckfähigen und zugleich vulkanisierbaren Rezeptur, der Formstabilität während der Aushärtung sowie der gezielten Haftungssteuerung, insbesondere bei Multimaterial-Anwendungen.
Geeignete Werkstoffe und Drucksysteme ermöglichen eine schnelle, werkzeuglose Herstellung von Prototypen, Ersatzteilen, komplexen Geometrien und Multimaterial-Bauteilen wie Gummi-Metall-Kombinationen. Das Projekt betrachtet daher den gesamten Prozess – von der Formulierung der Kautschukmischung, der Entwicklung eines Druckkopfs, der Erforschung der 3D-Druckparameter bis hin zur Betrachtung der Haftvermittlung zwischen Kautschuk und Metalloberfläche.
Ansprechpartner
Mohammad  Dodangi
M.Sc.
Mohammad Dodangi
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: wiss. MA / tech. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 38917
Raum: E06.002

2024

Teilprojekt:
Entwicklung und Umsetzung von simulationsbasierten Konzepten zur ressourceneffizienten galvanischen Beschichtung durch eine robotergestützte Anlage mit integrierter Schichtanalytik
Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: BMWK-LuFo
Förderkennzeichen: 20Q2212D
Laufzeit: 2024 - 2027
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Projektpartner:
  • Scholz Mechanik GmbH
  • KleRo GmbH Roboterautomation
  • OTE Scheigenpflug GmbH
  • TU Hamburg - Institut für Flugzeug-Produktionstechnik
Motivation & Zielstellung
Das Projekt zielt auf die Entwicklung einer grünen und intelligenten galvanischen Beschichtung durch modulare, roboterbasierte Galvanik mit Inline-Prozessüberwachung ab. Dies ermöglicht eine sichere und reproduzierbare Beschichtung relevanter Flugzeugkomponenten bereits in kleinen und mittleren Losgrößen.
Das Teilprojekt der Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik konzentriert sich auf die Entwicklung einer robotergestützten Galvanikanlage, die die gesamte Prozesskette zur Bauteilbeschichtung abdeckt. Dazu wird eine bestehende Anlage hinsichtlich größerer Prozessbehälter für die Beschichtung einzelner Teile sowie den Einsatz von Gestellware erweitert und modernisiert. Der Grad der Automatisierung wird nochmals gesteigert, um die Qualitätsansprüche an Komponenten für die Luftfahrt zu erreichen. Dies schließt eine automatische Badpflege und Schichtanalyse ein. Diese Aufwertungen sind entscheidend für die Validierung neuer Simulationsmodelle und um ein verbessertes Verständnis der Zusammenhänge zwischen Prozess, Mikrostruktur und Eigenschaften zu erhalten. Die Forschung zielt darauf ab, den Ressourcenverbrauch und die Ausschussrate zu senken, die Abwassermenge zu minimieren und einen Beitrag zu einer umweltfreundlicheren Herstellung von Flugzeugkomponenten zu leisten.
Ansprechpartner
Lars Lehmann
M. Sc. Chemie
Lars Lehmann
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 31910
Raum: E06.013

Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 525183593
Laufzeit: 2024 - 2026
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Projektpartner:
  • Lehrstuhl für Werkstoffkunde
  • Universität Paderborn
Motivation & Zielstellung
Partikelverstärkte Aluminiummatrix-Verbundwerkstoffe (AMC) besitzen ein hohes Anwendungspotenzial, das derzeit durch werkstoff- und produktionstechnische Randbedingungen begrenzt wird. Großtechnische Anwendungen erfordern robuste, reproduzierbare und kontinuierliche Herstellungsprozesse, die durch neue kontinuierliche AMC-Gießverfahren möglich sind. Gleichzeitig wird die Werkstoffqualität durch prozessbedingte Inhomogenitäten eingeschränkt. Übliche schmelzmetallurgische AMC-Herstellungsverfahren nutzen Aluminiumgusslegierungen als Matrixwerkstoff. Daher liegen AMC-Werkstoffe bisher hauptsächlich als einfache Halbzeuge oder Masseln vor. Bandförmige Halbzeuge für Umformprozesse oder Blechanwendungen existieren bislang nicht, würden das Anwendungsspektrum jedoch erheblich erweitern. Das Zwei-Rollen-Gießwalzen kombiniert schmelzmetallurgische Urformung und thermomechanische Umformung, und erlaubt die Herstellung bandförmiger Halbzeuge mit reduziertem Anteil an Werkstoffinhomogenitäten.
Ziel des Forschungsvorhabens ist die Formulierung von Prozess-Mikrostruktur-Eigenschafts-Korrelationen, um unterschiedliche AMC-Werkstoffzustände in der numerischen Prozessauslegung berücksichtigen zu können. Hierzu werden gezielte Charakterisierungsmethoden eingesetzt, um Werkstoff-Prozess-Interaktionen zu analysieren und darauf aufbauend die Werkstoffmodellierung und -simulation weiterzuentwickeln. Dafür werden im Projekt bisher verwendete AMC-Matrixwerkstoffe aus Aluminiumgusslegierungen (AlSi7Mg, AlSi9Mg) durch aushärtbare Knetlegierungen ersetzt. Ergänzend zur Werkstoffentwicklung und Prozessauslegung erfolgt eine umfassende Charakterisierung der Prozessschritte Rührgießen, Gießwalzen, Warmwalzen und Tiefziehen einschließlich notwendiger Wärmebehandlungen. Dadurch werden numerische Vorhersagen zu Umformkräften, Stofffluss, Mikrostrukturentwicklung und Schädigungsmechanismen möglich.
Ansprechpartner
Sagar Gaikwad
M.Sc.
Sagar Gaikwad
Abteilung: Nachhaltige Werkstoffe und Werkstoffverarbeitung
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35122
Raum: E06.118

Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: DLR IGF
Förderkennzeichen: IGF-Nr. 01IF23314N / DVS-Nr. 02.3713
Laufzeit: 2024 - 2027
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Projektpartner:
  • Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
Motivation & Zielstellung
Der Verschleißschutz von Bauteilen ist eine zentrale Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer technischer Systeme in vielen Industriezweigen. Besonders Hartmetallschichten auf Basis von Wolframcarbid und Cobalt (WC-Co) dominieren derzeit den Stand der Technik, da sie eine sehr hohe Verschleißbeständigkeit aufweisen. Gleichzeitig geraten diese Systeme zunehmend unter Druck: Cobalt gilt aufgrund gesundheitlicher Risiken als kritisch und unterliegt regulatorischen Beschränkungen, während Wolfram als kritischer Rohstoff mit potenziellen Versorgungsrisiken eingestuft wird. Zusätzlich zeigen WC-basierte Schichten Einschränkungen hinsichtlich Korrosions- und Hochtemperaturbeständigkeit. Daher besteht ein wachsender Bedarf an leistungsfähigen Alternativen.
Das Forschungsvorhaben zielt auf die Entwicklung einer neuen Generation von Verschleißschutzschichten auf Basis von Hochentropiecarbiden (HEC). Diese Werkstoffe bestehen aus mehreren Übergangsmetallcarbiden in annähernd gleichen Anteilen und bilden stabile Mischkristallstrukturen mit hoher Härte und thermischer Stabilität. Durch eine gezielte Elementauswahl können kritische oder gesundheitlich problematische Rohstoffe reduziert und Lieferketten diversifiziert werden.
Im Projekt werden geeignete HEC-Zusammensetzungen synthetisiert, mit alternativen Bindermetallen – insbesondere eisenbasierten Legierungen – kombiniert und erstmalig zu agglomeriert und gesinterten Beschichtungspulvern mit einem Hartstoffanteil von 80 Vol.-% verarbeitet. Anschließend werden Verschleißschutzschichten mittels Hochgeschwindigkeitsflammspritzen und Laserstrahlauftragschweißen hergestellt und hinsichtlich Mikrostruktur, Verschleiß-, Korrosions- und Hochtemperaturbeständigkeit untersucht und gegen gängige State-of-the-Art Schichtsysteme referenziert. Ziel ist eine leistungsfähige, cobaltfreie Alternative zu bestehenden Hartmetallschichten.
Ansprechpartner
Lukas Tegelkamp
M. Sc.
Lukas Tegelkamp
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 32242
Raum: E06.120

Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 529708992
Laufzeit: 2024 - 2027
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Projektpartner:
  • Professur Umformtechnik
  • TU Chemnitz
Motivation & Zielstellung
Erforscht wird eine thermomechanische Behandlung (TMB) für Bleche aus martensitischen nichtrostenden Stählen (MNS) mit minimalen Austenitisierungszeiten. Ziel ist die Entwick-lung einer Kurzzeit-TMB zur effizienten Blechformhärtung, die hohe Umformgrade bei kur-zen Prozesszeiten ermöglicht und gewünschte Werkstoffkennwerte sicherstellt. Daraus erge-ben sich Potenziale zur Senkung des Energieverbrauchs sowie zur Verbesserung der Werk-stoffausbeute.
Rascherwärmung und anschließendes Abschrecken erzeugen thermodynamische Ungleich-gewichtszustände, die den Lösungszustand von Begleit- und Legierungselementen sowie die Phasenumwandlungstemperaturen beeinflussen. Etablierte Modelle der TMB für MNS sind daher nicht unmittelbar auf Kurzzeitprozesse übertragbar. Im Projekt wird der Stahl X46Cr13 mittels induktiver Schnellerwärmung mit Aufheizraten von mindestens 100 K/s bis in das Austenitgebiet erwärmt, ohne Haltezeit umgeformt und anschließend abgeschreckt. Dabei werden Umformschritte im stabilen und metastabilen Austenitgebiet untersucht. Die Kurzzeit-TMB wird mithilfe eines Umformsimulators und eines Umformdilatometers durch-geführt, um Phasenumwandlungs- und Umformverhalten zu analysieren. Der Einfluss von Aufheizrate und Austenitisierungstemperatur auf den Lösungszustand der Legierungselemen-te wird anhand des Ausscheidungszustands und des Restaustenitgehalts mittels REM, EDX, XRD sowie thermophysikalischer Berechnungen untersucht. Ergänzende mechanische und chemische Charakterisierungen dienen der Identifikation eines Prozessfensters, das sowohl das Umformvermögen der MNS-Bleche erhöht als auch definierte Anwendungseigenschaften bei Raumtemperatur gewährleistet.
In der Projektschlussphase werden ein Demonstratorwerkzeug und ein Demonstratorprozess zur Herstellung thermomechanisch behandelter Tiefziehteile unter Einsatz induktiver Schnellerwärmung entwickelt und erprobt, um den technologischen Mehrwert gegenüber dem Stand der Wissenschaft und Technik nachzuweisen.
Ansprechpartner
Oleksandr Lypchanskyi
Dr.
Oleksandr Lypchanskyi
Abteilung: Nachhaltige Werkstoffe und Verfahren
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 33197
Raum: E06.118

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 531872765
Laufzeit: 2024 - 2026
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Projektpartner:
  • Institut für Umformtechnik und Leichtbau TU Dortmund
Motivation & Zielstellung
Das Verfahren der inkrementellen Blechumformung (IBU) bietet die Möglichkeit, Bauteile in kleinen Losgrößen anforderungsgerecht und wirtschaftlich zu fertigen. Das Einsatzverhalten gefertigter Bauteile wird maßgeblich durch den vorherrschenden Eigenspannungszustand bestimmt. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Verbesserung des Einsatzverhaltens inkrementell umgeformter hochfester Bauteile durch die gezielte Einstellung des Eigenspannungszustands im industriellen Fertigungsprozess. Die Eigenspannungen werden durch die Prozessführung der inkrementellen Blechumformung lokal definiert in das Werkstück eingebracht, um die Bauteileigenschaften zu verbessern. In dem Transferprojekt mit der Faurecia Autositze GmbH werden die Erkenntnisse unter industriellen Anforderungen übertragen. Hierzu werden die bisher analysierten Werkstoffe für den industriellen Einsatz auf hochfeste Dualphasen-Stähle erweitert und anwendungsnahe Geometrien gewählt. Neben der Bauteilleistungsfähigkeit unter statischer und zyklischer Belastung steht die Geometriegenauigkeit der gefertigten Komponenten im Fokus. Zur Einbringung zusätzlicher, oberflächennaher Druckeigenspannungen und einer Reduzierung der Prozesskraft wird ein Konzept mit einer oszillierenden Werkzeugbewegung erprobt. Eine Senkung der Prozesszeit soll durch den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Umformwerkzeuge ermöglicht werden.
Ansprechpartner
Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003

2023

Teilprojekt:
Schichtsystemen und Charakterisierung
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: Luftfahrtforschungsprogramm Klima (LuFo Klima) (BMWK)
Förderkennzeichen: 20E2227B
Laufzeit: 2023 - 2026
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Projektpartner:
  • IWT Bremen
  • TU Chemnitz Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung
  • TU Chemnitz Professur Alternative Fahrzeugantriebe
Motivation & Zielstellung
Das Teilvorhaben der TU Chemnitz im TiHydrAero-Verbund adressiert an das förderpolitische Ziel „umweltfreundliche Luftfahrt“. Zur Erreichung dieses Kernziels sowie zur signifikanten Reduktion von CO2- und NOx-Emissionen müssen neue Antriebstechnologien und Energiespeicher entwickelt werden. Hier rücken die Themen Wasserstoff und Leichtbau in den zentralen Fokus der Betrachtung. Additive Fertigungsverfahren, wie das Pulverbett-basierte Laserschmelzen (LPBF) und das Laserauftragsschweißen (LMD) – jeweils in Kombination mit hochperformanten Materialien, sind die Schlüsseltechnologien zur Erreichung dieses Ziels.
Mit Hilfe von LPBF eröffnen sich dem Konstrukteur einzigartige Möglichkeiten, um das Design von Systemkomponenten optimal auf die vorherrschenden Belastungen abzustimmen. Diese Gestaltungsfreiheit erlaubt die Generierung höchster funktionaler Packungsdichten, wodurch sich der Leichtbaugrad signifikant steigern lässt. Gerade in Bezug auf Hochleistungsmaterialien ist dieses Verfahren schon für die Titanlegierung Ti-6Al-4V gut erprobt und auch für die Luftfahrt qualifiziert. Jedoch ist diese Legierung im α+β-Zustand sehr empfindlich bezüglich Wasserstoffversprödung. Durch eine geometrieabhängig angepasste Prozessführung im LPBF-Verfahren soll sich diese Eigenschaft signifikant verbessern lassen. Eine komplementär wirkende Verknüpfung wird zudem mit der Entwicklung von Verarbeitungsparametern für den LMD-Prozess angestrebt. Der lokal begrenzte generative Materialsauftrag erlaubt die konstruktive Umsetzung einer Schichtverbundausführung. Die funktionale Trennung von Oberfläche und Grundwerkstoff bietet zudem lastkollektivgerechte Lösungsansätze. Durch die hohe Designfreiheit des lokal begrenzten Materialauftrags kann zudem den spezifischen Anforderungen an eine Instandsetzung Rechnung getragen werden.
Sowohl für den LPBF-Prozess als auch für das LMD-Verfahren wird die vom Projektpartner IWT neu entwickelte Titanlegierung erforscht. Auch hier sollen neben dem Erzielen höchster Materialdichten die Wasserstoffaufnahme mittels angepasster Kornstrukturen signifikant verringert werden. Sollten diese Maßnahmen allein noch nicht zum gewünschten Ergebnis führen, kommen Untersuchungen zum Kugelstrahlverdichten und zur diffusionsgesteuerten Einbringung von Fremdatomen in die Randschicht zum Einsatz.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: LA 1274/71-1
Laufzeit: 2023 - 2027
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Projektpartner:
  • Fraunhofer IKTS Dresden
Motivation & Zielstellung
Das thermische Spritzen mehrkomponentiger Schichtwerkstoffe bietet großes Potenzial zur gezielten Einstellung und Erweiterung von Schichteigenschaften. Insbesondere oxidische Mehrkomponentensysteme ermöglichen durch Kombination verschiedener Werkstoffkomponenten eine Anpassung von Eigenschaften wie Verschleißbeständigkeit, Härte oder elektrische Eigenschaften. Gleichzeitig entstehen jedoch komplexe werkstoff- und prozessbedingte Wechselwirkungen, deren Einfluss auf Mikrostruktur und Eigenschaften bislang nur unzureichend verstanden ist. Dies gilt insbesondere für Veränderungen der Pulverwerkstoffe während des Spritzprozesses, die durch prozessabhängiges Aufschmelzverhalten sowie mögliche in-situ Reaktionen zwischen den Komponenten bestimmt werden.
Vor diesem Hintergrund verfolgt das Vorhaben das Ziel, grundlegende Zusammenhänge zwischen Pulverwerkstoff, Prozessführung, resultierender Mikrostruktur und Schichteigenschaften systematisch zu untersuchen. Als Modellsystem dient das ternäre oxidische System Al₂O₃–Cr₂O₃–TiO₂. Ein zentraler Fokus liegt auf der Analyse der prozessinduzierten Veränderungen der Pulverpartikel und deren Einfluss auf Phasenbildung und Gefügeentwicklung in der Schicht. Hierfür werden experimentelle Pulverwerkstoffe mit gezielt variierter Homogenität der Elementverteilung hergestellt.
Durch eine kombinierte Untersuchung des Spritzprozesses sowie eine detaillierte Charakterisierung der erzeugten Schichten hinsichtlich Mikrostruktur und funktionaler Eigenschaften werden grundlegende Pulverwerkstoff-Prozess-Mikrostruktur-Eigenschaftsbeziehungen abgeleitet. Die Ergebnisse leisten einen Beitrag zum besseren Verständnis der Mechanismen bei der Verarbeitung mehrkomponentiger oxidischer Werkstoffe im thermischen Spritzprozess und schaffen eine wissenschaftliche Grundlage für die gezielte Entwicklung leistungsfähiger Mehrkomponenten-Schichtsysteme.
Ansprechpartner
Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

Teilprojekt:
Legierungsentwicklung, Thermisches Beschichten, Kaltverfestigen
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: SAB (M-era.Net)
Förderkennzeichen: SAB 100689195
Laufzeit: 2023 - 2026
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Projektpartner:
  • Wroclaw University of Science and Technology (Polen)
  • Amazemet Sp.z o.o (Polen)
  • HS Technik Beschichtungstechnologien GesmbH (Österreich)
  • Iskenderun Technical University (Türkei)
Motivation & Zielstellung
Mit innovativen Werkstoff- und Fertigungskonzepten lassen sich die oft widersprüchlichen Anforderungen an Verarbeitungs- und Funktionseigenschaften erfüllen. Austenitische Hochmanganstähle (HMnS) bieten ein großes, bisher ungenutztes Anwendungspotenzial im Bereich der Oberflächentechnik. Sie zeichnen sich insbesondere durch eine hohe Kaltverfestigung bei Schlag- und Stoßbelastungen aus, wodurch Anwendungen mit überlagerter tribologischer Beanspruchung ermöglicht werden. Die Herstellung der pulverförmigen Ausgangswerkstoffe durch Gasverdüsung und deren Verarbeitung mit modernen Beschichtungstechnologien wie HVOF und HS-LMD gewährleisten eine hohe Werkstoffqualität des Schichtsystems. Die mechanische Nachbearbeitung ermöglicht die Einstellung des Eigenschaftsprofils im Hinblick auf das tribologische Beanspruchungsprofil. Eine Prozesskombination zwischen thermischen Beschichtungstechnologien und der Veredelung von HMnS-Schichtsystemen ermöglicht somit eine Oberflächenfunktionalisierung mit Abstufung der Schichteigenschaften durch Kaltverfestigung. IronWorkCoat zielt auf nachhaltige Beschichtungslösungen für Anwendungen mit überlagerter tribologischer Beanspruchung.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

2022

Teilprojekt:
TP1: Verschleiß-, Korrosions- und Ermüdungsverhalten von HGSS-Funktionsflächen
Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Förderkennzeichen: 460484491
Laufzeit: 2022 - 2026
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Motivation & Zielstellung
Durch Hochgeschwindigkeitsscherschneiden (HGSS) erzeugte Schnittflächen können in Abhängigkeit vom Werkstoff und den gewählten Prozessparametern adiabatische Scherbänder (ASB) enthalten. Dabei handelt es sich um mikrostrukturell klar vom Grundwerkstoff abgegrenzte, homogene Zonen, die ein im Vergleich zum umgebenden Werkstoff deutlich verändertes Eigenschaftsprofil aufweisen. Die Struktur-Eigenschaftsbeziehungen von HGSS-Schnittflächen sind jedoch bislang weitgehend unerforscht. Im Fokus von Teilprojekt 1 steht daher die wissenschaftlich fundierte Beantwortung der Frage, wie sich HGSS-Schnittflächen unter tribologischer, korrosiver und zyklischer mechanischer Belastung verhalten. Dies ist unmittelbar verknüpft mit der Notwendigkeit, ein grundlegendes Verständnis der dabei wirkenden Mechanismen und somit der Identifikation von Prozess-Mikrostruktur-Eigenschafts-Beziehungen zu erlangen. Voraussetzung hierfür ist die in Abstimmung mit den Forschungsgruppen-Partnern durchzuführende Interpretation der Ergebnisse der Verschleiß-, Korrosions- und Ermüdungsversuche sowie der Eigenspannnungsanalyse, d. h. die Korrelation der ermittelten Schnittflächeneigenschaften mit den Prozessparametern und der daraus entstehenden Mikrostruktur. Die in TP1 erzielten Forschungsergebnisse sind die Grundlage für die Bewertung der Gebrauchseigenschaften und damit der Praxistauglichkeit von HGSS-Schnittflächen. Über eine Rückkopplung mit den anderen Teilprojekten ermöglichen die Ergebnisse auch die direkte Einflussnahme auf die Gestaltung des HGSS-Prozesses und somit eine gezielte Einstellung der Eigenschaften der Funktionsfläche.
Ansprechpartner
Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003

Teilprojekt:
Koordinationsprojekt
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Förderkennzeichen: 460484491
Laufzeit: 2022 - 2026
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Projektpartner:
  • Professur Werkstofftechnik TU Chemnitz
  • Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) Freiburg
  • Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen TU München
  • Institut für Umformtechnik und Leichtbau TU Durtmund
  • Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) Chemnitz
Motivation & Zielstellung
Das Hochgeschwindigkeitsscherschneiden (HGSS) stellt eine ökonomisch und ökologisch interessante Alternative zu konventionellen Schneidverfahren wie Normal-, Fein- oder Laserschneiden dar. Insbesondere für hoch- und ultrahochfeste Stähle, aber auch für Leichtmetalle birgt das HGSS großes Potenzial bezüglich der Erzeugung von Schnittflächen, die ohne weitere mechanische, thermische oder thermochemische Nachbearbeitungsschritte direkt als Funktionsflächen einsetzbar sind. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich beim HGSS in Abhängigkeit vom Werkstoff und den Prozessparametern adiabatische Scherbänder (ASB) bilden können, in denen dann die Werkstofftrennung stattfindet. Die entstehenden Schnittflächen sind durch eine hohe Härte, einen geringen Kanteneinzug und eine geringe Rauheit gekennzeichnet und weisen nahezu keinen Grat auf. Bislang fehlt es jedoch an einem grundlegenden Verständnis der Mechanismen, die zur Bildung von ASB im HGSS führen. Dies wiederum ist aber unerlässlich, um die beschriebenen außergewöhnlichen Schnittflächeneigenschaften gezielt nutzbar machen zu können. Die Forschungsgruppe FUNDAM³ENT widmet sich daher in einem disziplinübergreifenden Verbund der Erforschung der werkstoff- und prozessseitigen Einflussfaktoren auf die Bildung von ASB beim HGSS. Übergeordnetes Ziel der Forschungsgruppe ist es, ein werkstoffwissenschaftlich und prozesstechnologisch fundiertes Modell zu entwickeln, das die Scherbandbildung beim HGSS möglichst umfassend, d. h. für verschiedene Werkstoffe und in einem weiten Prozessparameterbereich, beschreibt. Gelingen soll dies durch die Bündelung der Expertisen aus den Bereichen Werkstoffwissenschaft, Werkstofftechnik und Produktionstechnik. Wichtige Forschungsfragen, die in der Forschungsgruppe näher beleuchtet werden, umfassen z. B. den Einfluss verschiedener Gefügebestandteile und der Deformationsgeschichte auf die Neigung zur Scherbandbildung oder die Frage, ob sich auch in gut wärmeleitenden Werkstoffen, wie Aluminium, ASB erzeugen lassen. Ferner wird erforscht, inwiefern die Dehnrate beim HGSS-Prozess die Mikrostruktur, Geometrie und Eigenschaften der Scherbänder bestimmt und ob die Schmelz- bzw. Rekristallisationstemperatur eines Werkstoffes die ASB-Bildung und die resultierende Mikrostruktur beeinflusst. Umfangreiche Experimente in verschiedenen Dehnratenbereichen des HGSS (10²–10⁵ s⁻¹) generieren einerseits ein umfassendes Prozesswissen und sind andererseits die Grundlage für ein fundiertes Verständnis der im Scherband auftretenden mikrostrukturellen Effekte. Unterstützt wird dies durch mehrskalige Simulationsmethoden auf mikrostruktureller und prozessseitiger Ebene. Mithilfe von systematischen Untersuchungen des Werkstoffverhaltens von HGSS-Schnittflächen unter tribologischer, korrosiver und zyklischer mechanischer Belastung wird eine Betrachtung der Beziehungen zwischen dem Scherschneidprozess, der Mikrostruktur und den daraus entstehenden Schnittflächeneigenschaften ermöglicht.
Ansprechpartner
Rico Drehmann
Dr.-Ing.
Rico Drehmann
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 39331
Raum: E06.102.1

2023

Teilprojekt:
Experimental design of the copper deposition and electroplating simulation of structural variants
Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: BMWK, AiF-Cornet
Förderkennzeichen: 348 EBR
Laufzeit: 2023 - 2024
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Projektpartner:
  • DGO e.V.
  • Fraunhofer IWU
  • Turkish-German University
  • Yildiz Technical University
Motivation & Zielstellung
The project focuses on developing copper coatings for complex hollow structures, addressing the full manufacturing chain from substrate pre-treatment, electroless copper deposition (to metallize non-conductive polymer and wax substrates) to electroplating with thicker copper layers. Key challenges include achieving uniform copper coverage on complex geometries, controlling current density during electroplating, and ensuring proper electrolyte flow within hollow structures. Process parameters and electrolyte compositions are systematically optimized, and optical microscopy is used to evaluate coating quality. Laboratory-scale, 3D-printed fixtures are designed to hold the hollow parts, guide electrolyte flow, and position anodes, enabling experimental testing and practical process control. The work also generates input data for COMSOL simulations to model current density distribution, supporting the design of uniform copper growth and scalable industrial processes.
The final goal is to achieve high-quality copper coatings on challenging geometries with controlled processes that can be scaled up.
Ansprechpartner
Thomas Mehner
Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
Thomas Mehner
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38415
Raum: E06.121

Teilprojekt:
Entwicklung Festschmierstoff-modifizierter selbstfließender Legierungen zur Reibwertreduzierung von Armaturen - Werkstoffentwicklung und Charakterisierung
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: AiF ZIM
Förderkennzeichen: KK5112606SH2
Laufzeit: 2023 - 2025
Projektpartner:
  • KVT Kurlbaum GmbH
Motivation & Zielstellung
Selbstfließende Legierungen sind ein bewährter Beschichtungswerkstoff für Anwendungen bei komplexen Beanspruchungsprofilen. Durch das Umschmelzen der thermischen Spritzschicht bildet sich eine mediendichte und festhaftende Schicht aus. Im Bereich des Armaturenbaus sind umgeschmolzene Nickelbasislegierungen etablierte metallische Dichtsysteme. Eine Reduzierung der Reibverluste in Dichtsystemen steigert die Kosten- und Energieeffizienz maßgeblich. Gegenwärtig werden zusätzlich reibungsreduzierende diamantähnliche Kohlenstoffschichten (DLC) auf die umgeschmolzene metallische Oberfläche aufgebracht. Eine vielversprechende Alternative zu dem beschriebenen Schichtverbund stellen in die Schicht eingebrachte Festschmierstoffe dar. Ziel aktueller FuE Aktivitäten ist die Entwicklung einer selbstfließenden Legierung mit strukturell eingebundenen Festschmierstoffen sowie deren prozesstechnische Verarbeitung im thermischen Spritzprozess.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

Teilprojekt:
Organosilikatbeschichtungen zur Kombination mit DLC-Schichten für das direkte Kunststoff-Aufdrucken im additiven FFF-Verfahren
Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: BMWK, AiF-ZIM
Förderkennzeichen: KK5112607KL
Laufzeit: 2023 - 2025
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Projektpartner:
  • AxynTeC Dünnschichttechnik GmbH
Motivation & Zielstellung
Leichtbau gewinnt in vielen Branchen an Bedeutung, da geringere Massen bewegter Bauteile große Energieeinsparungen ermöglichen. Faserverstärkte Kunststoffe bieten hierfür sehr gute gewichtsspezifische Eigenschaften, sind jedoch in Verarbeitung und Gestaltung anspruchsvoll. Während etablierte Verfahren wie Handlaminieren, PrePreg-Autoklav oder Harzinjektion endkonturnahe Bauteile ermöglichen, eröffnet die additive Fertigung neue konstruktive Freiheiten. Sie erlaubt komplexe Geometrien und die Integration mehrerer Bauteile zu einer einzigen funktionsintegrierten Komponente. Dadurch steigt das Interesse von Maschinenbau, Automobil-, Elektro- und Medizintechnik an kosteneffizient herstellbaren Hybridbauteilen aus Metall und Kunststoff.
Für solche Hybridstrukturen ist eine geeignete Oberflächenbehandlung der Metallhalbzeuge entscheidend, damit Kunststoffe im FFF Verfahren direkt und dauerhaft haftend aufgedruckt werden können. Das geplante Projekt entwickelt dafür neue Beschichtungen für 3D geformte Metallsubstrate. AxynTeC erarbeitet eine erweiterte Diamond Like Carbon Technologie sowie Kombinationen aus DLC und Organosilikaten. Die TU Chemnitz formuliert die Organosilikat Beschichtungen und untersucht das Kunststoff-Aufdrucken im FFF Prozess. Der innovative Ansatz liegt insbesondere im In situ Einbau der Organosilikatkomponente in die DLC Schicht, was sowohl technologisch als auch prozesstechnisch neuartig ist und die Grundlage für leistungsfähige Metall Kunststoff Hybridbauteile schaffen soll.
Ansprechpartner
Thomas Mehner
Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
Thomas Mehner
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38415
Raum: E06.121

Teilprojekt:
EBC-Schichten auf pultrudierten C/C-Substraten
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: IGF
Förderkennzeichen: IGF 01IF23063N
Laufzeit: 2023 - 2025
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Projektpartner:
  • Fraunhofer IWU Chemnitz
  • Professur Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde (TU Chemnitz)
Motivation & Zielstellung
Im IGF-Projekt KOPRA wird eine großserienfähige Prozesskette zur Herstellung oxidationsgeschützter C/C-Profilstrukturen für Hochtemperaturanwendungen entwickelt. Ausgangspunkt sind pultrudierte CFK-Profile auf Basis von Kohlenstofffasern und Phenolharz (Fraunhofer IWU Chemnitz), die anschließend über Pyrolyse und Nachverdichtung zu kohlenstofffaserverstärktem Kohlenstoff (C/C) umgewandelt werden (Professur Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde). Diese Werkstoffklasse zeichnet sich durch geringe Dichte, hohe Warmfestigkeit und sehr gute Thermoschockbeständigkeit aus und bietet damit großes Potenzial für Bauteile in Industrieöfen, beispielsweise für Chargiergestelle. Eine zentrale Herausforderung stellt zudem die Oxidationsanfälligkeit des C/C-Werkstoffs sowie dessen begrenzter Verschleißwiderstand dar.
Die Arbeiten der Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik (WOT) fokussieren sich daher auf die Entwicklung geeigneter keramischer Schutzschichten, die mittels atmosphärischem Plasmaspritzen auf die C/C-Substrate appliziert werden. Ziel ist die Realisierung dichter, haftfester Beschichtungen, die den Werkstoff vor Oxidation, abrasivem Verschleiß sowie vor der Diffusion von Kohlenstoff in die zu behandelnden metallischen Bauteile schützen. Durch die gezielte Einstellung der Phasenstruktur und der thermischen Ausdehnung sollen thermisch induzierte Spannungen reduziert und die Rissbildung unter thermozyklischer Beanspruchung minimiert werden.
Die Arbeiten umfassen die werkstoffspezifische Anpassung des Spritzprozesses, die Charakterisierung der Mikrostruktur sowie umfangreiche Funktionsprüfungen hinsichtlich Haftfestigkeit, Thermowechselbeständigkeit, Verschleißverhalten und Oxidationsschutz. Ziel ist die Entwicklung eines robusten Beschichtungssystems für pultrudierte C/C-Profile, das eine signifikante Lebensdauersteigerung der Bauteile ermöglicht und damit neue wirtschaftliche Einsatzmöglichkeiten für C/C-Werkstoffe im Industrieofenbau eröffnet.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: LA 1274/77-1
Laufzeit: 2023 - 2025
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Projektpartner:
  • TU Chemnitz – Professur Mikrofertigungstechnik
Motivation & Zielstellung
Die plasmaelektrolytische Oxidation (PEO) ist ein Verfahren zur Erzeugung von oxidischen Konversionsschichten, die sich u. a. hervorragend als Korrosionsbarriere und zur Adhäsionsförderung im Interface von Metall-Kunststoff-Verbunden eignen. Industriell wird die PEO im Elektrolytbad durchgeführt. Angesichts hoher Prozessspannungen und Stromdichten ist eine Energieeinsparung durch Begrenzung des PEO-Prozesses auf ausgewählte Funktionsflächen sinnvoll. Dies gelingt bislang ausschließlich durch aufwendiges Maskieren. Dazu stellt die PEO mit einem Elektrolytstrahl (Jet-PEO) eine vielversprechende Alternative dar. Zudem können Bauteile, die bislang im Badprozess nicht handhabbar sind, lokal begrenzt mit PEO-Schichten versehen werden. Die gezielte Herstellung adhäsionsfördernder PEO-Schichten mit poröser, hinterschnittreicher Schichtoberfläche ist jedoch derzeit nicht möglich. Deshalb zielt das vorliegende Projekt auf die wissenschaftliche Durchdringung der Prozess-Mikrostruktur-Eigenschafts-Beziehungen bei der Jet-PEO ab. Zunächst werden die notwendigen Grundlagen für einen stabilen Jet-PEO-Prozess mit möglichst geringer Zündspannung und hoher Schichtbildungsrate durch gezieltes Elektrolytdesign geschaffen. Basierend auf den Zusammenhängen zwischen elektrischen Parametern, Entladungscharakteristik und Mikrostruktur sowie Morphologie der PEO-Schichten wird ein FEM-Simulationsmodell entwickelt. Multiphysikalische FEM-Simulationen finden für die Gestaltung des freistrahlgeführten Prozesses hinsichtlich Strömungsmechanik, Strahlgeometrie und elektrischer Prozessführung Anwendung. Mit dem Jet-PEO-Prozess werden punkt- und linienförmige Oxidstrukturen auf Substratoberflächen realisiert. Die Charakterisierung der Oxidstrukturen erfolgt insbesondere durch elektrochemische Prüfung der Mediendichtheit mittels Mikrokapillartechnik sowie durch die Bewertung der Oberflächentopografie anhand fraktaler Algorithmen.
Ansprechpartner
Thomas Mehner
Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
Thomas Mehner
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38415
Raum: E06.121

Abteilung(en): Human-Cyber-Physical Systems
Fördermittelgeber: BMBF
Förderkennzeichen: 02DWG1694B
Laufzeit: 2023 - 2025
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Projektpartner:
  • Vitesco Technologies GmbH (aktuell: Schaeffler AG)
  • GTV – Gesellschaft für Technische Visualistik mbH
Motivation & Zielstellung
Das Vorhaben REDUCE hat die signifikante Senkung des Ressourcenverbrauchs der industriellen Produktion zum Ziel. Damit adressiert es den maßgeblichen Anteil dieses Sektors am nationalen Verbrauch von Ressourcen wie Energie (aktuell ca. 70 %) und trägt zu den (inter)nationalen Bestrebungen hin zu einer ressourceneffizienten Gestaltung der Industrie bei, welche vor dem Hintergrund der aktuellen Klimakrise dringend notwendig ist. Erreicht wird dieses Ziel durch einen transdisziplinären Lösungsansatz, der technikbezogene Digitalisierung und effiziente Automatisierungslösungen mit einer konsequent menschzentrierten Technikgestaltung verbindet, welche Anwendende zu ressourceneffizientem Handeln in der Produktion befähigt. Diesem Ansatz folgend sieht der Arbeitsplan zwei komplementäre Analyseansätze vor, welche in konkreten Gestaltungslösungen zusammengeführt werden. So wird einerseits mittels moderner Sensor- und Messtechnik eine umfangreiche Datenbank aller für den Ressourcenverbrauch relevanten technischen Parameter auf verschiedenen Ebenen der Produktion erstellt, auf deren Basis konkrete Einsparungspotenziale identifiziert werden. Andererseits werden in einer umfassenden Prozessanalyse Arbeits- und Prozessabläufe menschlicher Akteure systematisch beschrieben, woraus Handlungsoptionen zur Verbrauchssenkung abgeleitet werden. In systemischer Betrachtung beider Analysen werden Maßnahmen zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs entwickelt und in Form eines Demonstrators umgesetzt. Das Vorhaben schafft belastbare Erkenntnisse über Ressourceneinsparungspotenziale im produzierenden Gewerbe durch menschzentrierte Energiemanagment- und Informationssysteme. Die Ergebnisse haben hohes Transferpotenzial und können neben der wissenschaftlichen Verbreitung auch in kommerziellen Anwendungen industrienah verwertet werden. Ermöglicht wird der transdisziplinäre Ansatz des Vorhabens durch ein Konsortium mit Partnern aus Technik und Produktion, Visualistik und Psychologie.
Ansprechpartner
Franziska Bocklisch
Dr. rer. nat. habil. (Dipl.-Psych.)
Franziska Bocklisch
Abteilung: Human-Cyber-Physical Systems
Funktion: Abteilungsleiterin
Telefon: +49 (0)371 531 – 36530
Raum: E06.116

2022

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Förderkennzeichen: 316273316
Laufzeit: 2022 - 2023
Projektlogo
Projektpartner:
  • Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen
  • Leibniz Universität Hannover
Motivation & Zielstellung
Seit Jahren findet die Prozess- und Werkstoffentwicklung in hohen Maßen auch virtuell statt, wodurch wichtige Ressourcen (z. B. Material, Energie, Zeit etc.) eingespart werden. Um die Berechnungsgenauigkeit zu erhöhen, ist es zwingend erforderlich, reale Werkstoffdaten prozessgerecht zu ermitteln und idealerweise mathematisch zu beschreiben. Dafür bieten sich in Kombination mit einer FEM-basierten Technologiesimulation analytische oder halbphysikalische Gesetzmäßigkeiten an. Neben dem Grundwerkstoff ist vor allem bei Warmumformprozessen und da wiederum speziell bei Warmschmiedeprozessen auch der Materialverlust in Form von Oxiden (bis zu 2 % der Ausgangsmasse bei Stahlanwendungen) entscheidend und beeinflusst die Prozessführung in mehrerlei Hinsicht (Temperaturfeldausbildung, Reibungsbedingung, Werkzeugverscheiß). Deswegen sind auch diese vom Grundwerkstoff abhängigen Oberflächenveränderungen und deren Verhalten während der Erwärmungs- und Umformprozesse mittlerweile von großem Interesse, da sich der Stofffluss durch unterschiedliche Reibbedingungen, aber auch durch die Isolationswirkung von Zunder instationär ausbildet. Im vorliegenden Fortsetzungsantrag wird der Fokus auf das Zunderverhalten und -versagen beim Erwärmen und dem nachfolgendem Gesenkschmieden unter detaillierter Beschreibung seiner thermischen und mechanischen Eigenschaften gerichtet. Nur so können die Oberflächenveränderungen in Folge komplexer Beanspruchungszustände innerhalb eines realen Umformprozesses als auch deren Einfluss auf das Tribosystem numerisch beschrieben und mit den realen Versuchen kalibriert werden.
Ansprechpartner
Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Förderkennzeichen: 468469638
Laufzeit: 2022 - 2024
Projektlogo
Motivation & Zielstellung
In über 90 % der Fälle ist eine zyklische Beanspruchung ursächlich für das Versagen von Konstruktionsbauteilen. Neben der Ermüdungsfestigkeit ist der Rissfortschrittswiderstand von entscheidender Bedeutung für die technische Anwendbarkeit eines Werkstoffes. Um Werkstoffe weiterzuentwickeln, muss konzeptionell in die Mikrostruktur eingegriffen werden. In klassischen Legierungen mit einem eigenschaftsbestimmenden Basiselement stößt diese Vorgehensweise allerdings zunehmend an ihre Grenzen. Anders gestaltet sich dies bei Hoch- (HEA) und Medium-Entropie-Legierungen (MEA), deren Entwicklungspotential weitestgehend unerschlossen ist. Einen vielversprechenden Vertreter dieses Legierungskonzepts für eine Anwendung unter zyklischer Beanspruchung stellt die MEA CrCoNi dar, da sie sich durch einen hohen Schwellenwert für Rissfortschritt auszeichnet. Dieser wird maßgeblich durch die chemische Zusammensetzung der Legierung als auch durch das gezielte Einbringen von Mikrostrukturdefekten beeinflusst. Besonders durch letztere Methode kann die Mikrostruktur eines Werkstoffes auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt werden. Deshalb liegt der Forschungsschwerpunkt auf der Mikrostruktureinstellung im System CrCoNi mithilfe einer hochgradig plastischen Umformung in Kombination mit einer darauf abgestimmten Wärmebehandlungsroute. Ziel ist es, eigenschaftsrelevante Mikrostrukturelemente zur Beeinflussung des Schwellenwertes zu identifizieren und deren Einfluss bezogen auf den Anteil im Gefüge zu beurteilen. Dadurch lassen sich Mikrostrukturelemente wie Zwillinge, Korngröße und deren Verteilung sowie deren Wechselwirkung mit anderen Gitterfehlern, wie Stapelfehlern, in Bezug auf ihre Wirkung auf den Schwellenwert für Rissfortschritt erforschen. Besonders die Wirkung von Zwillingen soll ermittelt werden, da diesen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung ermüdungsfester Werkstoffe zukommt.
Ansprechpartner
Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003

Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: LA 1274/67-1
Laufzeit: 2022 - 2024
Projektlogo
Motivation & Zielstellung
Die plasmaelektrolytische Oxidation (PEO) ist ein innovatives Verfahren zur Erzeugung keramischer Schutzschichten. Komplex geformte Aluminiumbauteile können für Einsatzgebiete qualifiziert werden, die eine hohe Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit erfordern, sodass über den werkstofflichen Leichtbau ein Beitrag zur Ressourceneffizienz gewährleistet werden kann. Ein limitierender Faktor für die Einsatzgebiete ist die häufig aus der PEO resultierende Herabsetzung der Schwingfestigkeit aufgrund des spröden Schichtcharakters. Da zyklische Beanspruchungen aber in den meisten Anwendungsgebieten und im Besonderen bei bewegten Systemen vorliegen, ist es notwendig, die Schadenstoleranz der Schichten und somit die Lebensdauer des beschichteten Bauteils zu erhöhen. Keramische Werkstoffe, die hohe Anforderungen an die zyklische Belastbarkeit erfüllen, basieren in der Regel auf Zirkoniumoxid, da dieses eine höhere Risszähigkeit im Vergleich zu Aluminiumoxid aufweist. Das Ziel des beantragten Vorhabens ist daher, die Schwingfestigkeit von plasmaelektrolytisch oxidierten Aluminiumsubstraten durch die Formierung risszäher, schadenstoleranter Kompositkeramikschichten bestehend aus Al2O3/ZrO2 zu verbessern. Dafür werden REACH-konforme Zr-haltige Elektrolyte entwickelt, die eine Erzeugung dieser Schichten durch PEO ermöglichen. Die komplexen Zusammenhänge zwischen dem PEO-Prozess (Elektrolytzusammensetzung, elektrisches Regime und Behandlungszeit) und der Zusammensetzung der Kompositkeramikschichten (Volumenanteil, Phasenverteilung der ZrO2-Verbindungen) werden mit optischer Emissionsspektroskopie und der Verwendung und Weiterentwicklung einer in vorhergehenden DFG-Vorhaben erarbeiteten Prozessdiagnostiksoftware, die optische, elektrische und spektrale Prozessinformation zusammenfasst und auswertet, systematisch erforscht. In Rückkopplung mit mikrostrukturellen, mikro- und makromechanischen Analysen, können grundlegende Erkenntnisse hinsichtlich der Wirkbeziehungen zwischen der Schichtmikrostruktur und den bruchmechanischen Eigenschaften der Schicht sowie der resultierenden zyklischen Belastbarkeit des Systems aus Schicht und Aluminiumsubstrat gewonnen werden. Im Fokus steht ein umfassendes Verständnis der Inkorporationsmechanismen von ZrO2-Phasen in die Aluminiumoxidschicht in Abhängigkeit des PEO-Prozessregimes sowie die Einflussbewertung der Zirkoniumoxidphasen auf die Rissinitiierung unter zyklischer Belastung und die lokale Risszähigkeit in Korrelation mit der Schichtmikrostruktur und der Schadenstoleranz der Kompositkeramikschichten.
Ansprechpartner
Thomas Mehner
Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
Thomas Mehner
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38415
Raum: E06.121

Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: LA 1274/66-1
Laufzeit: 2022 - 2024
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Projektpartner:
  • Professur Mikrofertigungstechnik (TUC)
Motivation & Zielstellung
Im Zusammenhang mit dem Erreichen globaler Ziele, wie der Verringerung der Nutzung fossiler Energieträger sowie des Ausstoßes von Treibhausgasen, spielen Leichtbaukonzepte eine zentrale Rolle. Die Substitution metallischer Bauteile durch Metall-Kunststoff-Verbunde geht mit einer Reduzierung der Masse einher. Entsprechende Verbindungen unter dem Einsatz von Duroplasten sind im Luftfahrsektor etabliert. Der hohe Herstellungsaufwand steht allerdings einem breiten Einsatzbereich entgegen. Die Substitution durch Thermoplaste stellt einen geeigneten Lösungsansatz dar. Die resultierende Verbundfestigkeit kombiniert form-, stoff- sowie kraftschlüssige Anteile und beruht größtenteils auf mechanischer Verklammerung. Durch eine gezielte Bearbeitung bzw. Mikrostrukturierung des metallischen Verbundpartners sind eine Erhöhung der Verbundfestigkeit und eine Erweiterung des Einsatzspektrums möglich.
Im Projekt werden die Ziele verfolgt, Algorithmen zur Bewertung definiert eingestellter Oberflächenfeingestalten anhand der fraktalen Geometrie zu formulieren sowie die Zusammenhänge zwischen dieser und der interlaminaren Festigkeit unter der Berücksichtigung chemischer Ober- bzw. Grenzflächeneigenschaften zu ermitteln. Durch die Oberflächenkonditionierung auf unterschiedlichen Skalierungsebenen sowie die Modifikation mit Organosilanen sollen die Gültigkeitsbereiche der getroffenen Annahmen identifiziert werden. Zur gezielten Steigerung der Verbindungsfestigkeit soll ein Prozess mit geometrisch bestimmten Schneiden zur definierten Einstellung der Oberflächenfeingestalt entwickelt werden.
Die Herstellung definierter Oberflächenfeingestalten erfolgt zunächst mittels Laserbearbeitung. Entsprechend bearbeitete Probekörper werden u. a. zur Bestimmung der Messbedingungen für die Erfassung der Eigenschaften der Mikrostrukturen genutzt, um anschließend die fraktale Dimension bestimmen zu können. Ähnliche Probekörper werden ebenfalls für die Beschichtung mit haftvermittelnden Organosilanschichten verwendet. Auf Basis der Scherfestigkeitsuntersuchungen können eine Steigerung der Verbindungsfestigkeit mit größer werdender Strukturdichte sowie eine weitere Erhöhung durch die Beschichtung mit Organosilan nachgewiesen werden. Zur Mikrostrukturierung des metallischen Fügepartners wird das Ultrasonic vibration assisted deformational machining (UVADM) entwickelt. Unter Nutzung von FE-Simulationen erfolgt die Auslegung der Werkzeuggeometrie sowie relevanter Bereiche der Bearbeitungsparameter. In den experimentellen Untersuchungen werden die Einflüsse der Werkzeuggeometrie und der Bearbeitungsbedingungen auf die Oberflächeneigenschaften ermittelt. Die Analyse zeigt eine hohe Übereinstimmung mit den Simulationen. Zusammenhänge zwischen Oberflächenfeingestalt und Festigkeit des Metall-Kunststoff-Verbundes wurden ermittelt. Im Ergebnis der Untersuchungen hat sich gezeigt, dass die fraktale Dimension ein geeignetes Mittel zur quantitativen Bewertung der Zusammenhänge darstellt.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: LA 1274/75-1
Laufzeit: 2022 - 2025
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Motivation & Zielstellung
Das Erfüllen der zunehmenden Anforderungen in der Galvanotechnik, Schichtabscheidungen auch auf komplex ausgeformter Ware in hoher Qualität und Homogenität auszuführen, erfordert neben einem tiefgehenden Prozessverständnis üblicherweise auch eine aufwendige Elektrolyt- und Prozessentwicklung. Um diese Aufwendungen zu reduzieren, kommen zunehmend numerische Simulationen zum Einsatz. Nach dem Stand der Technik besteht jedoch nur unter starken Vereinfachungen bzw. der Nutzung angenommener, aber unbelegter, Randbedingungen die Möglichkeit zur Simulation galvanischer Abscheidungen. Moderne Entwicklungen in der mathematischen Modellierung, Informationstechnik und in der mathematischen Algorithmik sowie immer leistungsfähigere Hardware ermöglichen aber, die Anzahl solcher, die Genauigkeit einschränkender Modellannahmen immer mehr zu reduzieren.
Das Projekt dreht sich um die Einbindung der Komplexierung und der Erweiterung der Formulierung der Elektrodenreaktionen in die Modelle galvanischer Abscheidungen. Neben der mathematischen Modellierung galvanischer Abscheidungen ist auch die inverse Berechnung der Modellparameter aus eigens angepassten Experimenten wie der ortsaufgelösten Titration in einer Strömungszelle zur Bestimmung der Elektrodenreaktionen ein wesentlicher Teil des Projektes. Ziel des Projektes ist die Erweiterung der vorhandenen Werkzeuge in der Simulation und Parameterbestimmung, um den Schichtbildungsprozess präziser als bisher abbilden zu können.
Ansprechpartner
Thomas Mehner
Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
Thomas Mehner
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38415
Raum: E06.121

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: IGF AiF
Förderkennzeichen: IGF 22509 BR/2
Laufzeit: 2022 - 2023
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Motivation & Zielstellung
Die Energiewende ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige und klimaneutrale Zukunft. Wasserstofftechnologien, insbesondere Brennstoffzellen, spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie hohe Wirkungsgrade, kurze Betankungszeiten und große Reichweiten ermöglichen. Eine zentrale Komponente der Brennstoffzelle ist die Bipolarplatte (BPP), die die Verteilung der Reaktionsgase sowie den Abtransport von Strom, Wärme und Wasser gewährleistet. Die breite Anwendung wird derzeit jedoch durch hohe Systemkosten begrenzt, wobei die BPP einen wesentlichen Kostenanteil darstellt.
Ein vielversprechender Ansatz zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit ist die Reduzierung der Foliendicke metallischer BPP von derzeit etwa 100 µm auf 50-75 µm. Dies ermöglicht Material- und Gewichtseinsparungen, eine höhere Leistungsdichte sowie kompaktere Flussfeldstrukturen. Allerdings stellt die Umformung ultradünner Folien eine erhebliche Herausforderung dar. Bei Dicken ≤ 75 µm treten vermehrt lokale Ausdünnungen und Rissbildungen auf, die sich mit konventionellen mechanischen Modellen nur unzureichend vorhersehen lassen. Einen entscheidenden Einfluss hat hierbei die Mikrostruktur, insbesondere das Verhältnis von Korngröße zu Foliendicke.
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer Methodik zur Qualifizierung metallischer Folien zur Herstellung ultradünner BPP. Dazu werden dünne Folien gezielt rekristallisiert, um geeignete Mikrostrukturen zu erzeugen und die Umformbarkeit zu verbessern. Auf dieser Basis werden Flussfeldgeometrien numerisch ausgelegt, gefertigt und unter praxisnahen Bedingungen experimentell validiert.
Durch die Verknüpfung von Werkstoffwissenschaft und Umformtechnik soll die Prozesssicherheit bei der Verarbeitung ultradünner Folien deutlich erhöht werden. Dies ermöglicht die Herstellung leichterer und leistungsfähigerer Brennstoffzellen und trägt wesentlich zur Kostensenkung sowie zur Weiterentwicklung nachhaltiger Wasserstofftechnologien bei.
Ansprechpartner
Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003

Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: LA 1274/73-1
Laufzeit: 2022 - 2024
Projektlogo
Projektpartner:
  • TU Chemnitz – Professur Mikrofertigungstechnik
  • TU München – Professur Werkstofftechnik der Additiven Fertigung
Motivation & Zielstellung
Das Ziel des Vorhabens besteht darin, eine Absenkung der Prozessenergie beim Diffusionsschweißen von Nickel bei hoher Verbindungsfestigkeit zu erreichen. Die Reduktion von Fügetemperatur und Haltezeit erfolgt durch eine wissensbasierte Gestaltung definierter Randschichteigenschaften der Fügeflächen. Hierzu werden die Fügeflächen durch Drehbearbeitung und durch Diamantglätten vorkonditioniert. Die dadurch beschleunigte Diffusion reduziert die nötige Prozessenergie und erlaubt somit das Fügen temperaturempfindlicher Bauteile. Die Ergebnisse werden in einem Vorhersagemodell zusammengeführt, das die Fügeparameter und die zu erwartende Verbindungsfestigkeit mit der Mikrostruktur der Randschicht korreliert.
Ansprechpartner
Thomas Mehner
Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
Thomas Mehner
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38415
Raum: E06.121

Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: DLR IGF
Förderkennzeichen: IGF-Nr. 01IF22577N / DVS-Nr. 02.3526
Laufzeit: 2022 - 2025
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Projektpartner:
  • Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
Motivation & Zielstellung
Wolframcarbid-Kobalt (WC-Co) Hartmetallschichten dominieren seit vielen Jahren als Verschleißschutzschichten in zahlreichen Anwendungsgebieten. Die extrem hohe Leistungsfähigkeit der Schichten basiert auf der nahezu perfekten Wechselwirkung zwischen hartem Wolframcarbid und duktiler Kobaltmatrix. In den vergangenen Jahren intensivieren sich jedoch die Bestrebungen zur Substitution dieses dominierenden Schichtsystems, da die zukünftige Verwendung von Kobalt aufgrund der kanzerogenen Wirkung (REACH-Verordnung) und Wolfram durch die Einordnung der EU als „critical raw material“ (CRM) eingeschränkt werden könnte. Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit ist die Entwicklung alternativer Schichtsysteme erforderlich. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird daher die Leistungsfähigkeit niobcarbidbasierter, kobaltfreier Hartmetallschichten untersucht. Niobcarbid weist dabei einige vielversprechende Eigenschaften auf. Hierzu zählen hohe Härte, gute Oxidationsbeständigkeit und verbesserte Wechselwirkungen mit kobaltfreien Bindern (z. B. Fe-basiert) im Vergleich zu WC. Innerhalb des Projektes werden mehrere experimentelle Pulverwerkstoffe durch Agglomerieren und Sintern hergestellt und mittels Hochgeschwindigkeitsflammspritzen und Laserauftragschweißen verarbeitet. Durch Anpassung des Pulverwerkstoffs und der Verarbeitungsprozesse wird die Applikation qualitativ hochwertiger NbC-basierter Hartmetallschichten angestrebt, deren Eigenschaftsprofil abschließend ausführlich charakterisiert und mit industriell eingesetzten Referenzsystemen (WC-Co, Cr3C2-NiCr, (Ti,Mo)(C,N)) verglichen wird.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: SAB
Förderkennzeichen: 100602769
Laufzeit: 2022
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Projektpartner:
  • TU Chemnitz – Professur Alternative Fahrzeugantriebe
  • TU Chemnitz – Professur Materialien für innovative Energiekonzepte
  • TU Chemnitz – Professur Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde
  • TU Chemnitz – Professur Werkstoffwissenschaft
Motivation & Zielstellung
Neben dem verstärkten Einsatz von batteriebasierten Antrieben stellt die Nutzung von grünem Wasserstoff für Brennstoffzellen die Antriebstechnik der Zukunft dar. Im Vergleich zu batteriegetriebenen Fahrzeugen geht diese Technologie mit einem deutlich geringeren Gewicht der Antriebseinheit sowie dem weitgehenden Verzicht auf nur im begrenztem Maße vorhandenen und mit starker geopolitischer Abhängigkeit verbundenen Werkstoffen wie dem nur aufwendig zu gewinnenden Element Lithium. Zur Wasserstoffspeicherung bei erhöhtem Druck hat sich Magnesium bewährt, das Magnesiumhydride bildet und damit den Wasserstoff aufnehmen und ihn bei Bedarf wieder abgeben kann.

Die zentrale Zielstellung des Vorhabens besteht in der Verbesserung der Kinetik der Wasserstoffaufnahme und -abgabe von Magnesium. Mit unterschiedlichen Verfahren erfolgt hierzu die gezielte Modifikation von magnesiumbasiertem Pulver zur Erhöhung der Versetzungsdichte und zum Einbau von katalytisch wirksamen Verbindungen.
Ansprechpartner
Thomas Mehner
Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
Thomas Mehner
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38415
Raum: E06.121

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: BMWE PTJ
Förderkennzeichen: 03EN4022A
Laufzeit: 2022 - 2023
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Projektpartner:
  • Professur Virtuelle Fertigungstechnik (ViF)
  • Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU)
  • Stahlzentrum Freiberg e. V. (SZF)
  • Institut für Metallformung (IMF)
  • Georgsmarienhütte GmbH mit Unterauftragnehmer Mannstaedt GmbH
  • Schmiedewerke Gröditz GmbH
  • Edelstahl Rosswag GmbH mit Unterauftragnehmer
  • GSA Gesenkschmiede Schneider GmbH Karl Diederichs GmbH & Co. KG – Dirostahl
  • Simufact Engineering GmbH
  • MAGMA Gießereitechnologie GmbH mit Unterauftragnehmer Auerhammer Vacuum-Gießerei GmbH
Motivation & Zielstellung
Das Hauptziel des Projektes ist die Entwicklung einer simulationsbasierten Prozesskettenoptimierung zur Energie- und Ressourceneinsparung bei energieintensiven Verfahren sowie die Erhöhung des Digitalisierungsgrades durch die Zusammenführung der notwendigen Prozessmodelle. Dafür werden durch den Einsatz und die Weiterentwicklung von Simulationssoftware für das Ur- und Umformen die verschiedenen Prozessketten optimiert und somit kostenintensive Energieeinträge sowie Ausschuss verringert, um hohe Energieeinsparpotentiale zu erreichen und die bei der Produktion entstehenden CO2-Emissionen deutlich zu verringern. Mit Hilfe von kommerzieller Simulationssoftware sollen anfangs die existierenden Ur- und anschließenden Umformprozesse visualisiert werden, um auch die weitestgehend getrennt existierenden Simulationsansätze ("Insellösungen") miteinander zu kombinieren. Die Messergebnisse aus Labor und Praxis sowie die kalibrierten Simulationsergebnisse werden gemeinsam genutzt, um Optimierungspotenziale über alle Prozessschritte hinweg zu erarbeiten. Dazu zählen vor allem die Energieeinsparung im Bereich der Wärmebehandlung und Umformung und der ebenfalls angestrebte reduzierte Ausschussanteil. Am Projektende werden weiterentwickelte Simulationsprogramme auf dem Markt angeboten, um solch verknüpfte Prozesse abbilden zu können. Weiterhin wird eine Modellierungsstrategie entwickelt, um diese auf andere Werkstoffe oder artverwandte Prozesse zu übertragen. Zudem werden Prozesskarten für diverse Ur- und Umformverfahren und eine breite Werkstoffgruppe entwickelt, bei denen die optimierten Strategien Berücksichtigung finden, um Energie und Ausschuss zu reduzieren.
Ansprechpartner
Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 372803376
Laufzeit: 2022 - 2024
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Projektpartner:
  • Institut für Umformtechnik und Leichtbau TU Dortmund
Motivation & Zielstellung
Das Verfahren der inkrementellen Blechumformung (IBU) bietet die Möglichkeit, Bauteile in kleinen Losgrößen anforderungsgerecht und wirtschaftlich zu fertigen. Das Einsatzverhalten wird maßgeblich durch den im Bauteil vorherrschenden Eigenspannungszustand bestimmt. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Verbesserung des Einsatzverhaltens inkrementell umgeformter Bauteile durch die gezielte Einstellung des Eigenspannungszustands. Die Eigenspannungen werden durch die Prozessführung der inkrementellen Blechumformung lokal definiert in das Werkstück eingebracht. Im Rahmen der ersten Förderperiode wurde gezeigt, dass die Prozessparameter der IBU die Umformmechanismen Biegung, Scherung und Normalspannung unmittelbar beeinflussen und sich auf Höhe und Vorzeichen der Eigenspannungen auswirken. Im Fokus der zweiten Förderperiode steht die Überprüfung der erzielbaren Eigenschaftsverbesserung umformtechnisch hergestellter Bauteile durch die Eigenspannungseinbringung. Dabei werden Prozesserweiterungen betrachtet, die eine Intensivierung oder Vorzeichenumkehrung der Eigenspannungen ermöglichen. In der dritten Projektphase steht die Vorhersagbarkeit der Eigenschaftsverbesserung für den Betrieb der Bauteile sowie die Eigenspannungsstabilität unter den spezifischen Einsatzbedingungen im Dauerbetrieb und korrosiver Umgebung im Fokus. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen eine anforderungsgerechte Auslegung und Fertigung von Bauteilen.
Ansprechpartner
Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003

Teilprojekt:
Randschichthärtung von Substratwerkstoffen
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: SAB (M-era.Net)
Förderkennzeichen: SAB 100632831
Laufzeit: 2022 - 2025
Projektpartner:
  • National Institute of RD for Optoelectronics (Rumänien)
  • Palacky University Olomouc (Tschechische Republik)
  • DRUGON International SRL (Rumänien)
Motivation & Zielstellung
Die Erhöhung der Lebensdauer von Funktionsoberflächen bildet die Grundlage eines verantwortungsvollen Umgangs mit den vorhandenen natürlichen Ressourcen. Dies gilt insbesondere für Schutzbeschichtungen, die bei Bearbeitungs- und Schneidanwendungen eingesetzt werden. Das Projektziel ist die Entwicklung neuartiger superharter Schutzschichten für Holzschneide- und -bearbeitungswerkzeuge. Um unter punktueller Krafteinwirkung ein sprödes Versagen der Dünnschichten zu verhindern, werden verschiedene Möglichkeiten der Oberflächenfunktionalisierung erforscht. Neben thermochemischen Prozessen zur Randschichthärtung werden mechanische Prozesse zur Kaltverfestigung betrachtet. Die Verknüpfung beider Oberflächentechnologien erlaubt die Entwicklung hierarchischer Nano-/Mikrobeschichtungen. Der Einsatz der neuen Generation von Schneidwerkzeugen zielt darauf ab, den Energieverbrauch und die Betriebskosten zu senken und die Einsatzgrenzen zu erweitern.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

2021

Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: BMWi, AiF-IGF
Förderkennzeichen: 21973 BR/2
Laufzeit: 2021 - 2023
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Projektpartner:
  • HSW Mittweida - Fachgruppe Fertigungstechnik
Motivation & Zielstellung
Der Einsatz von Cyanid als Komplexbildner für die galvanische Feingoldabscheidung wird aufgrund der potenziellen Gefährdung durch die Toxizität der Verbindungen als kritisch bewertet. Für die Anwender, die sich in der Galvanikbranche überwiegend aus KMU zusammensetzen, ist damit ein erhöhter anlagentechnischer und bürokratischer Aufwand verbunden. Eine flächendeckende Substitution scheiterte bisher an der Entwicklung geeignet Alternativen. Im Projekt wird an der Entwicklung entsprechender Alternativen gearbeitet. Die erzeugten Goldschichten bilden die Grundlage für die Herstellung sicherer Bond- und Lötverbindungen für die Verbindungstechnik. Trotz der breiten Anwendung in diesem Bereich haben cyanidische Elektrolyte neben der potenziellen Gefahr für Umwelt und Unternehmensmitarbeiter Nachteile bezüglich der Kompatibilität mit verschiedenen Resisten, die zur Strukturierung der Oberflächen eingesetzt werden. Hierdurch ergibt sich ein erhöhtes Risiko zum „Underplating“.
Im Projekt sollen neue Goldkomplexe synthetisiert und als Ausgangsverbindung für die galvanische Goldabscheidung eingesetzt werden. Am Beispiel eines neuen Di-Thioharnstoff-MSA-Gold(I)komplexes konnte die prinzipielle Machbarkeit bereits nachgewiesen werden. Auf Grundlage der erzeugten Goldkomplexe soll ein cyanidfreier Goldelektrolyt mit hoher Resist-Verträglichkeit entwickelt werden. Neben der Entwicklung des Prozessbades werden auch die Abwasserbehandlung und die benötigte Analytik in enger Abstimmung mit den beteiligten KMU in die Betrachtungen einbezogen.
Ansprechpartner
Thomas Mehner
Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
Thomas Mehner
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38415
Raum: E06.121

Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: LA 1274/62-1
Laufzeit: 2021 - 2024
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Motivation & Zielstellung
Die plasmaelektrolytische Oxidation (PEO) besitzt ein großes Potenzial für den Korrosionsschutz hochfester Stähle bei gleichzeitig hervorragender Anbindung von polymeren Matrizes in modernen Werkstoffverbunden für den Leichtbau. Dafür fehlen jedoch die notwendigen Grundlagen. Im Rahmen dieses Vorhabens sollen die grundlegenden Mechanismen der Passivierung und Schichtbildung erforscht werden, um die gezielte Passivierung und Oberflächenstrukturierung von Stählen durch PEO zu ermöglichen. Für die anodische Passivierung von un- und niedriglegierten Stählen und das Erreichen der Zündspannung ist die Zugabe von Passivatoren (Silikate, Aluminate) zum Elektrolyten erforderlich. Deshalb wird zunächst das Passivierungs- und Zündverhalten mithilfe von potenzialgesteuerten Rampenversuchen erforscht. Die Passivatoren bestimmen darüber hinaus maßgeblich die chemische Zusammensetzung der PEO-Schicht. Unter Verwendung eines instrumentierten Versuchsaufbaus wird der Einfluss des Stromregimes auf Verteilung und Intensität der Funkenentladungen und die resultierende Schichtmikrostruktur ermittelt. Zudem werden optische und elektrische Prozessgrößen als Abbruchkriterien nach Entstehung einer vergleichsweise dünnen, porösen PEO-Schicht genutzt. Im Forschungsvorhaben werden im Weiteren zur Einstellung einer beanspruchbaren, formschlüssigen Metall-Kunststoff-Verbindung effektive, ausgeprägte Hinterschnitte auf der Metallseite erzeugt. Dieser Prozessschritt erfolgt vor der PEO im gleichen Bad und nutzt die anodische Metallauflösung unterhalb des Passivierungspotenzials. Die anwendungsrelevanten Eigenschaften der PEO-Schichthaftung, der Metall-Kunststoff-Verbundhaftung sowie des Korrosionsverhaltens werden in Abhängigkeit von der Schichtmikrostruktur und der Oberflächentopografie mithilfe mechanischer und elektrochemischer Methoden charakterisiert.
Ansprechpartner
Thomas Mehner
Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
Thomas Mehner
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38415
Raum: E06.121

Teilprojekt:
Additive Fertigung und Charakterisierung
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: AiF ZIM
Förderkennzeichen: KK5112605SU1
Laufzeit: 2021 - 2024
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Projektpartner:
  • BorTec SMT GmbH & Co. KG
  • plasotec GmbH
Motivation & Zielstellung
Infolge der vielseitigen produktionstechnischen Möglichkeiten additiver Fertigungsverfahren hinsichtlich Gestaltungs- und Designfreiheit steigt deren Marktrelevanz zunehmend an. Jedoch weisen additiv gefertigte Bauteile prozessbedingt häufig eine vergleichsweise hohe Rauheit auf, durch die das gesamte Potenzial der additiven Fertigungsverfahren zumeist nicht ausgenutzt werden kann, da die Nachbearbeitung integrierter Kühlkanäle, kleiner Bohrungen, etc. zur Verringerung der Rauheit mit einem hohen Aufwand verbunden ist. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer Prozesskette zur Oberflächenkonditionierung additiv gefertigter (SLM) Bauteile aus 17-4 PH durch Plasmapolieren und Niedertemperaturrandschichthärten. Als zentrale Forschungsfragen werden hierbei die Möglichkeiten und Grenzen des Plasmapolierens zur Reduzierung der Rauheit in schwer erreichbaren Bereichen (z. B. Mantelfläche kleiner Bohrungen) sowie die Auswirkung der prozessbedingten Mikrostruktur und des Plasmapolierens auf eine nachgelagerte Niedertemperaturrandschichthärtung untersucht. Mit Hilfe der Randschichthärtung wird das Ziel verfolgt, durch interstitielle Einlagerung von Kohlenstoff und Stickstoff im Randbereich die Verschleißbeständigkeit zu erhöhen, ohne die Korrosionsbeständigkeit zu beeinträchtigen. Innerhalb des Projekts wird zudem der Einfluss der verwendeten Pulverfraktion auf die Mikrostruktur und das Eigenschaftsprofil SLM-gefertigter Bauteile betrachtet.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

2020

Teilprojekt:
Erarbeitung von Prozess-Struktur-Eigenschaftsbeziehungen der für den neuen Sinterprozess verwendbaren Aluminiummatrix-Verbundwerkstoffe
Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: AiF-ZIM
Förderkennzeichen: KK5112602AG0
Laufzeit: 2020 - 2023
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Projektpartner:
  • Professur Schweißtechnik - TU Chemnitz
  • Dr. Fritsch Sondermaschinen GmbH
Motivation & Zielstellung
Der im Projekt angestrebte technische Ansatz ist das wirtschaftliche und reproduzierbare Sintern von pulverförmigen Werkstoffen in gemischter und definierter Anordnung. Hierfür wird eine Heißpresse entwickelt welche es ermöglicht eine Druck- und Strompulsung während des Sintervorgangs durchzuführen. Ein Aufbrechen von Oberflächenoxiden soll mittels der Verwendung von Wechselstrom zur konduktiven Bauteilerwärmung erreicht werden. Mit Hilfe innovativer und zielführend eingesetzter sowie synchronisierter Messtechnik kann der gesamte Sintervorgang überwacht und analysiert werden. Auf Basis dessen wird ein Sinter- und Qualitätskriterium entwickelt, welcher es ermöglicht den Verbindungszustand zu charakterisieren und eine zerstörungsfreie Bauteilüberwachung zu erzielen. Gleichzeitig soll der Parameter Sinter- bzw. Fügezeit auf die sich ausbildende reale Anbindungscharakteristik und nicht auf Erfahrungswerte bezogen werden. Damit sinkt einerseits die Ausschussrate (Grund zu kurz gewählte Sinterzeit und somit nicht vollständige bzw. zu geringe Anbindung) und andererseits kann die Sinterzeit verkürzt werden, da der Sintervorgang nach der vollständigen Anbindung abgeschlossen werden kann.
In Kooperation erfolgt mit einem etablierten Anlagenhersteller und Dienstleister, dessen Kernkompetenz in der anwendungs- und bauteilorientierten Anlagenentwicklung für Sinterprozesse besteht, während die fügetechnische und messtechnische Kompetenz der Professur Schweißtechnik genutzt werden soll. Der Bereich der werkstofflichen Charakterisierung und Analytik zur Überprüfung der angestrebten Werkstoffqualitätsmerkmale wird durch die Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik abgebildet.
Ansprechpartner
Thomas Grund
Dr.-Ing.
Thomas Grund
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35390
Raum: E01.103

Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: ZIM
Förderkennzeichen: ZF4131911SU9
Laufzeit: 2020 - 2022
Projektpartner:
  • JELN Imprägnierung GmbH
  • Putzier Oberflächentechnik GmbH
Motivation & Zielstellung
Im ZIM-Kooperationsprojekt KorroGel wird ein neuartiges Verfahren zur schnellen und möglichst zerstörungsarmen Korrosionsprüfung thermisch gespritzter Beschichtungen entwickelt. Thermisch gespritzte Schichtsysteme werden häufig zum Verschleiß- und Korrosionsschutz eingesetzt, ihre Korrosionsbeständigkeit kann jedoch mit etablierten Prüfmethoden wie Salzsprühnebel- oder elektrochemischen Standardtests nur eingeschränkt und meist mit hohem Zeit- und Probenaufwand bewertet werden. Zudem dringen flüssige Elektrolyte häufig in die poröse Schichtstruktur ein und verursachen Korrosionsprozesse am Substrat, wodurch eine gezielte Bewertung der Beschichtung erschwert wird.
Ziel des Projekts ist daher die Entwicklung einer Korrosionsmesszelle, die in Kombination mit hochviskosen Gelelektrolyten eine schnelle elektrochemische Bewertung der Korrosionsbeständigkeit direkt am beschichteten Bauteil ermöglicht. Durch die gelartige Konsistenz des Elektrolyten wird eine Infiltration in die mikroporöse Spritzschicht verhindert, sodass der Korrosionsangriff auf oberflächennahe Bereiche beschränkt bleibt und die Eigenschaften der Beschichtung unabhängig vom Substrat bewertet werden können. Gleichzeitig erlaubt der Ansatz eine quasi-zerstörungsfreie Prüfung, die ohne aufwendige Probenpräparation durchgeführt werden kann.
Im Verbund entwickeln die Projektpartner geeignete Gelelektrolyte mit definierter korrosiver Wirkung, applizieren thermisch gespritzte Schichten mit variierter Mikrostruktur und konstruieren sowie validieren die Messzelle. Durch die Verknüpfung dieser Arbeiten sollen zuverlässige elektrochemische Kennwerte zur schnellen Bewertung der Korrosionsbeständigkeit ermittelt werden. Die entwickelte Prüfmethode soll künftig in der Werkstoffentwicklung sowie in der prozessbegleitenden Qualitätssicherung eingesetzt werden und damit eine deutlich schnellere und kosteneffizientere Bewertung von Beschichtungssystemen ermöglichen.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Förderkennzeichen: 435265960
Laufzeit: 2020 - 2022
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Motivation & Zielstellung
Elektrochemische Konversionsbehandlungen, wie eine anodische oder plasma-elektrolytische Oxidation, sind eine effektive Maßnahme, um die Korrosions- und Verschleißbeständigkeit von Aluminiumlegierungen zu verbessern. Der Konversionsschichttyp mit seiner jeweiligen Struktur und seinen Eigenschaften nimmt direkten Einfluss auf die Schwingfestigkeit und die Versagensmechanismen unter zyklischer Belastung. Dieser komplexe Zusammenhang zwischen dem einstellbaren System „Substrat mit anodischer/ plasma-elektrolytischer Schicht“ und den Ermüdungseigenschaften ist noch nicht grundlegend verstanden. Ziel des beantragten Forschungsvorhabens ist die Gewinnung eines umfassenden Verständnisses für die Auswirkung von Substrat- und Schichtmikrostruktur, der Schichtdicke, sowie einer Kaltverfestigung der Oberfläche des Substrats und einer Nachbehandlung der Konversionsschichten auf die Schwingfestigkeit im HCF-Bereich und die Schichtschädigungsmechanismen. Grundlegende Erkenntnisse zu den Wirkbeziehungen zwischen einer Konversionsschicht, deren mikrostrukturellen Eigenschaften und Eigenspannungen mit der zyklischen Belastbarkeit, der Rissinitiierung und dem Rissübergang von der Schicht in das Substrat sind im Fokus.
Ansprechpartner
Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003

Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 414236319
Laufzeit: 2020 - 2023
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Projektpartner:
  • Professur Mikrofertigungstechnik - TU Chemnitz
  • Daimler AG Mercedes Technology Center - Werk Sindelfingen
Motivation & Zielstellung
Das Forschungsprojekt adressiert die Reduktion verkehrsbedingter Feststoffemissionen durch die Entwicklung verschleißarmer Bremssysteme für PKW. Konventionelle Bremsscheiben aus Eisenguss unterliegen einem signifikanten Verschleiß und tragen damit wesentlich zur Partikelemission im Straßenverkehr bei.
Zur Minimierung des Verschleißes werden partikelverstärkte Aluminiummatrix-Verbundwerkstoffe (AMCs) als alternative Werkstoffe für Bremsscheiben untersucht. Eine industrielle Großserienanwendung dieser Werkstoffe ist derzeit jedoch durch unzureichend verstandene tribologische Wechselwirkungen sowie fehlende geeignete Verfahren zur funktionsorientierten Endbearbeitung eingeschränkt. Ziel des Projekts ist daher die Erarbeitung eines grundlegenden Verständnisses der Zusammenhänge zwischen Oberflächencharakteristik, Vorkonditionierung und Verschleißverhalten von AMC-basierten Bremssystemen unter anwendungsrelevanten Belastungen. Im Fokus steht das Tribosystem Bremsscheibe/Bremsbelag.
Ein zentraler Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung von Fertigungsstrategien zur Erzeugung funktionaler Reibflächen. Untersucht werden Oberflächenstrukturen, die eine kontrollierte Ausbildung des Tribofilms sowie ein optimiertes Einlaufverhalten ermöglichen. Hierzu werden zwei Ansätze verfolgt: der gezielte mikrometergenaue Abtrag der Matrixlegierung und die Erzeugung definierter Mikrokanten durch ultraschallunterstützte spanende Endbearbeitung. Die erzeugten Oberflächen werden mithilfe optischer, taktiler und mikrostrukturauflösender Verfahren charakterisiert. Die im Labormaßstab gewonnenen Erkenntnisse werden auf reale Bremsscheiben übertragen und gemeinsam mit dem Anwendungspartner validiert. Das Projekt verbindet werkstoffwissenschaftliche und fertigungstechnische Ansätze zu einem interdisziplinären Konzept für emissionsarme Bremssysteme.
Ansprechpartner
Thomas Grund
Dr.-Ing.
Thomas Grund
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35390
Raum: E01.103

Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: AW 6/41-1, DR 1173/2-1
Laufzeit: 2020 - 2023
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Projektpartner:
  • Professur Virtuelle Fertigungstechnik
  • TU Chemnitz
Motivation & Zielstellung
Das Beschichtungsverfahren Kaltgasspritzen hat großes Potenzial für die additive Fertigung insbesondere von oxidationsempfindlichen Metallen, da der Werkstoff im Prozess nicht aufgeschmolzen wird. Darüber hinaus können wesentlich höhere Abscheideraten erzielt werden als mit herkömmlichen additiven Fertigungsverfahren wie dem selektiven Laserschmelzen oder dem Laserauftragschweißen. Titan gilt aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaftskombination aus guter Korrosionsbeständigkeit, Biokompatibilität und hoher Festigkeit bei vergleichsweise geringer Dichte als Hochleistungswerkstoff. Aufgrund seines hohen Preises erscheint es jedoch für viele Anwendungen sinnvoll, Werkstoffverbunde zu verwenden, bei denen Titan nur an der Oberfläche des Werkstücks eingesetzt wird, während für das restliche Volumen kostengünstigere Werkstoffe wie Aluminium verwendet werden. Im vorliegenden Projekt wurden kaltgasgespritzte Reintitanschichten auf Al-Substraten abgeschieden und anschließend durch Gesenkschmieden und Rundkneten zu definierten 3-dimensionalen Endkonturen umgeformt.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: AiF-IGF
Förderkennzeichen: 20767 BG
Laufzeit: 2020 - 2022
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Projektpartner:
  • Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien IWT Bremen
Motivation & Zielstellung
Das übergeordnete Ziel des geplanten Vorhabens ist die Entwicklung einer geeigneten Methode zur Vorhersage von randbedingungs- und bauteilabhängigen Wärmebehandlungsparametern zur zielgerichteten Einstellung von Verarbeitungs- oder Gebrauchseigenschaften bei gleichzeitig optimierten Energieeinsatz. Die Vorhersage der Wärmebehandlungsparameter soll dabei mittels Künstlicher Neuronaler Netzwerke (KNN) in Abhängigkeit der Bauteilgeomtrie und der Chargierung erfolgen. Zeitaufwendige Vorversuche zur Einstellung des gewünschten Wärmebehandlungsergebnisses können dadurch vermieden und eine wirtschaftlichere und energieeffiziente Fertigung ermöglicht werden. Dazu wird ein datenbankbasiertes Prognosetool entwickelt und validiert, das allen interessierten Anwendern zur Verfügung gestellt wird und teure und zeitaufwendige „Trial-and-Error“-Versuche, die für jede neue Geometrie- und Chargiervariation notwendig wären, deutlich reduziert. Dieses Tool ist zweistufig aufgebaut und leistet Folgendes:
1) Zuverlässige Vorhersage der WÜK und der Wärmebehandlungsergebnisse (Eigenschaften) für verschiedene Bauteile (Wellen) in heterogen aufgebauten Chargen in Abhängigkeit vom Werk-stoff bei vorgegebenen Wärmebehandlungsparametern (Zeit, Temperatur).
2) Daraus abgeleitet erfolgt durch inverse Optimierung die energetisch und technisch optimierte Einstellung der Wärmebehandlungsparameter zur Erzielung der geforderten Bauteileigenschaften (Härte). Die Optimierung der Wärmebehandlungsparameter erfolgt dabei unter Berücksichtigung eines minimalen Energieverbrauches.
Ansprechpartner
Thomas Grund
Dr.-Ing.
Thomas Grund
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35390
Raum: E01.103

2019

Abteilung(en): Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: LA 1274/55-1
Laufzeit: 2019 - 2022
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Motivation & Zielstellung
Magnesium ist der leichteste metallische Konstruktionswerkstoff und bietet daher ein enormes Gewichtseinsparungspotenzial in mobilen Systemen. Darüber hinaus ist Mg sehr gut recyclebar. Exzellente gießtechnische Verarbeitungseigenschaften sowie gutes Dämpfungsvermögen gegenüber elektromagnetischen und mechanischen Schwingungen prädestinieren Mg-Werkstoffe für den Bau von Maschinengehäusen sowie für Gestelle und Ummantelungen sensibler sensorischer, optischer und unterhaltungselektronischer Geräte.
Trotz dieser positiven Verarbeitungs- und Anwendungseigenschaften wird das Einsatzspektrum von Mg-Legierungen gegenwärtig durch deren geringe Beständigkeit gegenüber korrosiven und tribologischen Beanspruchungen limitiert. Die plasmaelektrolytische Oxidation ist ein vielversprechendes, umweltfreundliches Oberflächenveredelungsverfahren zur Begegnung dieser technischen Herausforderung. In einem vorherigen DFG-Projekt (LA 1274/34-1) gelang bereits der gezielte Einbau von Elektrolytkomponenten in die erzeugte PEO-Schicht. Es konnte gezeigt werden, dass sich durch Verwendung hochkonzentrierter Elektrolyte sehr harte, chemisch beständige Mischoxidschichten (chemische Zusammensetzung wird nicht durch Substrat-, sondern Elektrolytkomponenten dominiert) auf Mg-Oberflächen erzeugen lassen, deren Härte jene von MgO-Schichten deutlich übersteigt. Jedoch wirkt sich die fehlstellenbehaftete Morphologie derartiger Überzüge negativ auf die resultierende Korrosions- und Verschleißbeständigkeit aus. Eine Charakterisierung der komplexen Schichtbildungsvorgänge sowie der Wechselwirkungen aus chemischen und elektrischen Prozessparameter während des plasmaelektrolytischen Beschichtungsprozesses ist nach dem gegenwärtigen Stand der Technik in Ermangelung eines durchgängigen Prozessmodells jedoch nur empirisch möglich. Gegenstand des Projektes ist daher die Erforschung von Wechselwirkmechanismen der chemischen und elektrischen Prozesse während der PEO von Mg unter Mischoxidbildung.
Ansprechpartner
Thomas Mehner
Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
Thomas Mehner
Abteilung: Chemische und galvanische Oberflächentechnik
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38415
Raum: E06.121

Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: BMWE
Förderkennzeichen: 03EFNSN155
Laufzeit: 2019 - 2022
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Projektpartner:
  • Gründungsnetzwerk SAXEED - TU Chemnitz
Motivation & Zielstellung
Im beantragten Transferprojekt wurde ein zuvor in einem öffentlich geförderten Projekt ent-wickelter Direktgieß-Prozess für AMC-Werkstoffe vom Demonstrationsstadium in die in-dustrielle Anwendbarkeit überführt. Zum Ende des Förderzeitraums stand eine für Klein- und Sonderserien geeignete Gießstrecke zur Verfügung, auf der AMC-Halbzeuge für eine Weiterverarbeitung mit anwendungsrelevanten Werkstoffspezifikationen reproduzierbar hergestellt werden können. Gleichzeitig wurde eine weitere Kommerzialisierung durch die Ausgründung eines Start-Ups, der CMMC GmbH (https://www.cmmc-engineering.com/), erreicht. Produkte sind dabei sowohl Werkstoffe und Halbzeuge in Einzel- und Kleinserien als auch der Prozess und dessen lizensierte Nutzbarkeit. Anwender von AMC-Halbzeugen, AMC-Produkten und AMC-Ausgangswerkstoffen und damit potenzielle Interessenten wur-den bereits während der Dauer des Förderprojekts akquiriert und in Entwicklungen eingebunden.
Ansprechpartner
Thomas Grund
Dr.-Ing.
Thomas Grund
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35390
Raum: E01.103

Abteilung(en): Human-Cyber-Physical Systems
Fördermittelgeber: BMBF
Förderkennzeichen: 16SV8297
Laufzeit: 2019 - 2023
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Projektpartner:
  • Professur Künstliche Intelligenz (TU Chemnitz)
  • Assoziierte Partner: Fraunhofer IWU Chemnitz
  • secuvera GmbH
  • Aumann AG
  • CBS Information Technologies AG
  • SITEC Industrietechnologie GmbH
  • IAOV GmbH
  • Saxeed
  • Vitesco Technologies GmbH
Motivation & Zielstellung
Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung eines technikorientierten Dienstleistungs- und Softwareangebots zur Entwicklung und Realisierung kognitionsbasierter Schnittstellen für die Mensch-Technik-Interaktion (KoMTI). Durch KoMTI werden kognitionspsychologische Erkenntnisse (u.a. zu Verstehens- und Entscheidungsprozessen) mit möglichst transparenten und leistungsfähigen Algorithmen des Maschinellen Lernens abgebildet, um eine neue Interaktionsqualität zwischen Mensch und (teil)autonomen technischen/digitalen Systemen zu ermöglichen. Das Vorhaben folgt der Leitidee einer hilfsbereiten Technik, die menschliche Selbstbestimmtheit unterstützt und nicht kontrolliert bzw. einschränkt. KoMTI richtet sich an Produktentwickler aus den Applikationsbereichen "Intelligente Mobilität" und "Digitale Gesellschaft". Es adressiert neue Fragestellungen, beispielsweise die nutzerzentrierte Gestaltung automatisierter Fahrfunktionen (u.a. bzgl. des Fahrkomforts) oder die Optimierung des individuellen Umgangs mit digitalen Produkten wie Apps (z.B. hinsichtlich Interaktionsfehlern, Daten- und Privatsphärensicherheit). Ergebnis des Projektes ist ein modularer KoMTI Methodenbaukasten sowie eine Vorgehensstrategie zur Entwicklung und Realisierung menschengemäßer Interaktionsschnittstellen in komplexen Mensch-Technik-Systemen.
Ansprechpartner
Franziska Bocklisch
Dr. rer. nat. habil. (Dipl.-Psych.)
Franziska Bocklisch
Abteilung: Human-Cyber-Physical Systems
Funktion: Abteilungsleiterin
Telefon: +49 (0)371 531 – 36530
Raum: E06.116

Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 422219047
Laufzeit: 2019 - 2021
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Motivation & Zielstellung
Das Projekt hat die Erforschung der Haftmechanismen und die Beschreibung der Haftkriterien zum Inhalt, die mittels PACVD abgeschiedene DLC-Schichten auf plasmanitrierten Stahloberflächen aufweisen. Durch ein grundlagenorientiertes und systematisches Vorgehen sollte daraufhin die Bewertung der identifizierten Haftkriterien ermöglicht werden. Ziel der Arbeiten war die Schaffung einer wissensbasierten Modellvorstellung zur Haftung von DLC-Schichten auf plasmanitrierten Stählen, die anwendungsbezogene Aussagen erlaubt, bspw. in Hinblick auf eine Haftungsmaximierung. Ausgangspunkt war die Erfahrung, dass DLC-Schichten auf plasmanitrierten Stahloberflächen im Vergleich zu unbehandelten Stählen sehr hohe Haftwerte auch ohne metallische Zwischen- bzw. Haftschichten aufweisen. Gleichzeitig ist es möglich, durch Variation der Plasmanitrierparameter unterschiedliche chemische, strukturelle und formbezogene Modifikationen der behandelten Stahloberfläche zu erhalten.
Ansprechpartner
Thomas Grund
Dr.-Ing.
Thomas Grund
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35390
Raum: E01.103

Teilprojekt:
Legierungs- und Schichtentwicklung
Abteilung(en): Thermisches Beschichten
Fördermittelgeber: SAB ESF-Förderprogramm im Vorhabensbereich Nachwuchsforschergruppen
Förderkennzeichen: SAB 100382175
Laufzeit: 2019 - 2023
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Projektpartner:
  • TU Chemnitz PVW
  • MFT
  • NMPTG
  • TEPH
Motivation & Zielstellung
Ziel des Vorhabens ist die Weiterentwicklung von Hochentropielegierungen (HEAs) für die auf Beschichtungstechnologien angepasste Verarbeitung. Damit können kostengünstige Grundwerkstoffe so beschichtet werden, dass sie komplexe Oberflächenschutzanforderungen erfüllen. Ein zentrales Anliegen der Forschergruppe besteht darin, diese neue Werkstoffklasse auf Halbzeuge und Bauteile mit unterschiedlichen Schichtdickenanforderungen zu übertragen. Dieser Ansatz dient dem stofflichen Leichtbau. Durch den begrenzten Werkstoffeinsatz entsteht eine wirtschaftliche Verwendung dieser kostenintensiven Komplexlegierungen. HEAs bieten durch ihre herausragenden Werkstoffeigenschaften ein weitreichendes Forschungs- und Entwicklungspotenzial, das sich insbesondere auf eine höhere Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit, Temperaturfestigkeit und Kriechbeständigkeit erstreckt. Eine hohe technisch-wirtschaftliche Relevanz besitzen derartige Legierungen unter anderem für tribologisch beanspruchte Komponenten unter erhöhten Einsatztemperaturen.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

Teilprojekt:
SPM-08: Spanende Nachbearbeitung von nitrierten Stahlschichten
Abteilung(en): Thermisches Beschichten, Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: Fraunhofer Gesellschaft
Förderkennzeichen: 100380246
Laufzeit: 2019 - 2020
Projektlogo
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Projektpartner:
  • Fraunhofer IWU Chemnitz
Motivation & Zielstellung
Thermisch gespritzte Schichten werden im Maschinen- und Anlagenbau sowie im Werkzeug- und Formenbau angewendet. Geforderte Einsatzeigenschaften stehen dabei häufig im Zusammenhang mit der Feingestalt der Bauteiloberflächen. Beispielsweise werden für Oberflächen in tribologischen Systemen häufig definierte Ölrückhaltevolumina gefordert, um Notlaufeigenschaften sicherzustellen. Die Finishbearbeitung beeinflusst somit die Tribologie von Gleitsystemen, den entstehenden Bauteilverschleiß, thermische Effekte im Bauteilbetrieb, die Eigenschaften eingreifender Werkstoffoberflächen und vieles mehr. Sie muss deshalb einerseits an die Zielanwendung angepasst sein, andererseits zu reproduzierbaren Ergebnissen in Bezug auf die geometrischen und werkstofflichen Oberflächeneigenschaften führen.
Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurden offenporige thermisch gespritzten Schichten gasnitriert und anschließend spanend endbearbeitet, um so einen gezielten und robust reproduzierbaren Oberflächenzustand einzustellen. Die Zielgrößen der Bearbeitung betreffen gleichermaßen die mikroskalige Oberflächentopographie, d.h. Rauheit und oberflächenoffene Porosität, als auch den mikrostrukturellen und chemischen Zustand der oberflächennahen Randzonen der endbearbeiteten Bauteile. Mit experimentellen Untersuchungen am Tribometer wurden die Bauteile abschließend auch funktional charakterisiert.
Ansprechpartner
Thomas Lindner
Dr.-Ing.
Thomas Lindner
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 38287
Raum: E06.105

Maximilian Grimm
M. Sc.
Maximilian Grimm
Abteilung: Thermisches Beschichten
Funktion: wiss. MA / stellvertretender Abteilungsleiter
Telefon: +49 (0)371 531 – 36581
Raum: E06.103

Thomas Grund
Dr.-Ing.
Thomas Grund
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35390
Raum: E01.103

2018

Teilprojekt:
Konditionierende Tribofilmerzeugung
Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: DBU
Förderkennzeichen: DBU 34284/01
Laufzeit: 2018 - 2021
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Projektpartner:
  • DTS GmbH - Diamond Tooling Systems GmbH
  • FH Münster - Professur Instrumentelle Analytik und Kunststoffanalytik
  • Mercedes-Benz AG
Motivation & Zielstellung
Das Verkehrswesen hat einen sehr hohen Anteil am Verbrauch von Primärenergieressourcen sowie am Ausstoß kritischer Emissionen. Folglich sind Energieeinsparung und Emissionsreduzierung von großer Bedeutung für eine nachhaltige Mobilität. Mit maßgeschneiderten Leichtbaulösungen lassen sich Synergien erreichen, die beide Problemfelder bedienen. Im Fokus des Vorhabens standen Leichtmetallbremsscheiben aus hochverstärkten Aluminium-Verbundwerkstoffen (AMC) und deren Endbearbeitung für den Großserieneinsatz in Fahrzeugen.
Ziel des beantragten Vorhabens war es, während der AMC-Bremsscheibenendbearbeitung mit Hilfe eines Smart-Tools eine Vorkonditionierung in Form eines artifiziell aufgebrachten Tribofilms auf der AMC-Oberfläche zu generieren, der einen stabilen stationären Zustands des Tribosystems zur Folge hat.
Ansprechpartner
Thomas Grund
Dr.-Ing.
Thomas Grund
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35390
Raum: E01.103

2017

Teilprojekt:
T7 Integration effektiver Wärmebehandlungsstrategien in den Herstellungsprozess hochfester Aluminiumschrauben
Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Förderkennzeichen: 14208545
Laufzeit: 2017 - 2019
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Projektpartner:
  • EJOT Holding GmbH & Co. KG
Motivation & Zielstellung
In diesem Transferprojekt sollen die im Rahmen des SFB692 gewonnenen Erkenntnisse zum Precipitation Engineering (Umformung im lösungsgeglühten Zustand und nachfolgender Ausscheidungshärtung) an Aluminiumlegierungen in die Praxis der Schraubenherstellung übertragen werden. Ziel ist es, die positiven Effekte einer verkürzten Auslagerungsdauer und einer gesteigerten Festigkeit in einer neuartigen Prozesskette nutzbar zu machen. Zusammen mit dem Praxispartner EJOT GmbH & Co. KG wird die veränderte Ausscheidungskinetik nach einer inhomogenen und mit Richtungswechseln behafteten Umformung in Modell- und Prozesskettenversuchen erforscht.
Ansprechpartner
Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003

Abteilung(en): Nachhaltige Werkstoffe und -verarbeitung
Fördermittelgeber: DFG
Förderkennzeichen: 334485458
Laufzeit: 2017 - 2020
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Projektpartner:
  • Professur für Umformendes Formgeben und Fügen
  • TU Chemnitz
Motivation & Zielstellung
Hochlegierte martensitische nichtrostende Stähle (MNS) weisen eine gute Korrosionsbeständigkeit sowie hohe Härte und Festigkeit auf. Bauteile aus diesen Stählen werden gegenwärtig größtenteils durch Kaltumformung des weichgeglühten Zustandes hergestellt. Nach der Formgebung ist es er-forderlich, die gewünschten mechanischen Eigenschaften durch Härten und Anlassen einzustellen. Die mit einer Kaltumformung erzielbaren Umformgrade sind jedoch für die Herstellung komplexer Bauteile oftmals nicht ausreichend. Mit einer thermomechanischen Behandlung (TMB), d. h. einer Umformung bei erhöhten Temperaturen mit gezielter Steuerung des Umform- und Temperaturre-gimes, kann diesem Nachteil begegnet werden. Bei der TMB von martensitischen nichtrostenden Stählen laufen verschiedene metallphysikalische Prozesse (Phasenumwandlung, Rekristallisation, Ausscheidungsbildung) ab, die die Verarbeitungs- (Umformbarkeit) und Gebrauchseigenschaften (Härte, Festigkeit, Korrosionsverhalten) gleichermaßen stark beeinflussen. Dadurch stellen sich dem Anwender grundsätzliche Herausforderungen im Hinblick auf prozesstechnische und werkstoffwis-senschaftliche Zusammenhänge. So sind die Einflüsse der thermischen und thermomechanischen Behandlung auf die Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften für MNS bisher nur unzureichend erforscht. Im Vorhaben wurden daher die maßgeblichen Prozessparameter der thermischen und thermomechanischen Behandlung (Austenitisierungstemperatur, Haltezeit, Umformgrad, -tempera-tur und -geschwindigkeit) in ihrer Wirkung auf die Gefüge von Vertretern dieser Stähle systematisch erforscht. Auf diese Weise wurden einerseits die spezifischen Randbedingungen der Prozessfüh-rung ermittelt. Andererseits wurden die durch die TMB beeinflussten metallphysikalischen Vorgänge und deren Einfluss auf die Ausscheidungs- und Umwandlungskinetik sowie darauf beruhende Ge-fügeänderungen identifiziert. Daraus wurden die Potenziale von TMB-Prozessen für eine erweiterte Anwendbarkeit auf MNS abgeleitet.
Ansprechpartner
Thomas Grund
Dr.-Ing.
Thomas Grund
Funktion: wiss. MA
Telefon: +49 (0)371 531 – 35390
Raum: E01.103

2006

Teilprojekt:
C1: Festigkeit/Versagen
Abteilung(en): Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Förderkennzeichen: 14208545
Laufzeit: 2006 - 2017
Projektlogo
Motivation & Zielstellung
Im Teilprojekt sollen grundlegende mikrostrukturelle Untersuchungen zu den Schädigungsabläufen in hochgradig plastisch umgeformten Werkstoffen mit nanoskaliger Struktur durchgeführt werden. Dabei wird bewusst zwischen unverstärkten und verstärkten Materialen unterschieden. Für die sicherheitsrelevante Auslegung von Bauteilen sind grundlegende werkstoffphysikalisch basierende Erkenntnisse zum Versagensablauf notwendig. Neben der Charakterisierung des Schädigungsablaufes sind Experimente zur Identifikation von Materialmodellparametern für die numerische Simulation geplant.
Ansprechpartner
Lisa  Winter
Dr.-Ing.
Lisa Winter
Abteilung: Metallische Werkstoffe und Werkstoffermüdung
Funktion: Abteilungsleitung
Telefon: +49 (0)371 531 – 32632
Raum: E06.003