Springe zum Hauptinhalt
Professur Schaltkreis- und Systementwurf
Projekt-Details
Professur Schaltkreis- und Systementwurf 

DFG-Sachbeihilfe-Projekt: EV2

Ziele

Dieses Vorhaben setzt sich zum Ziel, formale Methoden, die bei der Schaltkreissynthese zum Einsatz kommen, auch für die Verifikation nutzbar zu machen.

Dieses Vorhaben setzt sich zum Ziel, formale Methoden, die bei der Schaltkreissynthese zum Einsatz kommen, auch für die Verifikation nutzbar zu machen.

Der Begriff der formalen Methoden beschreibt in der Verifikation den Vorgang, erwünschte oder unerwünschte Schaltkreiseigenschaften mittels mathematischer Ausdrücke zu erfassen und zu beweisen bzw. zu widerlegen. Die entsprechenden Algorithmen können als ausgereift betrachtet werden.

Ebenso können formale Methoden bei der Schaltkreissynthese zum Einsatz kommen. Ein geeigneter Formalismus hierfür sind Operationseigenschaften, mit denen sich zeitliche Abläufe in unterschiedlicher Granularität repräsentieren lassen. Die Synthese von Operationseigenschaften, d. h. die Verwendung eines vollständigen und widerspruchsfreien Eigenschaftssatzes zur automatisierten Generierung einer konkreten Implementierung, wurde für Hardware bereits erforscht.

Teilgegenstand dieses Antrags ist nun die Nutzung eines vollständigen und widerspruchs-freien Satzes von Operationseigenschaften zur Verifikation, sodass die gesamte von den Eigenschaften beschriebene Funktionalität sowie Randfälle der Spezifikation in automatisiert generierte Testfälle einfließt und ein System under Test entsprechend geprüft werden kann. Das erlaubt die Verifikation bestehender, manueller Implementierungen unter Zuhilfenahme einer formalen Systemspezifikation.

Zusätzlich soll eine Zwischensprache entwickelt werden, die die Hardwareabstraktion und plattformübergreifende Anwendung der Methodik erlaubt. Um die Generalität des Ansatzes zu zeigen, wird neben der Schaltkreisverifikation eine weitere Zielplattform betrachtet: Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS). Diese Plattform wurde ausgewählt, da auch bei sicherheitskritischen Systemen die Verifikation in der Praxis kaum eine Rolle spielt. Da sich auf SPS nur eine Teilmenge aller möglichen Eigenschaften abbilden lässt, werden diese plattformabhängigen Einschränkungen formalisiert.

Für diejenigen Eigenschaften, für die automatisiert (plattformabhängig) Testfälle generiert werden können, ist zusätzlich geplant, die Testergebnisse wieder in die ursprüngliche Spezifikation zu annotieren, womit eine Closed Loop im Wasserfallmodell etabliert werden kann. An der Professur existiert das selbstentwickelte Spezifikationswerkzeug SpecScribe, das die Formalisierung von Anforderungen erlaubt. Dieses Tool soll derart erweitert werden, dass die Closed Loop von Spezifikation und Verifikation und somit das gesamte Wasserfallmodell nahtlos abgebildet werden. So können Verifikationsergebnisse auf Spezifikationsebene sichtbar gemacht werden, was die Rückverfolgung von Fehlern bis zur Spezifikation vereinfacht.

Tags

Laufzeit

February 2020

100% Complete

January 2023

Ansprechpartner

  • Ein Mann und eine FRau stehen vor einer Tafel, an der farbige Puzzlesteine befestigt sind.

    Die Kombi macht’s: TU Chemnitz startet Bachelorstudiengang mit 99 Kombinationsmöglichkeiten

    Für maßgeschneiderte Profile in Zeiten des Wandels: Ab dem Wintersemester 2026/27 können Studierende ein Hauptfach frei mit einem Nebenfach kombinieren – Neuer Kombinationsstudiengang soll insbesondere den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Chemnitz und die Region Südwestsachsen stärken …

  • Porträt einer Frau

    Im Fokus: Bedroh­liche Veränderungen der politischen Kultur

    Prof. Dr. Susanne Rippl vom Arbeitsbereich Politische Soziologie der TU Chemnitz ist Co-Autorin eines Buches, das aufzeigt, wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern …

  • Porträt eines Mannes

    Schichtungen im Moment des Hörens

    Konzertsymposium „Schichtungen: Chemnitz, Berlin, Wien. In memoriam Peter Ablinger“ bringt vom 21. bis zum 22. Mai 2026 internationale Komponisten und Interpreten, Installationen, Konzeptkunst und wissenschaftliche Perspektiven an die TU Chemnitz und in die Kunstsammlungen Chemnitz …

  • Eine Europa-Tischflagge steht vor einem Globus.

    Diskutieren über Europa

    Professur Europäische Integration mit dem Schwerpunkt Europäische Verwaltung der TU Chemnitz unterstützt am 11. Mai 2026 öffentliche Podiumsdiskussion – Interessierte können sich für die Veranstaltung bis zum 4. Mai anmelden …