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Universitätsarchiv
Figurentheater Chemnitz
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Ausstellung "Bühne im Kleinen. Das Figurentheater im Wandel der Zeit"

Aktuelles

Vernissage "Wie Puppen lebendig werden", 15.04.2026

Um 16:00 Uhr wurde die Ausstellung "Bühne im Kleinen" mit einer Vernissage eröffnet. Stephan Luther führte in die Ausstellung ein und betonte, dass die Idee zur Ausstellung bereits vor dem Einzug der Universitätsbibliothek in das neue Gebäude geboren wurde. Im Jahre 2025 waren es 50 Jahre her, dass die Puppenbühne ins Provisorium in das Gebäude am Schillerplatz einzog. Dass dieses Provisorium dann mehr als 40 Jahre währte, konnte damals wohl keiner ahnen. In diesem Jahr feiert das Figurentheater Chemnitz den 75. Jahrestag der Gründung. Im Dezember 1951 wurde das Stück "Die Entführung aus dem Serail" nach einer Oper von Mozart als Puppentheater mit Stabpuppen auf die Bühne des Opernhauses gebracht. Pedrillo und Blondchen finden sich als Originalpuppen in der ersten Vitrine der Ausstellung wieder. Beide Ereignisse wurden zum Anlass genommen, die Ausstellung jetzt zu gestalten und im 1. Obergeschoss der Universitätsbibliothek einer Öffentlichkeit zu zeigen.

Der Dank galt dem Figurentheater Chemnitz den Sächsischen Kunstsammlungen Dresden, Puppentheatermuseum sowie Peter Gemarius de Kepper, die die Ausstellung mit zahlreichen Puppen, Fotos und weiteren Objekten unterstützten.

Im Gespräch mit Manfred Blank beleuchtete Stephan Luther die Entwicklung der Bühne vom Puppentheater zum Figurentheater. Unterhalsam schilderte dabei Manfred Blank seinen Weg vom ausgebildeten Schauspieler zum Puppenspieler, der dieses Spiel lieben gelernt hatte. In einem kleinen Filmausschnitt wurde dieses eingangs kurz visualisiert. Die vollständigen Videos sind auf der Webseite des Projektes "Fäden der Erinnerung" abrufbar. Auf eine Frage hin erläuterte er, dass für ihn der wesentliche Unterschied zwischen einem Puppenspieler und einem Schauspieler darin bestünde, dass er als Puppenspieler mit den Puppen, Gegenständen etc. viel mehr machen kann. Es wären auf der Bühne des Figurentheaters viel mehr Dinge möglich, als dieses auf den Brettern des Schuspiels der Fall sei.

Die Puppenspieler des Figurentheaters Chemnitz Arne van Dorsten und Jakob Ferdinand Lenk griffen diese Thematik im Zusammenspiel / Dialog mit insgesamt 3 Puppen auf und beleuchten somit auf unterhaltsame Weise, wie Puppen lebendig werden. Außerdem wurde deutlich, was einen Puppenspieler heute ausmacht.

In einem geführten Rundgang durch die Ausstellung wurde der Nachmittag abgerundet. Lars Rebehn vom Puppentheatermuseum Dresden brachte hier sein profundes Wissen ein und gab so manche Anakdote und Geschichte zum Besten - wenn Puppen lebendig werden, wird das Figurentheater und seine Einordnung in den kulturhistorischen Kontext zu einer spannenden Geschichte.

Stephan Luther, 16.04.2026


Wie Puppen lebendig werden. Vernissage zur Ausstellung "Bühne im Kleinen. Das Figurentheater im Wandel der Zeit"

Am 15.04.2026 wird um 16:00 Uhr die Ausstellung zum Figurentheater mit einer Vernissage im IdeenReich der Universitätsbibliothek, Straße der Nationen 33, eröffnet. Von 1955 bis 1996 hatte die Bühne ihren Platz im Haus am Schillerplatz gefunden, nachdem sie bereits 1951 als erstes Städtisches Puppentheater ins Leben gerufen wurde.

 

Programm:

  1. Stephan Luther: Einführung in die Ausstellung
  2. Manfred Blank: Vom Schauspieler zum Puppenspieler
  3. Arne van Dorsten und Jakob Ferdinand Lenk: Gespräch mit einer Puppe zur Entwicklung des Figurentheaters
  4. Rundgang durch die Ausstellung im 1. OG

Der Eintritt ist frei.

 

Stephan Luther, 02.04.2026

TUCaktuell-Meldung vom 07.04.2026

Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Städtischen Theater Chemnitz / Figurentheater erarbeitet.

Logo Theater Chemnitz

 

"Bühne im Kleinen. Das Figurentheater im Wandel der Zeit" vom 16.04.-08.10.2026

Eine Ausstellung zum Figurentheater Chemnitz

Als zur Jahreswende 1950/51 das Staatliche Moskauer Puppentheater unter der Leitung von S. Obraszow eine Vorstellung in Chemnitz gab, stieß dies ein Umdenken an. Puppenspiel wurde nicht mehr nur als Unterhaltung für Kinder verstanden, sondern als eine eigene Kunst. Vielleicht auch durch diese Überlegungen angeregt, gab der Stadtrat Hanna und Gerhard Diezmann den Auftrag, ein Städtisches Puppentheater zu gründen. Das erste Stück wurde am 03.12.1951 aufgeführt. „Die Entführung aus dem Serail“ wurde im Theater am Karl-Marx-Platz gezeigt, Unterstützung erhielt die Puppenbühne dabei durch die Städtischen Theater. So wirkten bei diesem Stück neben den Puppenspielern auch Sänger und Sängerinnen sowie ein Kammerorchester mit. Die Originalpuppen von Pedrillo und Blondchen aus diesem Stück werden in der Ausstellung zu sehen sein.

Nachdem am 11.03.1955 die Schlussabnahme im August-Friedel-Saal erfolgte, erhielt die Puppenbühne drei Tage später die Spielerlaubnis für den Saal im Haus am Schillerplatz. Damit hatte die Bühne endlich eine feste Spielstätte. Der Saal bot einen breiten Bühnenraum und einen kleinen, aber beheizten, Zuschauerraum mit 244 Sitzplätzen. Bis 1996 hatte die Bühne hier ihre Spielstätte, bevor sie über das Luxor, das Schauspielhaus an der Zieschestraße an den heutigen Ort im Spinnbau zog.

In der Ausstellung wird die Entwicklung von der Puppenbühne zum Figurentheater skizziert. Es werden Marionetten-, Stab- und Handpuppen, Entwürfe und Skizzen zu Bühnenbildern zu sehen sein. In einer bunten Auswahl von Bildern und Fotos wird deutlich, dass sich die Bühne vom einstigen Marionettentheater viel weiter entwickelt hat und nicht nur Kinder, sondern auch ein breites Erwachsenenpublikum in seinen Bann zieht. Zum Ende des Jahres feiert das Figurenthater mit einem bunten Programm seinen 75. Geburtstag.

 

Ausstellung

Themenkomplexe der Ausstellung:

  • Geschichte des Puppenspiels
  • Das Puppentheater in der Alten Aktienspinnerei
  • Puppenspiel – trivial? - Wie entsteht eine Puppe, eine Inszenierung?
  • Das Figurentheater Chemnitz heute