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Wissenschaftsenglisch am Ohridsee

Neue südosteuropäische Kooperation der TU Chemnitz rückt Studierende in den Mittelpunkt - Summerschool mit Teilnehmern aus Mazedonien, Montenegro und Albanien beginnt am 17. August 2013

  • Prof. Dr. Josef Schmied hielt bereits einen Gastvortrag an der Universität St. Kyrill und Method in Skopje, Mazedonien. Foto: Helen Forbes

Der Schauplatz des jüngsten Projekts der Professur für Englische Sprachwissenschaft der Technischen Universität Chemnitz ist Mazedonien - ein Land, das wegen seines bevorstehenden EU-Beitritts immer stärker in den Fokus von Politik und Wirtschaft rückt. Von diesem gesteigerten Interesse für den Balkan profitieren nun auch Studierende der TU. Ein vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördertes Projekt befasst sich intensiv mit wissenschaftlichem Schreiben in Englisch in praktischer und interkultureller Hinsicht.

Verwirklicht wird dieses Vorhaben durch die Durchführung einer Summerschool am malerischen Ohridsee in Mazedonien vom 17. bis 25. August 2013. Dort werden Master-Studenten der Anglistik/Amerikanistik der TU zusammen mit Studenten aus Mazedonien, Montenegro und Albanien am Unterricht in Wissenschaftsenglisch teilnehmen, der eigens dafür entwickelt wird. Darüber hinaus nehmen die Studierenden gemeinsam die bestehenden Lehrangebote ihrer Heimatuniversitäten kritisch unter die Lupe, um Lücken in den Lehrplänen aufzuzeigen und zu schließen.

Bereits in der Vorbereitungsphase der Summerschool spielten studentischer Input und interkultureller Austausch eine große Rolle. So wurden die Inhalte der Unterrichtseinheiten bei einem Forschungsaufenthalt der südosteuropäischen Partner in Chemnitz im Juli zusammengestellt. Eine wichtige Grundlage für die Entscheidungsfindung bildete dabei ein Forum zur Bedarfsanalyse aus studentischer Perspektive.

In den Heimatländern der Kooperationspartner wurde in den letzten Jahren das Hochschulwesen teilweise modernisiert, was sich zum Beispiel in der Einführung neuer Studienordnungen oder in der digitalen Archivierung von Abschlussarbeiten widerspiegelt. Jedoch herrscht in diesen Ländern nach wie vor akuter Mangel an Fachkräften und geeignetem Lehrmaterial. Das erfuhren die Chemnitzer Projektinitiatoren Prof. Dr. Josef Schmied und Helen Forbes bei ihrem Besuch des British Council in Skopje im Rahmen des Vorbereitungstreffens im April. Die Verabschiedung neuer Hochschulgesetze in Mazedonien brachte bisher noch keine nennenswerten Verbesserungen der Studienbedingungen. Die Pädagogen und Hochschullehrer vor Ort sind sich einig darüber, dass nur durch weitere fachliche Unterstützung seitens der EU die bildungspolitischen Maßnahmen vollständig umgesetzt werden können.

"Aus diesem Grund ist eine praktische Maßnahme wie die Summerschool effektiv und notwendig. Die Ergebnisse der Bemühungen können nur dann nachhaltig sein, wenn die heranwachsende Generation Teil hat an der Gestaltung der Lebensverhältnisse in der EU. Auch Wissenschaftliches Schreiben kann zur Stabilisierung des Balkans beitragen", zeigt sich Schmied überzeugt, denn "jedes gemeinsame Bemühen um europäische Standards bestätigt den Studierenden aus den Partnerländern, dass sie einander verstehen können und mit anderen Europäern zusammen Entwicklungschancen für sich und ihre Länder finden können".

(Autorin: Helen Forbes)

Mario Steinebach
11.08.2013

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