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Pressemitteilung vom 23.08.2012

Den Durchblick behalten

Arbeitswissenschaftler der TU Chemnitz laden am 26. August 2012 beim 14. Sächsischen Verkehrssicherheitstag auf dem Sachsenring zur Probefahrt im Fahrsimulator ein

Die globale Nutzung des Automobils steigt stetig an. Fahrzeugnutzer sind in der Lage, zeitlich und örtlich flexibel auf heutige Anforderungen der Gesellschaft zu reagieren. Durch die wachsende Anzahl und Diversität der Autofahrer wird diese Nutzergruppe immer breiter. Sie unterscheiden sich durch Fahrerfahrung, Alter, Geschlecht, jährliche Fahrleistung, kulturellen Hintergrund und vieles mehr. Genaues Wissen über diese Unterschiede ermöglicht es, den speziellen Anforderungen der Benutzer besser nachzukommen und auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Assistenzsysteme zu entwickeln. "Der Mensch muss im Mittelpunkt dieser Entwicklung stehen, nicht die technischen Möglichkeiten", argumentiert Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann, Leiterin der Professur Arbeitswissenschaft der Technischen Universität Chemnitz. Die Chemnitzer Arbeitswissenschaftler wollen in umfangreichen Untersuchungen herausfinden, wie speziell ältere Autofahrer bestmöglich unterstützt werden können, damit sie möglichst lange und unfallfrei mobil bleiben können. Diese Untersuchungen sind Bestandteil des fakultätsübergreifenden Projektes "Visuelle Fahrassistenzsysteme zur Kompensation körperlicher Degradation älterer Menschen" (ViFa 65plus) an der TU Chemnitz.

Für ihre Untersuchungen setzen die Wissenschaftler unter anderem einen Fahrsimulator ein, der am 26. August 2012 von 10 bis 18 Uhr auf dem Sachsenring zum 14. Sächsischen Verkehrssicherheitstag präsentiert wird. Dabei dient der Fahrsimulator sowohl als Anschauungs- als auch als Testobjekt. "Die Besucher des Verkehrssicherheitstages können sich selbst ein Bild von unserer Forschung machen, indem sie an unserem Pilotversuch teilnehmen", sagt Arbeitswissenschaftler Patrick Roßner. "Unser Ziel ist es, älteren Fahrern genau dort Unterstützung beim Führen eines Fahrzeuges anzubieten, wo diese auch benötigt wird. Dazu werden wir verschiedene Unterstützungssysteme vorführen und die Teilnehmer bitten, diese zu bewerten. Die Ergebnisse der Versuche fließen direkt in die weitere Forschungsarbeit in den Laboren an der Universität ein".

Die Professur Arbeitswissenschaft vertritt die TU Chemnitz bereits zum dritten Mal auf dieser Veranstaltung, welche sich großer Beliebtheit erfreut. Der Sächsische Verkehrssicherheitstag auf dem Sachsenring zieht jährlich bis zu 26.000 Besucher aus der Region an.
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