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Pressemitteilung vom 22.09.2000

Hand in Hand: VDI und Chemnitzer Uni

Hand in Hand: VDI und Chemnitzer Uni

Die eine ist die beliebteste technische Universität Deutschlands und die beste der neuen Bundesländer, der andere mit über 127.000 Mitgliedern der größte technisch-wissenschaftliche Verein Europas. Jetzt haben die beiden zusammen gefunden: Die Chemnitzer Universität und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) arbeiten ab sofort noch enger zusammen als bisher. Dazu schlossen beide am 31. August einen Kooperationsvertrag ab.

Enge Kontakte zwischen VDI und der Chemnitzer Universität vor allem beim Wissens- und Technologietransfer gibt es schon, seit der traditionsreiche Ingenieurverein 1990 in den neuen Bundesländern wiedergegründet wurde. So ist der in Chemnitz ansässige Westsächsische Bezirksverein des VDI mit seinen mehr als 1000 Mitgliedern schon seit langem im Beirat der Freundesgesellschaft der Universität vertreten. Diese Bindungen werden jetzt noch weiter verstärkt. Neben den Ingenieuren arbeiten jetzt auch die Natur- und Wirtschaftswissenschaftler der Uni in den Fachgremien des Vereins mit. Zudem wird der VDI auch außerhalb der Universität deren Interessen fördern. So wollen die VDI-Ingenieure neue Studenten für die technischen Fächer gewinnen. Außerdem helfen sie den Absolventen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz in einem sächsischen Unternehmen. Bisher nämlich wandern viele Jungingenieure in den Westen ab und fehlen hier beim weiteren Ausbau der Industrie. Aber auch, wenn ein junger Ingenieur seine eigene Firma gründen möchte, stehen ihm erfahrene Vereinsmitglieder mit Rat und Tat zur Seite.

Und noch etwas liegt den gestandenen Ingenieuren am Herzen: die Ausbildung des Nachwuchses. Nicht immer nämlich lernen Studenten auch wirklich das, was die Industrie benötigt. In Chemnitz wird das in Zukunft anders sein, da die Firmen ihre Ideen und ihre Anforderungen an die Jungingenieure mit den Hochschullehren abstimmen wollen.

Das Abkommen bringt aber beiden Partner noch weitere Vorteile. So werden sie sich gegenseitig bei Veranstaltungen unterstützen. Zudem kann der Westsächsische Bezirksverein des VDI künftig - gegen Erstattung der Kosten - die Internetanbindung der Universität nutzen und hier eigene Seiten einrichten. Davon profitieren auch die beiden anderen sächsischen Bezirksvereine, die sich mit dem Chemnitzer VDI zu einer gemeinsamen Plattform vernetzen wollen. Alle drei Bezirksvereine bilden zusammen die Landesvertretung Sachsen des VDI mit mehr als 3000 Mitgliedern.

Bildunterschrift: Künftig sind sie noch engere Partner: die Chemnitzer Universität und der VDI. Hier unterzeichnen der Rektor Prof. Dr. Christian von Borczyskowski (l.) und Dr. Albrecht Fischer vom Westsächsischen Bezirksverein des VDI gerade den Kooperationsvertrag.


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