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Humangeographie

Handbuch der Flucht- und Flüchtlingsforschung (2023)

Cover Handbuch

Flucht, Vertreibungen und Zuflucht durchziehen die Weltgeschichte, Gesellschaften und Politiken ebenso wie die sozial- und geisteswissenschaftliche Forschung und Wissenschaft. Lange Zeit peripher behandelt, findet die Flucht- und Flüchtlingsforschung in den letzten Jahren im deutsch-sprachigen Raum und bereits in den letzten Jahrzehnten in der englisch-sprachigen Wissenschaftslandschaft nicht nur verstärkt Beachtung, sondern auch institutionelle Ausprägung. Dabei gibt es durchaus ältere Forschungstraditionen, die mindestens bis in die 1920er Jahre zurückreichen. Insbesondere haben jedoch Exil vom Nationalsozialismus, Beschäftigungen mit Heimatvertriebenen, politischem Asyl und internationaler Flucht in der deutschsprachigen Forschung seit den 1950er Jahren zu einem gewissen empirischen aber auch konzeptionellen Korpus geführt. Das rasante Wachstum einer differenzierten und vielfältigen Forschung im internationalen Wissenschaftsfeld – eingeschränkt auch im Globalen Süden – mit eigenen wissenschaftlichen Strukturen und Institutionen auf diesem Gebiet, hat seit den 1980er Jahren ein eigenständiges Forschungsfeld der Refugee and Forced Migration Studies begründet. Vor dem Hintergrund der Forschungstraditionen und der internationalen Debatten erlebte die Flucht- und Flüchtlingsforschung im Zuge der Ankunft Geflüchteter um 2015 einen regelrechten Boom. Neue Ansätze sind entstanden, etablierte haben sich gewandelt und Impulse wurden gegeben für eine Etablierung des Forschungsfeldes in der deutschsprachigen Region. Diese Linien aufzugreifen, zu reflektieren und für zukünftige Flucht- und Flüchtlingsforschung aufzubereiten ist die Aufgabe dieses Handbuchs.

Es richtet sich damit sowohl an Forschende und Lehrende, die mit der Flucht- und Flüchtlingsforschung bereits gut vertraut sind, um konzise Zusammenfassungen zentraler Themen zu finden wie auch an jene, die einen präzisen und umfassenden Einblick und Einstieg in das Forschungs- und Themenfeld finden wollen. Insofern ist es auch sehr gut für Studierende und die Lehre geeignet, aber auch für alle Interessierten aus der Praxis, die eine größere Einordung des Themas Flucht und Flüchtlinge suchen.

Das Handbuch wird herausgeben von Dr. Tabea Scharrer (Max Planck Institut für ethnologische Forschung, Halle), Prof. Dr. Birgit Glorius von der Professur Humangeographie der TU Chemnitz, J. Olaf Kleist (Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung, Berlin) sowie Dr. Marcel Berlinghoff (Universität Osnabrück). Es ist 2023 im Nomos Verlag erschienen.

Kontakt: Prof. Dr. Birgit Glorius

Flyer: PDF

Verlagsseite: Nomos Verlag

  • Blick in einen vollbesetzten Hörsaal.

    Umfangreicher Service für Studieninteressierte

    Für einen optimalen Start ins Wintersemester 2026/2027: TU Chemnitz bietet neben dem Servicetelefon individuelle Beratungsgespräche und Informationen im Internet an – Einschreibung in zulassungsfreie Studiengänge ist noch bis zum 31. Oktober 2026 möglich …

  • Menschen stehen vor Computern

    Im Rohrgebiet

    Erfolgreiche Premiere des Fachforums für Rohr-, Profil- und Hydroformtechnologien an der TU Chemnitz …

  • Eine Frau spricht von einem REdnerpult aus zu Personen, die in einem Raum vor ihr sitzen.

    Schutzrechte frühzeitig mitdenken, Transfer gemeinsam gestalten

    Patentinformationszentrum, C:HUB und TUCfonds brachten in der fabrik chemnitz Forschung, Unternehmenspraxis und Rechtsberatung zusammen – Ergebnisse werden in der Validierungsförderung TUCfonds aufgegriffen …

  • Eine Frau steht vor einer Messewand.

    Forscherinnenkarriere zwischen Flucht, Sicherheit und Professur

    Prof. Dr. Kateryna Pozharska kam aus der Ukraine an die TU Chemnitz, forschte hier sehr erfolgreich und wechselte nun an die Universität Bonn – Voller Dankbarkeit blickt sie auf ihre Zeit in Chemnitz zurück …