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Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie
Professur für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie
Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie 

Herzlich Willkommen an der Professur für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie

Die Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie beschäftigt sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen im Arbeits- und Wirtschaftskontext. Für dieses Erleben und Verhalten formuliert sie Annahmen und Hypothesen und prüft diese mittels Daten an der Realität. Sie zählt somit zu den empirischen Humanwissenschaften.

Der durchschnittliche Mensch verbringt zumindest in einer gewissen Altersspanne die Hälfte seiner wachen Lebenszeit mit Arbeit. Auch deshalb sind die psychologischen Prozesse im Arbeitskontext so wichtig. Arbeit befriedigt zentrale Grundbedürfnisse des Menschen. Sie dient nicht nur der Existenzsicherung, sondern befriedigt auch das Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit (über die Hälfte der Arbeit wird in Europa im Team erledigt) und nach sozialem Status.

An unserer Professur erforschen wir, wie sich die Digitalisierung und die zunehmende Verschmelzung von Mensch und Technologie auf die Arbeitswelt, auf die Gesellschaft und auf den einzelnen Menschen auswirken. Mit dieser Forschung waren wir auch im SFB Hybrid Societies vertreten. Wir erforschen außerdem, wie sich Vielfalt am Arbeitsplatz/im Team, wie sich Führung und wie sich verschiedene Facetten des Organisationsklimas auf die Leistung und auf die psychische Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auswirken. Arbeitsbezogene Veränderungen sind ebenfalls Teil unserer Forschung, z.B. haben wir die psychische Gesundheit von Arbeitnehmer:innen während der Corona-Pandemie untersucht. Die Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit steht auch im Fokus unserer Beteiligung am Deutschen Siegel Unternehmensgesundheit.

Besucheradresse: Sekretariat Raum 206C: Anne Wagner, Wilhelm-Raabe-Str. 43, 09120 Chemnitz 
Postadresse: TU Chemnitz, Institut für Psychologie, Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie, Wilhelm-Raabe-Str. 43, 09120 Chemnitz

Aktuelles

[26.06.26] "Die Kosten von Präsentismus sind nicht zu unterschätzen"

In einem Interview erklärt Dr. Carolin Dietz, weshalb Präsentismus als Problem häufig unterschätzt wird und wie sich eine gesundheitsförderliche Arbeitskultur schaffen lässt.

Der vollständige Beitrag kann auf der Webseite von Wirtschaftspsychologie aktuell gelesen werden.

[11.06.26] TK-Dossier 2026: Wie geht’s Deutschlands Studierenden?

Prof. Dr. Bertolt Meyer wirkt als Autor am TK-Dossier 2026 mit. Er vergleicht längsschnittlich zentrale Gesundheitsthemen im Studienalltag und betrachtet insbesondere strukturelle Belastungen und technologische Entwicklungen. Die Befragung von 2026 lässt eine leichte Verbesserung des subjektiven Gesundheitszustands der Studierenden im Vergleich zum Jahr 2023 erkennen. Doch zeigen die Daten auch, dass weiterhin mehr für die Studierendengesundheit getan werden muss. Neben der Analyse von Zusammenhängen mit emotionaler Erschöpfung, wurden auch Fragen zur Einsamkeit von Studierenden, digitalen Lehre, Interesse an Gesundheitsangeboten der Hochschulen sowie der Nutzung von generativen KI-Tools im Studium ausgewertet. 

Das vollständige TK-Dossier 2026 kann auf der Webseite der Technikerkrankenkasse heruntergeladen werden.

[20.05.26] Psychologische Erklärungen für berufliche Geschlechterungleichgewichte

In einem Interview erklärt Prof. Dr. Bertolt Meyer, dass die Geschlechterungleichheit in Berufen nicht nur durch Stereotype bedingt ist, die wir uns selbst und bestimmten Berufen zuschreiben, sondern u.a. auch durch strukturelle Benachteiligungen und Selektionsprozesse.

Der vollständige Beitrag kann auf der Webseite von web.de gelesen werden.

[24.04.26] Warum der gestrandete Wal Timmy Deutschland seit Wochen polarisiert

Prof. Dr. Bertolt Meyer erklärt in einem Beitrag der Freien Presse am Wochenende (Kultur), warum wir uns um das Schicksal eines gestrandeten Meeressäugers sorgen, aber das Meer selbst uns eher egal ist.

Der vollständige Beitrag kann auf der Webseite der Freien Presse (Paywall) gelesen werden.

[23.04.26] Wie Introvertierte im Job sichtbarer werden

In einem Interview mit Dr. Maximilian Bretschneider wurde der Fokus auf die Rolle von introvertierten Personen im Berufsleben gelegt. Er betont, dass Introvertierte nicht nur wertvolle Beiträge leisten, sondern auch die Fähigkeiten erlernen können, in einem extravertierten Umfeld erfolgreich zu sein. Zusätzlich stellt er auch konkrete Hinweise und Tipps heraus, wie Unternehmen (insbesondere Führungskräfte) und auch Hochschulen (v.a. im MINT-Bereich) diese Potentiale fördern und unterstützende Maßnahmen anbieten können.

Das vollständige Interview kann auf der Webseite von VDI Nachrichten (Paywall) gelesen werden.

[20.03.26] Prof. Dr. Bertolt Meyer als Sachverständiger im Deutschen Ethikrat

In einer öffentlichen Anhörung des Deutschen Ethikrates am 19.03.26 wurde über die größten ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Risiken, der sich daraus ergebende Handlungsbedarf und Lösungsansätze zum Thema Neurotechnologie diskutiert. Prof. Dr. Bertolt Meyer brachte seine Expertise zu Akzeptanzfaktoren und psychosozialen Risiken von Neurotechnologie und Human Enhancement ein.

Ausführlichere Informationen sind auch in der Pressemitteilung der TU Chemnitz oder auf der Website des Deutschen Ethikrates angeführt.

[03.03.26] Neue Folgen von "Agree to Disagree": Wissenschafts-Serie auf Arte mit Prof. Meyer
Titelbild Staffel 2 mit Prof. Meyer

Im März 2026 erscheinen vier neue Folgen der Wissenschaftsdoku-Serie "Agree to Disagree", moderiert von Prof. Dr. Bertolt Meyer, in die Arte-Mediathek: „KI im Kopf – Upgrade fürs Gehirn?“, „Jagd – Mehr als nur Spaß am Schießen?“, „Geoengineering – Chemotherapie für den Planeten“ und „Social Media: Gefahr für die Gesellschaft?“.

 
 

Neue Publikationen

Journal Publications

Kleszewski, E.*, & Mohr, M.* (2026). Is the juice worth the squeeze? Implications of employee perfectionism and excellencism for in-role and extra-role performance. Acta Psychologica, 268, Article 107315. https://doi.org/10.1016/j.actpsy.2026.107315 *shared first authorship

Cook, S., Meyer, B., & Asbrock, F. (in press). The whole picture: Looking, again, at left-wing authoritarianism and its associations with dark personality traits. Current Psychology.

Ruhle, S. A., Breitsohl, H., Dietz, C., Martinez, L. F., & Miraglia, M. (2026). Navigating opportunities and pitfalls in workplace attendance behaviour research: towards conceptual and methodological clarity. European Journal of Work and Organizational Psychology, 35(2), 151–163. https://doi.org/10.1080/1359432X.2026.2621587

Dietz, C., Weigelt, O., Meyer, B., & Syrek, C. J. (2025). It’s getting kind of heavy — Linking episodes of sickness presence to changes in fatigue over time. Journal of Occupational Health Psychology, 30(5), 309–330. https://doi.org/10.1037/ocp0000411

Mohr, M., & Dietz, C. (2025). It's got to be perfect? Differentiating the unique daily relationships of perfectionism and excellencism with employee effort, performance and fatigue. Journal of Occupational and Organizational Psychology, 98, e70034. https://doi.org/10.1111/joop.70034

Mohr, M., & Dietz, C. (2025). A matter of quantity or quality: Stress appraisals of personnel and expertise understaffing at work. Academy of Management Proceedings. https://doi.org/10.5465/AMPROC.2025.11550abstract

Klezewski, E., Mohr, M., & Otto, K. (2025). Perfectionism unfolding: The mutual reinforcement of employee perfectionism and work goal attainment and the moderating role of psychological capital. European Journal of Work and Organizational Psychology. Advance online publication. https://doi.org/10.1080/1359432X.2025.2508177

Dilba, D., & Meyer, B. (2025). Uneventful days? A cautionary tale about the underestimated role of triggering events in employee silence research. Journal of Occupational and Organizational Psychology, 98(1), e12549. https://doi.org/10.1111/joop.12549

 

Books / Book Chapters 

Meyer, B. (2026). Wie geht’s Deutschlands Studierenden?. In Techniker Krankenkasse (Hrsg.), TK-Dossier 2026 – Wie geht’s Deutschlands Studierenden? (S.6-48). TK-Dossier 2026 PDF-Version

Rudolph, C., Dadgar, S.-A., Bretschneider, M., Meyer, B., Asbrock, F., & Brunnett, G. (2026). Toward TechnoSapiens: Experiencing Embodied Technologies in Augmented Reality. In B. Meyer, U. Thomas, & O. Kanoun (Hrsg.), Hybrid Societies: Humans Interacting with Embodied Technologies, Volume 1 (S. 197–204). Springer Nature. https://doi.org/10.1007/978-3-032-03488-5_24

Meyer, B., Kanoun, O., Sanseverino, G., Müller, M. R., Pentzold, C., Bischof, A., & Hamker, F. (2026). Hybrid Societies: Concepts, Challenges, and Research Agenda. In B. Meyer, U. Thomas, & O. Kanoun (Hrsg.), Hybrid Societies: Humans Interacting with Embodied Technologies, Volume 1 (S. 1-11). Springer Nature. https://doi.org/10.1007/978-3-032-03488-5_1

Meyer, B. (2025). Anders - Was wir aus der Psychologie über den Umgang mit Unterschieden lernen können. Ullstein Buchverlage GmbH. ISBN 978-3-550-20413-5.

Meyer, B. (2025). Die Bedeutung von Diversität in Prävention und Gesundheitsförderung. In A.-K. Klemm & B. Meyer (Hrsg.). BKK Gesundheitsreport - Vielfalt und gesunde Arbeit (S. 7-19). Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft. PDF-Version