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Professur für Allgemeine Psychologie & Human Factors
Allg. Psychologie & Human Factors
Professur für Allgemeine Psychologie & Human Factors 

Logo des Projektes MDZ

Mittelstand-Digital Zentrum "Fokus Mensch"

Projektpartner

Fördergeber

Logo des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Förderkennzeichen: 01MF23003D

Laufzeit

01.05.2023 bis 31.12.2026

Beschreibung

Mittelständische Unternehmen der Zukunft nutzen die Digitalisierung, um der steigenden Nachfrage nach digitalen Produkten und Dienstleistungen mit positiven sozialen, ökologischen und ökonomischen Qualitäten gerecht zu werden. Sie aktivieren dazu ihre engen Kontakte zu KonsumentInnen im Endkundengeschäft sowie als Zulieferer und Dienstleister, um mittels Menschzentrierter Gestaltung digitale Geschäftsmodelle und Produkte zu entwerfen und weiterzuentwickeln. Durch Menschzentrierte Digitalisierung erlangen Unternehmen damit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Anbietern, die lediglich technische und ökonomische Erwartungen erfüllen. Herausforderungen sind somit: (1) den Wertewandel in ihrem Umfeld zu verstehen und (2) Lösungsansätze zum Umgang damit kennenzulernen, die sie (3) in ihre Strategie und ihr Partnernetzwerk integrieren, um (4) passende Produkte und Services anzubieten. 

Das Mittelstand-Digital Zentrum „Fokus Mensch“ unterstützt mittelständische Unternehmen dabei, Erwartungen ihrer Nutzenden, KonsumentInnen und Unternehmenskunden zu erkennen, die eigene Produktstrategie zu überdenken, passende Kooperationspartner zu finden und die Methoden und Ansätze der menschzentrierten Digitalisierung im eigenen Unternehmen zu probieren und zu etablieren, um sich so nachhaltig aufzustellen. Dies geschieht mit fünf Themenschwerpunkten: (1) Menschzentrierte Innovation und Gestaltung, (2) Fairness und Diversität, (3) Wellbeing und Resilienz, (4) Digitale Souveränität und (5) Nachhaltige Transformation sowie durch „Menschzentrierte Künstliche Intelligenz“ im Rahmen des KI- Trainer-Programms.

Die Technische Universität Chemnitz (TUC) übernimmt das Multiplikatorenmanagement und unterstützt Unternehmen zu den Schwerpunktthemen Gleichheit, Nicht-Diskriminierung und Solidarität vielfältig mit fundiertem Praxiswissen, Methoden und weiteren Angeboten wie bspw. Workshops, Webinaren, Selbstlernangeboten.

Webseite

https://www.digitalzentrum-fokus-mensch.de/

Weiterführende Informationen zum spezifischen Themengebiet Fairness und Diversität der TUC


Weiterbildungsangebote

Schulung "Fairness, Datenschutz und Transparenz"

Abrufbar unter: https://lea.ita-kl.de/auth/RepositoryEntry/76808201/Infos/0  (vorherige, kostenfreie Anmeldung notwendig)
Lernziele: Diese Schulung zeigt Methoden auf, die schon beim Design dabei helfen, ethische Fallstricke zu vermeiden, Problemen vorzubeugen, innovativere Ideen zu entwickeln und Nutzerfreundlichkeit zu steigern. In der Schulung lernen Sie:

  • Bewusstsein schaffen: umfassende Information über (un)faire und (in)transparente Gestaltungskonzepte.
  • Anwendungskompetenz: Qualifizierung für das Anwenden von Theorien und Methoden.
  • Entwicklung fairer Technologielösungen: Befähigung, Lösungen zu entwickeln, die fair, transparent und nutzerfreundlich sind sowie Unternehmensinteressen berücksichtigen.
  • Produkt- und Dienstleistungsgestaltung: Schaffung von Produkten und Dienstleistungen, die breitere Zielgruppen ansprechen, Vertrauen stärken und Markterfolge steigern.


Schulung "Faire Technologiegestaltung"

Abrufbar unter: https://lea.ita-kl.de/auth/MyCoursesSite/0/Courses/0/Infos/61702160  (vorherige, kostenfreie Anmeldung notwendig)
Lernziele: Mithilfe der hier aufgezeigten Methoden können bereits während des Gestaltungsprozesses die Werte der Nutzer:innen, Entwickler:innen und weiteren Stakeholder:innen berücksichtigt werden. Dadurch können nachhaltig nutzer:innenfreundliche Designs gefunden und implementiert sowie negative Konsequenzen präventiv verhindert werden. In der Schulung lernen Sie:

  • ethische Fragestellungen systematisch erkennen und reflektieren,
  • Stakeholder und deren Werte in Entwicklungsprozesse einbeziehen,
  • praxisorientierte Methoden (z. B. Interviews, Value-Card-Sorting, Reflexionsübungen) zur wertezentrierten Produktentwicklung selbständig durchzuführen,
  • wertebasierte Entscheidungen im eigenen beruflichen Kontext treffen und kommunizieren, um so zu einer verantwortungsvollen, nachhaltigen und vertrauensbildenden Innovationskultur im Unternehmen beizutragen.
     

Schulung "Designvielfalt nutzen"
Abrufbar unter: https://lea.ita-kl.de/url/RepositoryEntry/61702161 (vorherige, kostenfreie Anmeldung notwendig)
Lernziele: digitalen Produkte und Dienstleistungen benutzerfreundlicher und zukunftssicher zu gestalten, Methoden, die beim Design helfen, innovativere Ideen zu entwickeln und ein breiteres Publikum anzusprechen. In dieser Schulung lernen Sie:

  • warum Diversität und Fairness zentrale Erfolgsfaktoren in der Technologiegestaltung sind,
  • wie Sie Wahrnehmungsverzerrungen wie den Bestätigungsfehler erkennen und vermeiden,
  • Werkzeuge kennen, um Diversität systematisch in Entwicklungsprozesse einzubinden,
  • mit Personas und psychologischen Facetten vielfältige Nutzer*innenperspektiven zu berücksichtigen,
  • wie faire und inklusive Gestaltung Ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen kann,
  • und wie Sie die vorgestellten Methoden direkt im Arbeitsalltag umsetzen.

 

Ausgewählte Publikationen

Hoth, V., Halama, J., Günther, F.,Brandenburg, S. (2026). Promoting ethical design in small and medium-sized enterprises by an ethical design reflection workshop. Journal of Responsible Innovation, 13(1). https://doi.org/10.1080/23299460.2025.2534244

Hoth, V., Brandenburg, S. (2026). Beyond Usability: A Case Study on Embedding Human Values in the Evaluation of Experience Design of a Smart Home Application. Poster presented at the Annual Meeting of the Human Factors and Ergonomics Society Europe Chapter, Copenhagen, Denmark, April 22–24, 2026. Available from http://hfes-europe.org

Bornemeier, J., & Stein, J.-P. (2024). Exploring the impact of social dominance orientation and ambivalent sexism on the perception of AI-generated gendered images. In: Ansorge, Gugerell, Pomper, Szaszkó, Werner (Eds.) Congress of the German and Austrian Psychological Societies 2024. Lengerich: Pabst. https://doi.org/10.2440/0003

Döbelt, S. & Lange, D. (2024). Strengthen Digital Sovereignty of Smartphone Users: Evaluation Results of a Tailored Analysis Tool for AppBehavior. In: Heiko Roßnagel, Christian Schunck, Filipe Sousa (Eds.). Open Identity Summit 2024, pp. 139-150, June 20th - 21st, Porto, Portugal. Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), https://doi.org/10.18420/OID2024_12

Günther, M., Kämpfe, B., Mohr, L., & Krems, J. (2025). Increasing users’ smart charging intention through information presentation and HMI-design. In Proceedings of the 38th International Electric Vehicle Symposium and Exhibition 2025 (EVS38). (Download).

Hoth, V. & Brandenburg, S. (2023). Hybrides Arbeiten für eine sozial-nachhaltige Transformation und Diversität. Mensch und Computer 2023. in P. Fröhlich & V. Cobus (Hrsg.) Mensch und Computer 2023 - Workshopband, 03.-06. September 2023, Rapperswil (SG). DOI: 10.18420/muc2023-mci-ws10-113-473

Hoth, V., Günther, F., Halama, J., & Brandenburg, S. (2024). Responsible Experience Designfor Privacy on the Web: Results of an Ethical Co-Design Study. Annual Meeting of the Human Factors and Ergonomics Society Europe Chapter, April 16-19, Lübeck, Germany.

Hoth, V., Krueger, A. E., & Brandenburg, S. (2024). A Hands-On Method for introducing Ethical Experience Design into Daily Creative Processes based on Psychological Needs and Values. In Adjunct Proceedings of the 2024 Nordic Conference on Human-Computer Interaction (NordiCHI '24 Adjunct). Association for Computing Machinery, New York, NY, USA, Article 48, 1–4. https://doi.org/10.1145/3677045.3685463

Kontakt

Veronica Hoth

Julian Bornemeier

Cornelia Hollander

Parisa Mazareh Zadeh