Springe zum Hauptinhalt

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Chemnitz Economic Papers

Working Papers

Back to all papers.

Korruption und die Finanzmärkte - Das Problem der Non-Performing-Loans im Kreditgeschäft

Friedrich Thießen (friedrich.thiessen@wirtschaft.tu-chemnitz.de)
Additional contact information
Friedrich Thießen: Chemnitz University of Technology, Department of Economics, Chair for Finance and Banking Management

No 21, Chemnitz Economic Papers from Department of Economics, Chemnitz University of Technology

Abstract: Die europäische Union hat Programme installiert (ESM) oder ist dabei dies zu tun (Europäische Einlagensicherung), die darauf hinauslaufen, dass Kapital von weniger korrupten Ländern in Länder mit höherem Korruptionsgrad transferiert wird. Die Literatur deckt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Kreditgeschäft und Korruption auf. In korrupteren Regionen verzeichnen Banken mehr Kreditausfälle und verbuchen mehr Non-Performing-Loans. Korruption im Kreditgeschäft ist sowohl auf der Schuldnerseite (i), wie auch auf der (ii) Gläubigerseite wie auch auf der (iii) Seite der Regierung bzw. Regulatorik anzutreffen. Korrupte Länder zeichnen sich durch schwache Rechtssysteme aus, die es Gläubigern erschweren, ihre Rechte durchzusetzen. In Griechenland spricht man von „strategischen“ Kreditnehmern, die es von vornherein darauf anlegen, Kredite nicht ordnungsgemäß zu bedienen. Außer privaten Schuldnern zeigen auch öffentliche Schuldner in korrupteren Ländern eine höhere Ausfallquote ihrer Kredite („Moratorium“). Im Ergebnis bedeutet dies, dass es für Kapitalgeber ein großes Risiko darstellt, finanzielle Hilfen an korrupte Länder zu leisten. In Zukunft sollten bei allen europäischen Projekten, die mit rückzahlbaren Geldtransfers in Länder mit hohem Korruptionsgrad verbunden sind oder sein können, eine Korruptionsauswirkungsanalyse („corruption impact assessment“) angefertigt werden, welche die voraussichtlichen Folgen der Korruption für das Projekt darlegt. Außerdem sollten Banken in korrupteren Ländern mehr Eigenkapital halten. Die Europäische Einlagensicherung sollte aufgeschoben werden.

Keywords: Korruption; Non-Performing-Loans; Europäische Union (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: G21 G32 G33 (search for similar items in EconPapers)
New Economics Papers: this item is included in nep-ger
Date: 2018-03, Revised 2018-03
References: Add references at CitEc
Citations Track citations by RSS feed

Published in Chemnitz Economic Papers, Mars 2018, pages 1-18

Downloads: (external link)
https://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/vwl1/RePEc/d ... EP012_Korruption.pdf Revised version, 2018 (application/pdf)

Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.

Export reference: BibTeX RIS (EndNote, ProCite, RefMan) HTML/Text

Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:tch:wpaper:cep021

Access Statistics for this paper

 

Back to all papers.

  • Eine junge Frau sitzt am Computer.

    Rund um die Uhr die Hausarbeit abschließen

    Einfach dranbleiben: Universitätsbibliothek der TU Chemnitz hat unmittelbar im Anschluss an die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ am 5. Februar 2026 erstmals noch bis 14. Februar gegen Mitternacht 24/7 geöffnet …

  • Logo vor einer Gebäudeansicht

    TU Chemnitz im Ranking von StudyCheck.de auf Platz 4 der beliebtesten Universitäten in Deutschland

    Ein „StudyCheck Award 2026“ mit dem Zertifikat „Top Universität 2026“ geht dank der sehr positiven Bewertung ihrer Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen an die TU Chemnitz – Zudem ist die TUC aktuell die zweitbeste staatliche Universität im Live-Ranking „Digital Readiness“ …

  • Mehrere Personen spielen Tischtennis.

    Wenn der Deutschkurs in die Werkhalle verlagert wird

    Tischtennisturnier krönte Premiere des Sprach- und Praxisprojekts „Deutsch für Ingenieure“ – Internationale Studierende präsentierten ihre selbstgebauten Schläger und bewiesen dabei ihre neugewonnene Sprachkompetenz …

  • Blick auf ein schiff, das neben einem Gebäude ankert.

    Spurensuche in der Stadt

    Wie Migration Stadtbilder und Lebensgeschichten prägt, zeigt das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven bis zum 1. März 2026 – Ausstellung „Aufbrüche – Umbrüche“ verknüpft Bremerhaven und Chemnitz in einem Dialog über Wandel, Erinnerung und Identität – Professur Humangeographie mit Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung der TU Chemnitz wirkte an der Konzeptentwicklung mit …